Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Karriere 2.0 denkbar

1 Minuten Lesedauer

Jobs für Blogger: Wer das Blogbuch "Naked conversations" verschlungen hat und die Microsoft Produkte mag, kann (oder konnte) sich bei Microsoft Deutschland als "Enthusiast Evangelist" bewerben. Der Software Konzern sucht einen Content-Lieferanten für Channel 10, der sich mit Blogs, Videos, Podcasts und Screencasts auskennt. Vielleicht war das die weltweite Stellenausschreibung für Jon Udells neuen Verantwortungsbereich. Jedenfalls passt die Jobbeschreibung. Sie soll an dieser Stelle illustrieren, das die Bedeutung der Blogs im Berufsleben langsam zunimmt.

Spätestens seit dem Wirtschaftwoche Titel "Karrierekiller  Google" vor einigen Wochen dürfte einigen Jobsuchenden, die die Wirtschaftspresse verfolgen, klar geworden sein, welche (negative) Bedeutung das Internet für ihre Karriere haben kann.  Doch wie sieht es hingegen mit den Job-Chancen für Blogleser und Blogger aus?

Im großen Jobportal von Monster werde ich mit den Begriffen "Blogs", Blog und Weblogs fündig: Es gibt immerhin sieben Ergebnisse, darunter einige Praktika. Gesucht werden hierbei eBusiness-Anwendungsentwickler, Internetshop-Manager und Web 2.0-Navigatoren, die entweder Blogs technisch erstellen oder konzipieren können. Auf dem Punkt bringt es der Carl Hanser Verlag in seiner Stellenausschreibung: "Die „Web 2.0 Buzzwords“ können Sie pragmatisch runterbrechen und innerhalb unserer Zielgruppe anwenden."

Selbst der Klingeltonanbieter Jamba, der in der Vergangenheit die Macht der Blogger kennenlernen musste, sucht derzeit einen Softwareentwickler, für den Community Features (Semantic Web, Tagging, Rating, Weblogs) keine Fremdworte darstellen.

Am meisten erstaunt hat mich jedoch, wie viele Stellen es für Jobsuchende gibt, die sich mit dem Web 2.0 auskennen. Ganze 55 Stellen zeigt Monster an, davon die meisten im IT-Bereich, was nicht weiter verwunderlich ist. Bei Jobscout24 gibt es bei 15 Treffern vor allem IT-Positionen zu vergeben. Doch auch in Marketing und Kommunikation finden sich einige Web 2.0-Angebot für Jobsuchende, die Interesse an den neuen Internet-Trends haben oder sogar Web 2.0-Konzepte erstellen wollen. Interessanterweise sucht auch das negativ in die Schlagzeilen geratende studentische Social Network StudiVZ gerade eine Verstärkung im Bereich Kommunikation.

Bei Stepstone – einer weiteren Jobbörse – konnte ich immerhin eine erste Ausschreibung eines Softwareunternehmens finden, in der unter PR-Aufgaben "die         Redaktionelle Betreuung des Spoon-Blogs" stand. Und die Agentur Pilot sucht einen Online Contentmanager, der sich um die " Entwicklung von innovativen nationalen und internationalen Konzeptenund Ideen für Online Werbekampagnen, Websites, Microsites, Podcasts, Blogs, Social Networks sowie E-Mail-Newsletter" kümmert (via Jobs.de)

Noch bieten die Jobbörsen den "Bloggern" (noch) nicht allzu viele Chancen auf eine Karriere 2.0. Doch das wollte ich auch gar nicht beweisen. Ich finde es sogar schon erstaunlich, wie häufig die Buzzwords fallen. Spannend dürfte es sein, in einigen Jahren diesen kleinen Test zu wiederholen.

Wie sieht es Ihrer Ansicht nach mit den Chancen in Marketing und PR aus, wenn ein Bewerber kein Interesse an Blogs, Podcasts oder am Web 2.0 insgesamt zeigt? Glauben Sie, dass man in Zukunft auf dieses Know-how (weiterhin) verzichten kann?

Klaus Eck

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Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

6 Replies to “Karriere 2.0 denkbar”

  1. Es wird noch eine Zeit dauern, ehe Coporate Blogging, Podcasts & Co in den deutschen Arbeitsmarkt regulär einziehen, doch verschließen kann sich niemand mehr davor. Wer heute die neuen Medien gänzlich außer Acht lässt, verliert schon morgen an Terrain. Auch für Die Arbeitssuchenden brechen somit neue Zeiten und neue Wissengebiete an.
    In ein paar Jahren werden Buisness-Blogger an der Tagesordnung sein.

  2. mmh, obwohl ich ja erstma kein fan bin

    von dem sein blog da. is mir zuviel marketing gesums, muss ich doch sagen, heute, da war er gut: PR Blogger: Karriere 2.0 denkbar?
    ja wäre das denkbar? damit geld verdienen? bloggen, pod/videocasten, wiki, social networks, mash-ups – technisch, ge…

  3. Ich stimme voll und ganz zu. Ich denke, dass viele Unternehmen und Agenturen zur Zeit neue Kompetenzen suchen und aufbauen.
    Auch ich habe in letzter Zeit vermehrt Stellenausschreibungen gelesen, in denen Web 2.0-Erfahrungen im Jobprofil stehen.
    Die typischen Schlagwörter wie Blog, Podcasts, Dialogmarketing usw. findet man zwar noch nicht so häufig; gerne wird es dann umschrieben wie „Kenntnisse in Internet-Kommunikation“, „Unterstützung bei Neuausrichtung unserer Internet-Präsenz“ oder „Monitoring einschlägiger Internet-Portale“.
    Doch auch das wird sich ändern.

  4. wir haben halt hier die üblichen Verzögerungszeiten gegenüber den USA. Also immer noch 2-3 Jahre. Wenn man sieht, wie gut Blogs wie Technocrunch und ähnliches läuft, kann man damit ganz gut den Lebensunterhalt verdienen.
    Bei uns dauert es einfach noch ein bisschen, aber auch hier ist der Trend zu beobachten, dass man mit Blogging doch einiges bewegen kann. Allerdings muss man es wohl mit einem gewissen Enthusiasmus betreiben, damit positive Effekte daraus entstehen können.

  5. Ich schätze, dass es mindestens in den nächsten zwei Jahren noch genügend Jobs für Agenturmenschen gibt, die mit Web 2.0 noch nichts am Hut haben. Schließlich gibt es ja auch immer noch viele Agenturen (selbst im IT-Bereich), die nicht mal die Pressemeldungen ihrer Kunden zum Download ins Netz stellen können. Diese sind von Blogs und mehr noch meilenweit entfernt… Sie arbeiten dennoch nahe am Kunden, denn die Themen sind ja auch noch nicht überall bei den Entscheidern angekommen. Das muss man sich immer wieder mal bewusst machen. Aber natürlich, will man noch weiter in die Zukunft blicken, wird man wohl nicht mehr um Internetkompetenz herumkommen, wenn man Karriere machen möchte.

  6. Neue Jobs durch Web 2.0!?

    Die Weiterentwicklungen und Veränderungen, die das Internet gerade in der letzten Zeit erlebt hat, beeinflussen verschiedene unserer Lebensbereiche immer stärker. Das ist wohl jedem klar, der sich nur ansatzweise mit der Thematik Web 2.0 befasst …

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