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Morgenwelt 135: Trolle füttern verboten

„Ey, was guckst du?“- was man tun soll, wenn man ‚dumm angemacht‘ wird, ist schon im realen Leben so eine Sache. Aber was, wenn das plötzlich digital losgeht? Und was, wenn wir dann auch noch unser Facebook Passwort vergessen haben? Antworten auf diese und andere Probleme des digitalen Lebens gibt’s in der heutigen Morgenwelt.

Netzpöbeleien: Trolle leben in Höhlen und haben ein Problem mit Sonnenlicht, oder? Wer wissen will, wie Trolle jetzt digital ihr Unwesen treiben, sollte diesen Artikel lesen, um in Zukunft die einzelnen Exemplare unterscheiden zu können. Doch egal ob Saboteure (die Menschen oder Unternehmen schaden wollen) oder Provokateure (die Aufmerksamkeit für ein Thema erzielen wollen), Trolle füttern ist strengstens verboten. Aber es ist nicht immer leicht herauszufinden, ob eine Kundenkritik von einem sogenannten Troll stammt oder eine ernsthafte Anfrage und Enttäuschung ist. Letzteres kann schnell zum Trollen führen. Die Übergänge sind fließend und machen es Unternehmen nicht immer leicht, richtig auf Kundenanfragen einzugehen.

Facebook-Kommentare: Wer auf Blogs oder Medienseiten via Facebook kommentiert, muss künftig damit rechnen, den Kommentar auf Google wieder zu finden. Mehr dazu gibt es bei t3n.

Zusammengeschustert: Die kleine Nichte macht die ersten Schritte, wir besteigen einen Berg, wir feiern die Feste, wie sie fallen – all das teilen wir inzwischen mit der Welt zum Beispiel via YouTube. In dem Experiment ‘Life in a Day’ von Oscarpreisträger Kevin Macdonald in Zusammenarbeit mit Produzent Ridley Scott wurden Clips von Menschen aller Kulturen vom 24. Juli 2010 zusammengeschnitten um eine einzigartige Momentaufnahme des Lebens zu kreieren. Inzwischen ist diese Doku wieder auf YouTube angekommen (Dauer 1,5 Stunden) als ein Stück eingefrorene Zeitgeschichte.

Reputation: Wer als Journalist seine Beiträge häufiger auf Google News findet, kann diese noch stärker mit seiner Person verbinden.Voraussetzung für diese Selbstvermarktung ist jedoch ein Google Plus Profil. Google macht Journalisten ab sofort sichtbarer im Web. Das ist eine großartige Chance für Journalisten und zeigt, wie wichtig Personal Brands auch im Journalismus werden.

Vertrauen: Ein Gedankenexperiment: Was wäre, wenn Sie plötzlich an einem nagelneuen Computer mit einem nagelneuen Browser sitzen würden und Ihnen will das Facebook Passwort einfach nicht mehr einfallen. Dieses potentielle Schreckensszenario muss Ihnen ab jetzt keine Angst mehr machen. Denn Facebook hat die Funktion ‘Trusted Friends’ eingeführt. Diese erlaubt es Usern, bis zu fünf Kontakte zu benennen, die im Ernstfall die Zugangsdaten zugeschickt bekommen. Wie beruhigend.

Online-Zeit: Fast ein Viertel der Onlinezeit wird bei Facebook oder Twitter verbracht – das ergab nun eine BITKOM-Studie auf Basis einer repräsentativen Erhebung von comScore. 16,2 Prozent fallen dabei auf Facebook – im letzten Jahr waren es gerade einmal 4,1 Prozent. Auf Platz 2 liegt Google mit einem Anteil von 12,3 Prozent. Inbegriffen sind dabei neben der Nutzung der Suchmaschine auch weitere Google-Dienste wie E-Mail, YouTube und Google+.

Nachhaltig: Dass Kunden der Kaffee im Halse stecken bleibt, wenn sie vermuten, dass Plantagenarbeiter unter unmöglichen Bedingungen dafür schuften mussten, ist vielen Kaffeeanbietern inzwischen bewusst. Selbst George Clooney reagiert auf öffentlichen Druck eines NGO’s und setzt sich inzwischen für fair gehandelten Kaffee ein. Erst fairer Handel macht die Crema wieder schmackhaft. Tchibo geht da mit einem Paradebeispiel an Transparenz voran. Von Lieferketten, über Leistungen für Mitarbeiter bis hin zu sozialem Engagement – im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht ist für die Kaffeekunden von Tchibo alles offengelegt. Und das sogar multimedial.

Orientierungshilfe: Wer auf Google Plus anfängt, weiß oftmals nicht, welchen Themen und Kreisen er folgen soll. Es ist inzwischen ganz einfach, ganze Circles direkt zu übernehmen und auf diese Weise den Content zu erhalten, den man auf Google Plus und darüber hinaus lesen will. Einen großartigen Überblick liefert die Google + Shared Database, in der es rund 800 gelistete Shared Circles gibt.

Weltklasse: Wer heute erreichen will, dass seine Marke eine der Big Player ist, sollte auf ‘social’ setzen. Das zeigt zumindest die folgende Infographik. Markenverantwortliche schätzen, dass die social Qualitäten ihrer Brands in den nächsten drei Jahren um 65% steigen. Also, ‘es ist nicht das Medium und es ist so viel mehr als nur die Message’ hinter die Ohren schreiben und auf ins Social Web.

Fotoquelle: David Wagner