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Digitale Identität I: Ein neues Selbstverständnis

    „Eine Persönlichkeit ist der Ausgangspunkt und Fluchtpunkt alles dessen, was gesagt wird, und dessen, wie es gesagt wird.“ (Robert Musil)

Die Jugend liest nicht länger Magazine oder gar Zeitungen. Sie surft ihre Social Networks ab und informiert und unterhält sich gegenseitig mit digitalen Fundstücken oder eigenen Ideen. Es wird nicht mehr stundenlang telefoniert, sondern stattdessen der Rechner stundenlang blockiert.

Wer hat heutzutage noch ein wirkliches Interesse an einem Telefonbuch oder nutzt die klassischen Stadtpläne, wenn in den Stadtportalen und in Google sofort fündig wird? Was im Kino oder TV geschaut wird, entscheidet sich immer öfter via digitaler Mundpropaganda statt mit Hilfe einer Programmzeitschrift.

Ob wir wollen oder nicht, wir bewegen uns mittlerweile genauso selbstverständlich in der virtuellen Welt wie im richtigen Leben. Besonders für die Jüngeren gehört das Web selbstverständlich dazu, aber auch immer mehr Silver Surfen entdecken das Web als sozialen Raum für sich. Das Internet ist als Informations- und Entertainmentmedium ein fester Bestandteil in unserem Alltag, mit dem wir immer größere Teile unseres Arbeitslebens und der Freizeit verbringen.

Mit dem Aufkommen von neuen Web 2.0-Angeboten im Netz veränderte sich die Kommunikationsstruktur. Der User vollzog einen Wechsel vom Empfänger zum Sender. Die früher vorherrschende Anonymität und Isolation des Einzelnen wurde durch die eigene Präsenz im Netz weitestgehend aufgehoben. Man kennt sich, man vernetzt sich. Die Scheu mit dem realen Namen im Netz zu erscheinen, nimmt immer weiter ab und schafft dadurch neue Probleme. Unsere Jugend macht’s vor und ist mit 45 Prozent auf Plattformen wie MySpace, StudiVZ, Facebook oder Xing präsent.

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Klaus Eck