buble arrow6

Morgenwelt 102: Besessen von Facebook

Checken Sie Facebook vielleicht schon, bevor Sie überhaupt aufstehen? Nein? Möglicherweise sind sie gar nicht so besessen von dem Social Network, wie viele andere von Ihnen denken. Wenn doch, dann sind Sie in einer nicht einmal so kleinen Gesellschaft: 28 Prozent der 18 bis 34jährigen machen das nämlich. Was bei Facebook so alles in 20 Minuten passieren kann und warum Sie vielleicht nur alle zwei Tage einen Status auf Ihrer Facebookseite veröffentlichen sollten, lesen Sie unter anderem in der heutigen Morgenwelt.

Frage: Es ist wieder etwas stiller rund um das Frage-Antwort-Netzwerk “Quora” geworden. Was aber nicht heißt, es nutzt keiner mehr. Die Communitiy wächst trotzdem stetig weiter. Auch wenn sich viele Fragen, was sich jetzt damit nun genau machen sollen. Wer nach dem Mehrwert des Dienstes fragt, der sollte sich einmal die “neun Wege, um mehr aus Quora herauszuholen” bei Mashable durchlesen.

Rückblick: Im Jahr 2010 gab es über 150 Millionen Blogs, 175 Millionen Twitter-Nutzer versendeten rund 25 Milliarden und um die 600 Millionen Facebook-Nutzer teilten um die 30 Milliarden Inhalte auf dem Social Network. Beeindruckende Zahlen. Mehr davon gibt es bei Pingdom.

Besessen: “Sind wir von Mark Zuckerbergs Netzwerk zu besessen?”, fragt Mashable und liefert dazu eine interessante Infografik. In 20 Minuten werden bei Facebook unter anderem eine Million Links geteilt, fast drei Millionen Fotos hochgeladen und fast zwei Millionen neue Freunde hinzugefügt. Was noch alles so auf dem Sozialen Netzwerk passiert, zeigt die Infografik.

Gefällt: Nur 15 Prozent der deutschen Facebook-Nutzer sind “Fan” von mindestens einem Unternehmen, in Großbritannien liegt der Wert mehr als doppelt so hoch. Das ergab eine eCircle Umfrage unter rund 1.100 Nutzern im Alter von 14 bis 49 Jahren. In wie weit die Umfrage repräsentativ ist, bleibt dahin gestellt, aber doch zeigt die Umfrage, dass hierzulande noch einiges Potential da ist, was ausgeschöpft gehört. Mehr dazu bei facebookbiz.

Update: Wer auf der Suche nach vielen “Gefällt mir” auf seiner Facebookseite ist, sollte nur jeden zweiten Tag ein Update veröffentlichen. Zu dem Ergebnis kommt der Blogger Dan Zarella, nachdem er 2.600 erfolgreiche Seiten untersucht hat. Gefunden bei facebookbiz.

Dschungel 2.0: Im Dschungel ist die Hölle los. Naja – eher die C- und D-Promis. RTLs “Ich bin ein Star, holt mich hier raus” sammelt wieder eine Traumquote nach der anderen und eine kleine Ex-Topmodel-Kandidatin Dschungelprüfungen. Dabei trifft sie immer wieder auf “Dr. Bob”. Der bloggt übrigens auch, wenn auch (leider) nur etwas sporadisch. Ach ja – und bei Facebook ist er natürlich auch.

Interaktiv: Samsung hat einen interaktiven Werbespot auf YouTube gestellt, bei dem der Nutzer selbst den Ausgang bestimmen kann. Zwei etwas unbeholfene Gangster versuchen einen kleinen amerikanischen Supermarkt zu überfallen und der Zuseher kann dann wählen, welchen anwesenden Supermarktkunden er zum Helden machen will. Zur Wahl stehen ein Nerd, eine Oma, ein “Hot Girl”, ein “Fan” und ein etwas voluminöserer Kung-Fu-Mensch. Die witzigste Variante ist wohl der Nerd, aber auch der “Fan” hat etwas. Auf jeden Fall ist es schön gemacht und auch nicht zu langwierig. Dazu gibt es noch eine Microsite, auf der das Video über das beworbene Produkt übertragen wird. Nette Kampagne, gefunden bei “off the record”.

Unser Tweet der Woche:

Bildquelle: Shutterstock

  • http://twitter.com/marcthomalla Marc Thomalla

    Und das ist auch der Grund, wieso ich mich von FB verabschiedet habe… -> http://de.redir.ec/FBdeath

    Gruß
    Marc

  • http://twitter.com/communicate_it R. Kolberg

    Ich denke, hier wird ein großer Fehler gemacht, indem die Überschrift ein (mögliches) Ergebnis vorwegnimmt, bevor überhaupt eine Analyse statt findet! Bislang sehe ich eine reine Faktensammlung.

    Ergebnis könnte genau so sein:
    Menschen (und gerade junge sog. “Digital Natives” sind fasziniert und begeistert von den Möglichkeiten zur Kommunikation, die sich für sie neu eröffnen. Vielleicht kommmunizieren sie mehr denn je. Vielleicht ersetzen FB & Co. auch ein wenig den Schwatz mit den Nachbarn, der Verkäuferin im Laden an der Ecke, dem Postboten, dem Hausarzt, den Eltern oder, oder, oder, der – seien wir doch mal ehrlich – aus Zeit-, Kosten-, Effizienz- und Rationalisierungsgründen heute kaum noch möglich ist.

    Irgendwie typisch Deutsch hier mal wieder Suchtverhalten zu unterstellen.
    Ich finde es schön, dass sich das Internet immer weiter zu einem digitalen Marktplatz entwickelt, in dem nicht nur Waren sondern zunehmend auch Informationen, auch über persönliche Dinge ausgetauscht und Beziehungen gepflegt werden.
    Wie auch immer: Die Veränderungen können wir sicher nur beobachten und begrenzt steuern. Ich bin jedenfalls gespannt auf die Zukunft.

  • http://twitter.com/dirk_s dirk_s

    Thema Facebook “Besessenheit”: ist doch nur en vogue. Ein bissel Panikmache vor neuen Diensten die sich abrupt und schnell durchsetzen. Auch vor der Dampflok wurde zu Zeiten der Pferdekutsche massivst gewarnt.

    Als ich Zivi war haben die meisten Krankenschwestern bestimmt so alle ein bis zwei Stunden mal ordentlich ein paar Fluppen durchgezogen. Da wurde dann die neuesten Infos verteilt. Jetzt geht das halt einfacher über z.B. Facebook.

    Früher ging das nicht. Hätte es “Social Networks” schon 15 Jahre früher gegeben, würde sich heute keiner mehr über Leute mit einer angeblichen Obsession zu Facebook beschweren.

    Und mal ehrlich – meist beschweren sich doch eh die Leute, die noch gar nicht drin sind. So wie sich Leute mit alten häßlichen Telefonen – die gerade mal vielleicht noch SMSen können – über die angeblich Abhängigen mit ihren Smartphones aufregen ;)

    • http://twitter.com/dirk_s dirk_s

      …apropos “Facebook vor dem Aufstehen” – stimmt. bzw. nach dem ins Bett gehen ;)
      Studie: http://bit.ly/eOL6rC

  • Lutz Lehmann

    Besessen von Facebook. Ja, das ist status quo, wenn man sich nur ein wenig im eigenen Freundeskreis umschaut. Aber wird der location-based service Places auch so durchschlagen? Die Konkurrenten Foursquare und Gowalla sind in Deutschland kaum verbreitet, abgesehen von Berlin-Mitte und anderen Geek-Hotspots. Kann die Ergänzung von Places um Deals, voraussichtlich ab Februar/März in Deutschland, der ganzen Sache mehr vortrieb geben? Oder ist den Deutschen ihre Privatsphäre wichtiger als ein Gratis-Kaffee beim Kaffee-Brüher oder andere Rabatte im stationären Handel. Lese Sie mehr und Diskutieren Sie mit: http://socialmedia.kkandk.de/2011/01/24/social-networks-sind-jetzt-auch-wo/

  • Lutz Lehmann

    Besessen von Facebook. Ja, das ist status quo, wenn man sich nur ein wenig im eigenen Freundeskreis umschaut. Aber wird der location-based service Places auch so durchschlagen? Die Konkurrenten Foursquare und Gowalla sind in Deutschland kaum verbreitet, abgesehen von Berlin-Mitte und anderen Geek-Hotspots. Kann die Ergänzung von Places um Deals, voraussichtlich ab Februar/März in Deutschland, der ganzen Sache mehr vortrieb geben? Oder ist den Deutschen ihre Privatsphäre wichtiger als ein Gratis-Kaffee beim Kaffee-Brüher oder andere Rabatte im stationären Handel. Lesen Sie mehr und Diskutieren Sie mit: http://socialmedia.kkandk.de/2011/01/24/social-networks-sind-jetzt-auch-wo/