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Weekly PR-Blogger: Ein Shitstorm zum Muttertag und jede Menge Instagram

Polarisiert hat diese Woche ein deutig EDEKA mit seinem Muttertags-Werbespot. Ansonsten haben wir jede Menge Insta-News für euch.

PR Blogger Weekly

Instagram testet Gruppenchat-Funktion

Vor Kurzem hat Instagram bereits eine neue Ansicht getestet, die Links verbergen soll. Jetzt arbeitet das Unternehmen an einem Gruppenchat-Sticker für Instagram Stories.

Auch diese Funktion hat Jane Manchun Wong entdeckt. Mit dem Sticker wäre es Nutzern, die sich Stories anschauen, möglich, sich einer privaten Chat-Gruppe direkt von einer Story aus anzuschließen. Der Sticker „Am Chat teilnehmen“ fordert den Benutzer heraus, eine Anmerkung bzw. ein Thema zum Chat hinzuzufügen. Diese Gruppenchat-Funktion wäre für Unternehmen eine weitere Möglichkeit, um eine stärkere Beziehung zur eigenen Community aufzubauen. Sie können ihre größten Befürworter noch enger an sich binden, ihnen exklusive Inhalte zukommen lassen oder sie beraten. [Steffi]

Bildquelle: rawpixels.com on pexels


Neues bei Facebook & Instagram

Facebook hat letzte Woche wieder seine jährliche Konferenz F8 abgehalten. Für Facebook wird es ein komplett überholtes Design geben, das nicht nur Optik und Performance verbessern soll, sondern auch die Funktionalität ändert. Bereits seit einiger Zeit spricht Mark Zuckerberg davon, Facebook werde seinen Fokus stärker auf Gruppen statt dem klassischen Newsfeed richten. Für Marketer bedeutet dies, dass branded groups noch attraktiver werden.
Bei Instagram wird es bald möglich sein, dass Influencer direkt in der App Produkte verkaufen können. Dies hat natürlich einen großen Einfluss auf Influencer Marketing, zum Beispiel im Mode-Bereich. Außerdem wird zur Zeit getestet, ob das Verstecken der Like-Zahlen positive Auswirkungen auf das Verhalten der User haben könnte. [Michael]

Bildquelle: The Climate Reality Project on unsplash


EDEKAs Muttertagsspot – Kalkül oder Naivität?

Am Sonntag ist Muttertag – und natürlich rühren sämtliche Süßwarenhersteller, Blumenverkäufer und der deutsche Einzelhandel ordentlich die Werbetrommel. Besonders polarisiert hat diese Woche EDEKA mit seinem Werbespot „Wir sagen Danke“.
Dieser zeigt engagierte Väter mit ihren Kindern. Im Voice-Over hört man Kinderstimmen, die sich bedanken, zum Beispiel für Feingefühl etc. Und im ersten Moment denkt der Zuschauer, sie bedanken sich bei den gezeigten Vätern – was jedoch verwundert. Denn diese bekommen den Umgang mit ihren Sprösslingen so gar nicht auf die Kette. Da wird der Ball ins Gesicht gehauen, der Brei verschüttet, beim Harre kämmen ordentlich geziept. Der Spot endet mit Mama, Papa und Tochter auf dem Sofa, das Kind blickt verliebt zur Mutter und der alles entscheidende Satz „Danke Mama, dass du nicht Papa bist.“ wird eingeblendet.

Der 1,5 minütige Spot ging am Montag online, innerhalb weniger Stunden hatte das Video bereits mehrere Tausend Aufrufe und hat mittlerweile die Millionenmarke geknackt. Seitdem ist der Shitstorm perfekt, das Video wird heiß diskutiert. Viele Nutzer fühlen sich angegriffen, Väter fühlen sich degradiert. „Danke EDEKA, dass du nicht Rewe bist“, sind da noch die nettesten Kommentare auf Facebook. Und EDEKA? Fühlt sich falsch verstanden: „Mit unserem Spot möchten wir Väter keinesfalls schlecht darstellen, sondern etwas überspitzt und auf humorvolle Art und Weise allen Müttern anlässlich des Muttertags Danke sagen.“
Ein wenig komisch mutet der Shitstorm ja an, schließlich ist EDEKA für seine provokanten Spots bekannt. Ob kalkuliert überspitzer Humor, der einfach falsch verstanden wird oder ob EDEKA wirklich nicht richtig nachgedacht hat bleibt dahingestellt.

Eines ist sicher: Mit dem Spot hat sich EDEKA die ungeteilte Aufmerksamkeit zum Muttertag 2019 gesichert.[Miriam]