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Morgenwelt 109: Erdbeben in Social Media

Japan muss sich nicht nur mit den direkten Folgen des Jahrhundert-Erdbebens herum schlagen, die Bevölkerung muss sich auch noch mit einem (bevorstehenden) Super-GAU auseinandersetzen. Die Nachrichten aus Japan überschlugen sich am Wochenende, nicht zuletzt auch durch Hilfe von Social Media. Welche Kanäle vor allem genutzt wurden und wie eine Facebook-Stadt wohl aussehen würde, lesen Sie in der heutigen Morgenwelt.

Erdbeben: Japan wurde vom stärksten Erdbeben seiner Geschichte erschüttert. Ähnlich groß waren auch die Reaktionen darauf im Social Web. Minütlich überschlugen sich die Meldungen per Twitter oder auch Facebook. So extrem, dass so manch einer schon ziemlich genervt reagierte. Irgendwie schien jeder der erste einer neuen Horrormeldung sein zu wollen. Allein auf Facebook wurden am 11. März von 3,8 Millionen Nutzern 4,5 Millionen Meldungen mit den Worten „Japan“, „earthquake“ oder „tsunami“ gepostet. Wie sich die Meldungen weltweit verteilten, zeigt Mashable in einer animierten Grafik.

Quelle: mashable.com

Welchen Twitter-Kanälen Sie folgen sollten, wenn Sie auf dem neuesten Stand sein wollen, hat Twitter im „hope 140 blog“ veröffentlicht. Außerdem wird in einem anderen Post erklärt, welche Hashtags die „richtigen“ sind und richtete extra mobile Seiten für Japan ein. Welche Social Media Kanäle Sie noch verwenden können, wenn Sie Nachrichten aus Japan bekommen wollen, hat Mashable zusammengefasst. Aber über Social Media-Kanäle können Sie sich nicht nur informieren, innerhalb kürzester Zeit sind über die Spieleplattform Zynga über eine Million Dollar an Spenden für die Erdbeben-Opfer zusammen gekommen – mehr dazu bei netzwertig.

Marketing: Welches Netzwerk passt für welches Marketing? Welches sollten Sie zum Beispiel nutzen, wenn Sie Besucher auf Ihre Website lenken wollen, welches bringt die besten SEO-Ergebnisse? Diese Fragen versucht CMO mit einer übersichtlichen Tabelle zu beantworten, die es als PDF zum Download gibt. Gefunden beim Social Web Blog.

Gesichtsstadt: Facebook wächst und wächst und wir kennen sie schon zur Genüge, die Vergleiche zwischen dem Social Network und existierenden Ländern. Get Satisfaction hat das Netzwerk nun mal mit einer Stadt verglichen. Die größten Bezirke wären dann „Facebook for iPhone“ und „Mobile Midtown“ mit jeweils rund 200 Millionen Einwohnern, insgesamt käme die Stadt auf über 600 Millionen Bewohner, die um die 70 verschiedene Sprachen sprechen würden. Wer wo wohnen würde, sehen Sie auf der Grafik, die facebookbiz gefunden hat.

Nutzen: Immer mehr Unternehmen entdecken Facebook für sich und sind inzwischen auf dem Sozialen Netzwerk vertreten und somit auch für ihre Kunden erreichbar. Warum aber diese Seiten keine Selbstläufer sind und wie es letztendlich möglich ist, mit einer Bekanntheit auf Facebook auch Geld zu machen, versucht das Socialmedia-Blog zu erläutern.

Mobil: Rund 90 Prozent der 10- bis 18jährigen besitzen ein eigenes Handy, das besagt eine aktuelle Bitkom-Studie, über die TechBanger berichtet. Wer dabei aber denkt, die Jugendlichen würden ihr Mobiltelefon zum Großteil fürs mobile Internet nutzen, liegt falsch. 97 Prozent nutzen ihr Handy – ganz klassisch zum Telefonieren, lediglich 11 Prozent verwenden es fürs Surfen. Mehr Zahlen dazu gibt es hier.

Tchibo: Das Kaffee- und Einzelhandelsunternehmen ist jetzt auch auf Facebook gestartet. Erst seit wenigen Tagen gibt es ein Tchibo Corporate Blog (siehe PR-Blogger).

LBS: Neben Foursquare, Gowalla und Facebook Places gibt es durchaus noch mehr – gerade hier zu Lande – eher unbekannte Services, die sich mit „Locations“ beschäftigen. Welche 20 Apps Sie in dem Bereich vielleicht einmal probieren oder zumindest im Auge behalten sollte, versucht der Guardian zusammenzufassen.

Transparenz: Die japanische Regierung gerät weiter unter Druck. Auf Wikileaks gibt es Dokumente, die deutlich machen, wie es um die Erdbebensicherheit japanischer Atomkraftwerke wirklich steht. Schon 2008 war es den IAEA-Experten klar, dass Kernkraftwerke starken Erdbeben nicht gewachsen sind (siehe Süddeutsche.de).

Twitterer suchen digitale Nähe und gemeinsame Gefühle, das zeigt eine Studie der Universität Indiana (NYTimes).

Facebook Like: Wie viel ist ein Facebook „Gefällt mir“ eigentlich wert? Das fand Eventbrite in einer Studie heraus.

Bildquelle (Titelbild): flickr.com (Foto by DigitalGlobe, CC-Lizenz)