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Das Fernsehen ist tot, es lebe das Netz

Ich hab’s getan. Ich habe mir für 25 Euro ein Tagesticket für die re:publica 2011 gekauft, bin in den Berliner Friedrichstadtpalast getapert und habe mich ins Getümmel einiger Tausend (!) Blogger gestürzt. Genaugenommen habe ich meinem Kameramann Richard und der besten Mitarbeiterin der Welt Silvie auch jeweils ein Tagesticket gekauft und wir sind mit unserer kleinen feinen Sony EX 3 dort rumgerannt und haben die Geburtstunde des PR Blogger TVs live und in Farbe gedreht.

Was mich am meisten umgehauen hat: Ich fiel gar nicht auf. Ich mit meinen 40 Jahren habe echt gedacht, von denen da denkt jeder wenn er mich sieht: Was macht die Oma hier? Aber nix da, die sind ja alle so alt wie ich und verstehen trotzdem, was da abgeht. Oder auch nicht.

Wir haben uns auf jeden Fall umgehört zu meinem Leib- und Magenthema: Das Ende des Fernsehens ist nicht das Ende der Welt, sondern die Zukunft des Netzes. Bewegte Bilder erobern das Internet in einem Tempo, das mir als Video-Produzentin das Herz höher schlagen lässt. Jetzt muss es nur noch jeder begreifen, der eine Website hat und ich werde reich, schön und glücklich…

65 Prozent aller Internet-User gucken mittlerweile Videos und Fernsehinhalte im Netz wenn man der ARD/ZDF-Onlinestudie 2010 glauben darf. Das liegt natürlich auch daran, dass das Ansehen und Abrufen technisch immer einfacher geht und die Filme nicht mehr wie noch vor wenigen Jahren ruckeln und zuckeln. Schnellere Datenleitungen, bessere Computer führen dazu, dass selbst Oma Kawuffke in Hintertupfing Videos im Netz problemlos ansehen kann. In Deutschland werden derzeit rund 151 Mio. Videos pro Tag abgerufen, das sind 4,7 Mrd. Videos monatlich (Stand Sept. 2010 / BLM-Webmonitor 2010) – bis 2015 sollen es drei mal so viel sein.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Schauen Sie noch klassisch in die Fernsehröhre oder nur noch im Netz?

Video by www.fulmidas-image.de