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Morgenwelt 137: App-Headhunter im Mobile Recruiting

In Zeiten von Informationsfluten und immer mehr Tools, als wir auch nur ansatzweise überblicken können, gilt es Alltagsprobleme so effizient und clever zu lösen, wie nur möglich. Wo und wie finde ich also den perfekten Arbeitnehmer? Wie gewinne ich die Oberhand über die nicht digitalisierten Visitenkarten und wie finde ich heraus, wie es um mich auf Google + steht? Lösungsansätze für diese und andere Fragen bieten die heutige Morgenwelt.

Handy Headhunting: Im vielzitierten „War for Talent“ fallen häufig die Stichworte „Employer Branding“ und „Social Recruiting“. Hierin sehen Experten Wege den Fachkräftemangel aktiv online anzugehen und talentierte Kandidaten auf sozialen Netzwerken für sich zu gewinnen. Noch nicht wirklich auf der Agenda ist allerdings „Mobile Recruiting“ – potentielle Arbeitnehmer per Handy zu erreichen. Allerdings zeigt eine aktuelle Studie von Potentialpark, dass bereits 19% der relevanten Zielgruppe ihr Handy für Karriererecherchen nutzen und 50% der Befragten würden es sofort tun, wenn es entsprechende Angebote gäbe. Damit sind vor allem Apps und Handy-fähige Karrierewebseiten gemeint. Auf jeden Fall ein Punkt auf der Social Media To-Do-Liste für Unternehmen für 2012.

Studie: Social Media bleibt in der PR wichtig: Laut PR Trendmonitor  von 2011 sind 39 Prozent aller Unternehmenssprecher hierzulande davon überzeugt, dass Google+ in naher Zukunft genauso wichtig oder sogar noch wichtiger sein wird als Facebook. Selbst wenn eine Mehrheit das noch bezweifelt (61 Prozent), ist das schon ein überraschendes Ergebnis und zeigt, dass die PR-Branche sich neuen Trends nicht verschließt. Immerhin jeder zweite Mitarbeiter aus Pressestelle und Agentur hält Social Media weiterhin für das Trendthema Nummer Eins (53 Prozent). PR-Verantwortliche von KMU’s sind davon ebenso überzeugt wie Pressesprecher großer Firmen – allen voran die Vertreter aus Handel und Dienstleistung (Handel: 61 Prozent, Dienstleistung: 55 Prozent).
Interessant finde ich (Klaus Eck) die Aussage, dass Social Media nicht ausreicht, um 2012 erfolgreich in der Öffentlichkeitsarbeit zu sein, und die Trennung, die hierbei zur Klassik gemacht wird. Das meinte jeder dritte Kommunikationsprofi. So soll das Storytelling im nächsten Jahr stark in den Fokus rücken (Pressestellen: 28 Prozent; PR-Agenturen: 33 Prozent).
Ich bin der Ansicht, dass Social Media ohne Storytelling wenig erfolgsversprechend ist und dass wir noch viel mehr gute Geschichten in Blogs, auf Twitter, Facebook und Google Plus brauchen. Welche guten Storyteller (Corporate Publisher letztlich) kennen Sie in der Social Media Welt?
PR-Trendmonitor 2011 (lang)

Visitenkartenupdate: Ein weit verbreitetes Szenario – Stapel von Visitenkarten auf dem Schreibtisch, die man „irgendwann mal“ ins System einspeisen will. Die neue Version der App „CardMunch“ könnte dieses Problem in kurzer Zeit lösen. Mit dieser App müssen Businesskarten nur noch fotografiert werden, um Kontaktinformationen (und auch Profilinfos von LinkedIn) zum Telefonbuch hinzuzufügen. LinkedIn hat die ehemals kostenpflichtige App aufgekauft und stellt sie jetzt kostenlos für verschiedene Betriebssysteme zum Download bereit.

Digitalkonsum: Die Marktforscher von TNS Infratest haben alle Online- und Offline-Kontaktpunkte analysiert und sind zum Ergebnis gekommen, dass Online-Quellen wichtiger als Offline-Quellen sind. Besonders die Deutschen informieren sich vor einem Kauf sehr gründlich im Netz. 90 Prozent aller Onliner informieren sich im Web über Produkte. Dabei spielt Social Media und andere Formen des Earned Media eine wichtige Rolle.

Abgepasst: Wer es vermeiden will, seine Tweets in einem leeren Twitterversum verhallen zu lassen weil entweder gerade keiner zuhört, oder die Followers inzwischen hinter den vorher generierten Zeitplan gekommen sind, sollte auch innovativere scheduling Tools zurückgreifen. Eines davon ist beispielsweise Buffer. Dieses Tool hilft, authentische Postingzeiten zu finden, sodass Inhalte über den Tag verteilt herausgegeben werden.

Auf einer Karte: Google Maps und Google Places sind sowas wie die GPS-Helfer für Fußgänger und navi-lose Autofahrer geworden. Die kanadische Firma Mediative hat untersucht, wie User die Listings auf Google Places wahrnehmen. Heraus kam, dass die Einträge die meiste Aufmerksamkeit und damit auch die meisten Klicks bekamen, die a) viele (gute) Bewertungen, b) ein Bild und c) Social Media „Signale“ aufwiesen. Wer keines von diesen drei Merkmalen in seinem Listing hatte, wurde einfach ignoriert.

Festgehalten: Wann haben Sie das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht? Die Facebook App „First Times“ der Firma Virgin kann Ihnen jetzt auf die Sprünge helfen. Einfach den Namen eines Facebookfans eingeben und schon werden die gemeinsamen ‚First Times‘ ermittelt – Kommentare, Events, Likes – alles sharebare über das eigene Fotoalbum. Bei manchen Freunden unterhaltsamer als bei anderen.

Konzentrisch: Wer eine Übersicht über den eigenen Rang innerhalb von Google + bekommen will – inklusive der Follower und Following Statistiken und deren Entwicklung seit Beitritt, kann diesen kostenlos, schnell und einfach bei CircleCount.com bekommen. Einfach die URL des eigenen Google + Profils, den eigenen Namen oder selbiges für jedes beliebige Mitglied auf der Seite eingeben und sofort gibt’s die Zahlen. Sogar graphisch aufbereitet.

Ausgezappt: Wer Usern 35 Stunden neues Videomaterial pro Minute zur Verfügung stellen kann – on demand und auch noch in HD, der kann dem Mediumsriesen Fernsehen ernsthaft gefährlich werden. Schließlich können sich User aktiv beliebig lange durch jeweils die Inhalte klicken, die sie gerade interessieren – unabhängig von Uhrzeit und „Sender“. Social Video und damit Youtube – so zeigt die folgende Infographik eindrucksvoll – ist der ‚place to be‘ für alle, die wollen, jetzt und auch in Zukunft interessierte Zuschauer zu erreichen.

Bildquellen: Shutterstock (Puzzle piece coming down into it’s place), CardMunch App, Google Places Studie von Medative