buble arrow0

Gerechtigkeit: den Ruf wahren

Wir alle haben einen Ruf zu verlieren: Ob im Leben. Als Freund. Als Kollege oder als Ehepartner. Als Verkäufer bei ebay oder im Chat. In unserer Gesellschaft gibt es ein großes Gerechtigkeitsempfinden, in der häufig Gleiches mit Gleichem vergolten wird. In vielen Varianten werden der Wissenschaft zuliebe Spiele entwickelt und gespielt, mit dem Ziel das kooperative Verhalten zu erforschen.


Altruismus vs. Egoismus

So zahlen in einer klassischen Variante alle Spieler in geheimer Mission einen selbst gewählten Beitrag ihres Budgets. Dann verdoppelt der Spielleiter diesen Betrag, der dann in gleichen Teilen an alle Teilnehmer ausgezahlt wird. Gibt jeder alles, bekommen am Ende alle das Doppelte. Spendet dagegen nur ein einzelner Mitspieler etwas und die anderen nichts, verliert er sein Geld. Die knappe Mehrheit verhält sich in diesen Spielen kooperativ. Beim zweiten Durchgang kann das Spiel manipuliert werden, indem der Spielleiter einen Kassensturz verkündet. Die meisten Versuchspersonen zahlen beim nächsten Mal ebenfalls weniger ein, in dem Glauben, dass andere es ähnlich machen. Das legt die Vermutung nahe, dass eine Mehrheit von kooperativ eingestellten Menschen durch wenige egoistisch agierende Personen empfindlich gestört werden kann. Und nicht nur staatlich geschützte Strafen befriedigen das Streben nach einer gerechten Gesellschaft, sondern auch der öffentliche Ruf.

>> Weiterlesen im myONID-Blog: das Fazit

Klaus Eck