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Weekly PR-Blogger: Die Aufmerksamkeitsspirale

Die Anschläge in Neuseeland beschäftigen nicht nur die Menschen vor Ort, sondern über Social Media nimmt die ganze Welt daran teil. Leider aber nicht nur im positiven Sinne, von Trauer und Mitgefühl, sondern auch aus Schaulust.

PR Blogger Weekly

Das Attentat von Christchurch verbreitet sich über Social Media

 

Aufmerksamkeitspriaterie

Winnenden, Erfurt, Utoya, München, Christchurch und noch andere Orte stehen inzwischen als Synonym für Taten durchgeknallter Psychopathen, Amokläufer. Das Ziel? Ruhm, Aufmerksamkeit, als Held gefeiert werden. Und das Schlimme dabei? Wir geben diesen Psychopathen genau das. Die Täter streamen sich und ihre Taten live auf Sozialen Netzwerken und es wird sich angeschaut! Nutzer schauten sich den Livestream des Psychopathen von Christchurch an und niemand meldete es. Erst nach knapp einer halben Stunde trudelte wohl die erste Meldung bei Facebook ein. Selbst Stunden, Tage später wurde das Video noch per WhatsApp und auf anderen Kanäle verteilt und konsumiert. Und die Bildzeitung macht fleißig mit und beweist ein weiteres Mal, dass sie auf ihrer Jagd nach Schlagzeilen im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht. Und alle, die sich das Video anschauen, es weiterschicken, die Links dazu teilen, machen sich mitschuldig. Es ist moralisch verwerflich und unterste Schublade. Warum? Weil man den Psychopathen genau das gibt, was sie sich wünschen: Aufmerksamkeit und Reichweite. Jede/r nachkommende Psychopath/in weiß dadurch schon jetzt, „wenn ich das mache, bekomme ich die Aufmerksamkeit, die ich mir immer gewünscht habe!“ [Jochen]

–> Sascha Lobo: „Die mediale Verbreitung der Tat ist Teil des Terrors – wir müssen uns hüten, unabsichtlich mitzumachen.“

–> Arno Frank: „Was passiert, wenn ein Täter seine Morde live im Internet überträgt? Alle gucken hin. Dabei macht uns das zu Komplizen in einem Krieg, in dem die Bilder wichtiger geworden sind als die Opfer.“

–> Volker Stennei: „Es gehört vielmehr zur grundsätzlichen Verantwortung der Presse, auf im Netz verfügbare Informationen zu verzichten, wenn der Nutzen für die Öffentlichkeit in einem erkennbaren Missverhältnis zu einem möglichen Schaden steht.“

–> Huffpost: „Plattformen wie Facebook, Twitter und YouTube ermöglichen Gewalt als Spektakel – und motivieren weitere Attentäter.“


Wenig Anerkennung für Content Marketing in B2B Unternehmen

Content Marketing in B2B Unternehmen

WEKA Industrie Medien hat 150 Marketing-Verantwortliche aus B2B Unternehmen zum Thema Content Marketing befragt. Die Ergebnisse machen den geringen Stellenwert des Content Marketings im B2B Umfeld deutlich. Meist bleiben Aufgaben zu Content Marketing innerhalb der Marketingabteilungen. Andere Abteilungen engagieren sich kaum, dabei wird gerade die Unterstützung des Managements als ein wichtiger Erfolgsfaktor angesehen. Die Rolle von Content Marketing wird auch beim Budget nicht gewürdigt: Für mehr als zwei Drittel der Unternehmen bleibt das Budget gleich, teilweise sinkt es sogar. [Julia]

Bildquelle: Weka Industrie Medien


Facebook geht verschärft gegen Falschnachrichten vor

Vor der anstehenden Europawahl, die vom 23. bis 26. Mai stattfindet, hat Facebook angekündigt, seine Anstrengungen gegen die Aus- und Verbreitung von Falschnachrichten zu verstärken. Dafür werden aber nicht nur die Mitarbeiter des Unternehmens mobilisiert. Diese sollen auch mit Behörden und anderen Organisationen in Deutschland Kontakt aufnehmen. Neben Correctiv, ein journalistisches Portal, das fragwürdige Inhalte auf Facebook seit 2017 prüft, wird das Unternehmen jetzt auch von der Deutsche Presse-Agentur GmbH (dpa) unterstützt. Ob die weltweite Strategie und die dazugehörigen Maßnahmen ausreichen werden, um die Verbreitung von Falschnachrichten in Zukunft einzudämmen? [Stephanie]

Bildquelle: Photo by Elijah O’Donnell on Unsplash


Snapchat, Facebook und… Gaming?

 

Snapchat setzt auf Gaming

Snap Inc. hat Medienberichten zufolge vor, eine Gaming-Plattform in die Snapchat-App einzubauen. Bis jetzt gab es nur einige Minispiele in den Lenses, das soll jetzt ausgebaut werden. Der Mobile Gaming Markt ist lukrativ und die Nutzer sind attraktive Werbekunden. Das hat auch Facebook schon erkannt und will das Potenzial durch einen Gaming-Tab in der Navigationsleiste nutzen, indem es Gaming stärker in den Fokus rückt. [Michael]

Bildquelle: Photo by Mike Meyers on Unsplash

 


Man liebt sie oder hasst sie – Sprachnachrichten spalten die Deutschen

 

Sprachnachrichten

Für viele ist es reine Bequemlichkeit, manche wollen Chats persönlicher gestalten. Doch nicht jeder ist ein Fan, gar ein Drittel der Deutschen weigert sich, Sprachnachrichten via WhatsApp und Co. zu verschicken, wie eine Studie des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) in Zusammenarbeit mit Kantar TNS herausgefunden hat. „Sprachnachrichten spalten die Deutschen noch stark. Während vor allem Jüngere sie bereits häufig nutzen, oft mehrmals täglich, gibt es noch ganze 30 Prozent der Bevölkerung, die sich den Sprachnachrichten bisher verweigern“, so BVDW-Geschäftsführer Marco Junk. Als größter Vorteil gilt der geringere Aufwand, dicht gefolgt von der Ansicht, dass Sprachnachrichten zu weniger zwischenmenschlichen Missverständnissen führen. Doch der größte Vorteil ist auch der größte Nachteil – denn 40 Prozent der Befragten gaben an, dass es ihnen zu lange dauert, eine Sprachnachricht anzuhören. Zudem sei es technisch umständlicher, als das Lesen einer Textnachricht. Eine andere Befragung von Statista zeigt: 44 Prozent sind der Meinung, dass manche Leute Sprachnachrichten nur verschicken, weil sie sich selbst gerne reden hören. 35 Prozent empfinden Sprachnachrichten sogar als aufdringlich. [Miriam]


Den Weekly PR-Blogger gibt’s jetzt auch in einer Kurzfassung auf Instagram!