buble arrow8

Webcontrolling für Facebook Fanpages

Bisher ist es für Unternehmen nicht ganz einfach gewesen, die Facebook-Nutzung zu messen. Doch seit dem 21. Januar 2010 bietet Facebook laut All Facebook einigen Fanpage-Administratoren bereits die Möglichkeit, die Erfolge besser zu analysieren.

Cc7ed14d613611a9904103a625a06139 Durch das Post Insight Produkt sollen sie bald in der Lage sein, sowohl die Anzahl der Aufrufe jedes einzelnen Facebook-Eintrags zu sehen, als auch das Feedback, ermittelt aus Reaktionen wie “Gefällt mir” und Kommentaren im Verhältnis zu den Aufrufen erkennen können.

Dadurch kommt das Webcontrolling, das auf Corporate Websites spätestens seit Google Analytics längst Standard geworden ist, langsam auch auf Facebook an. Zwar sind die von All Facebook angegebenen Statistiken noch sehr einfach und lassen nur bedingt nachzuvollziehen, wie Nutzer mit Fanpages kommunizieren, aber es ist immerhin ein sehr wichtiger erster Schritt.

Obwohl die Anzahl der Nutzer (Fans) ein Zeichen für die Popularität einer Fanpage ist, sind Parameter wie Anzahl der Aufrufe eines Eintrags eigentlich noch wichtiger. Sie zeigen nicht nur die Beliebtheit eines Items (was schon seit dem “Gefällt mir” Link ansatzweise möglich ist), sondern setzen diese auch in ein Verhältnis. Wenn 200 Personen ausdrücken, dass ihnen ein Eintrag gefällt, helfen die neuen Statistiken nun, zu entscheiden ob das – je nach Aufrufen des Eintrags insgesamt – ein Erfolg oder Misserfolg ist.

Allerdings ist noch unklar, was als Aufruf eines Eintrags gezählt wird. Da sich viele Artikel auf der Wall befinden, ist es wichtig zu wissen, ob ein Artikel am unteren Ende der Wall auch dann als "gesehen" gilt, wenn der Fan nicht herunterscrollt, sondern nur die oberen Einträge betrachtet. Denn der Wert der neuen Analyse-Features liegt vor allem in der Möglichkeit, Statistiken für den einzelnen Artikel / Post / Link zu betrachten. Was in frühen Web-Analyse-Tools als "Hits" bezeichnet worden ist, ist hierbei nicht zu gebrauchen. Für Marken wirklich interessant sind eher Statistiken wie Unique Visitors und wie viele tatsächlich einen Eintrag betrachten. Denn dadurch kann man den Erfolg und die Reichweite einer jeden Aktion am besten beurteilen.

Während auf Twitter die einzige Möglichkeit des Trackings darin besteht, Klicks über die Tools Dritter (z.B. dem Kurz-URL-Anbieter Bit.ly) zu verfolgen, erlauben Twitter-Features wie Listen immerhin weitere Einblicke.

Mit den erweiterten Statistiken bei Fanpages will Facebook bekannten Marken die Möglichkeit einräumen, Erfolge und Misserfolge ihrer Kampagnen gezielter nachzuverfolgen. Leider scheint das nur für Marken mit mindestens 10.000 Fans vorgesehen zu sein. Kleine Unternehmen profitieren zunächst also nicht davon und müssen sich weiterhin mit einfachen Lösungen zufrieden geben.

Nach welchen Kriterien bewerten Sie den Erfolg Ihrer Facebook Fanpage? Welche Erfahrungen haben Sie bislang gemacht?

Klaus Eck – Unsere Facebook Fanpage finden Sie unter Eckkommunikation.