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Morgenwelt 70: Blogs bekannter machen und Facebook integrieren

Bringen Sie Ihre News zum Laufen. Dank einiger Tools gibt es diese Chance, auf die wir in der Morgenwelt eingehen. In den vergangenen Wochen bin ich sehr viel unterwegs gewesen, deshalb gab es in letzter Zeit ein paar weniger PR-Blogger-Artikel. Doch das werden wir in Kürze wieder ändern. Falls Sie noch aktuellere Informationen von uns erhalten möchten, können Sie gerne unsere Facebook Page Eck Kommunikation besuchen.

Blog Marketing: Wer guten Content produziert, ist deshalb noch lange nicht ein erfolgreicher Blogger. Viele Corporate Blogger tun sich schwer damit, ihre inhaltlichen Angebote bekannter zu machen. Oftmals fängt das Problem sogar schon mit der Themenfindung an. Deshalb erscheint mir ein Projekt der IBM-Wissenschaftler durchaus spannend zu sein. IBM hat ein Instrument namens "Blog Muse" entwickelt, mit dem automatisch Themenvorschläge entwickelt werden. Die Forscher des Center für Social Software in Cambridge fanden in einer Testphase mit 1.000 IBM Mitarbeitern, die Social Media im Unternehmen nutzen, heraus, dass das Tool Qualität und Quantität von Blogposts entscheidend steigert. Über vorgeschlagene Themen wurde sechsmal häufiger geschrieben als über selbst erschlossene, sie wurden doppelt so oft kommentiert und dreimal so hoch bewertet. Weitere Informationen dazu im PDF von IBM.

Facebook: Haben Sie schon Facebook zu Ihrer Seite hinzugefügt? Das ist seit neuestem noch leichter möglich. Es gibt Facebook Connect und Facebook Fanpages nicht mehr in der alten Form, stattdessen ist von Social Plugins und Open Graph die Rede. Zudem ändert Facebook die Art und Weise, in der die Leser sich einer Page anschließen können. Man wird nun nicht mehr "Fan" einer Seite, sondern klickt den "Gefällt mir" Button. Sehr gut zusammengefasst und kommentiert werden diese Entwicklungen auf Netzwertig und im Spiegel.

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? Das könnte man meinen, wenn man der kleinen Umfrage von Faktenkontor glauben möchte. Demnach interessiere Promi-Werbung die Deutschen nicht.
80 Prozent der Bundesbürger wollen laut Studie keine Prominenten in der Werbung. Ohnehin lassen sich 76 Prozent der Bundesbürger ohnehin nicht von Promi-Werbung beeinflussen. Mehr dazu beim Textberater.

Google Buzz: Inzwischen gibt es viele Möglichkeiten, Google Buzz noch feiner zu justieren. Außerdem kann sich auch hierzulande jeder Google Maps Nutzer anzeigen lassen, wer in einer Stadt Google Buzz nutzt. Dazu müssen Sie nur oben rechts im Maps-Menü "Mehr" anklicken und sich Google Buzz anzeigen lassen. Ich selbst teste weiterhin Google Buzz und freue mich über Ihren Kontakt.

Social Media Policy I: Das Österreichische Rote Kreuz erarbeitet seit etwa einer Woche ihre Social Media Policy öffentlich im Wiki. Ein spannendes Experiment. Allerdings bin ich skeptisch, ob dieses Crowdsourcing wirklich sinnvoll ist. Bisher ist die Beteiligung nicht sonderlich groß.

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Reputation: Wie werden Menschen einflussreich und angesehen? Die Karrierebibel hat einen Blick auf die Prinzipien geworfen, die zu Ruhm und Ehre führen. Demnach ist es wichtig, sich von der Masse abzuheben, sich als Experten auszuweisen und vehement zu bleiben, auch wenn man einmal falsch liegen sollte. Inwiefern diese Tipps für jeden Einzelnen umzusetzen sind sei dahingestellt, dennoch ist es interessant zu sehen, was hinter vermeintlichen Hochkarätern tatsächlich stecken könnte.

Greenpeace vs. Nestlé: Über den Kampf Greenpeace vs. Nestlé wurde an dieser Stelle schon einiges berichtet. Aber Greenpeace ist noch immer, fünf Wochen nachdem der Fall zum ersten Mal Schlagzeilen machte, mit weiteren Maßnahmen am Start. So baute die Non-Profit Organisation eine große Twitterwall in Form einer Leinwand vor der Nestlé Hauptzentrale auf. Alle Tweets, die mit dem Hashtag #Nestlé versehen waren, konnten darauf in Echtzeit verfolgt werden. Doch nicht nur diese Aktion erzeugte ein Medienecho. Spiegel Online hat sich am aktuellen Beispiel mit der Frage auseinandergesetzt, was passiert, wenn sich die mühsam erarbeitet Fanbase und Followerschaft plötzlich kollektiv gegen einen verschwört. In der demnächst erscheinenden nächsten Ausgabe der Fachzeitschrift Medium Magazin werde ich nochmals ausführlich auf das Fallbeispiel für Online Reputation Management näher eingehen.

Social Media Policy II: Es ist schon länger im Bewusstsein der Unternehmen, dass die Social Media Aktivitäten der Mitarbeiter eine potenzielle Gefahrenquelle darstellen. Nicht zuletzt das Beispiel des Twitter-Malheurs von Vodafone UK zeigen, dass ein kleiner Kommentar große Folgen haben kann. Dem kann durch explizite Richtlinien entgegen gewirkt werden. Auf Spiegel Online wird die Dringlichkeit dieser Praxis verdeutlicht und anhand internationaler Beispiele gezeigt, wie Social Media Guidelines bereits eingesetzt werden. Mehr als 100 Social Media Policy Beispiele finden Sie auch bei uns aufgelistet.

Rechtslage: Im Regelfall sind die Betreiber einer Webseite für die Links verantwortlich, die auf der Seite gesetzt werden. Das gilt auch für Twitter. Nun hat erstmals ein deutsches Gericht einen Nutzer der Plattform für den Inhalt der von ihm getwitterten Links verantwortlich gemacht. Das schreibt der turi2 Blog. Der Fall ist allerdings sehr speziell, denn in dem Forum, zu welchem der besagte Link weiterleitet, wurden wahrheitswidrige Tatsachenbehauptungen über den ehemaligen Geschäftspartner des Twitterers veröffentlicht. Der Otto-Normal Twitterer sollte sich daher nicht beunruhigen lassen, aber im Zweifel vielleicht lieber auf den ein oder anderen Link verzichten. Hingegen müssen Corporate Twitterer sehr genau darauf achten, wie sie sich in der Öffentlichkeit darstellen. Wer hierbei Wettbewerber angreift oder auf rechtsradikale Inhalte verlinkt oder auch nur retweetet muss mit rechtlichen Folgen rechnen, meint auch der Rechtsanwalt Henning Krieg vom Blog Kriegsrecht.

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Banken: Die Deutsche Bank listet ihre vielen Socialmedia Kanäle vorbildlich auf ihrer Website auf. Auf der ersten Ebene des Online-Angebots wird der Besucher immerhin mit dem Begriff "Social Media" auf die Kanäle aufmerksam gemacht, wenn auch eher auf sehr dezente Weise. Damit spricht sie an der richtigen Stelle ihre Kunden an und verweist auf all ihre Kommunikationsinstrumente. Weitere Meinungen dazu finden Sie im I-Marketing Blog.

Medien: Die dpa erleichtert in Zukunft mit dem Service-Anhang „dpa-Notizblock“ Journalisten und Bloggern die Recherche und trägt damit mehr zu Transparenz bei.

>> Morgenwelt 69: Viel Neues rund um Twitter
>> Morgenwelt 68: Die Vertrauensfrage 
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Klaus Eck