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Die Kommunikation in der Krise ist wichtig – und nun?

Sie scheint endlich den Laufstall verlassen zu haben – die Kommunikation in der Unternehmenskrise. Den Eindruck kann man gewinnen, wenn man die mittlerweile umfangreiche Zahl von Büchern, Seminaren und Fachbeiträgen zu dieser Thematik betrachtet. Doch dabei fällt auf, dass es wohl zunächst „nur“ um die Sensibilisierung gegangen ist. Alle Beteiligten am Kommunikationsprozess in einer Krisenkommunikation oder in der Vorbereitung darauf sollten damit mittlerweile auf eine gemeinsame Basis gebracht worden sein: Krisenkommunikation ist wichtig, man kann sich vorbereiten, man muss überlegt reagieren, man muss ehrlich sein etc. Die „zehn Punkte, worauf Sie achten müssen“ und andere Ratgeber helfen, der Krisen-PR ein wenig das Geheimnisvolle zu nehmen. Sie öffnen darüber hinaus die Disziplin auch für diejenigen in Unternehmen und Verbänden, die letztendlich nolens volens im Fall der Fälle mitkommunizieren müssen.

Die nötige Basis ist erreicht, von nun an sollte die Diskussion allerdings an Tiefe gewinnen. Es reicht nicht mehr zu sagen, was die Deutsche Bank in ihrer gewollten und ungewollten Darstellung nach außen alles falsch gemacht und zu welchen Auswirkungen dies geführt hat. Denn was Krisen-PR vor allen anderen Disziplinen der Kommunikation auch auszeichnet, ist die Individualität des Einzelfalls. Patentrezepte gibt es für die grundsätzliche Herangehensweise, nicht für deren konkrete Umsetzung. Hier können „bewährte“ Vorgehensweisen nicht nur zu keinem Ergebnis führen – wie dies bei vielen anderen Disziplinen der Fall ist – sondern das Gegenteil von dem erreichen, was man wollte. Es ist eben nicht pauschal zu beantworten, wie proaktiv die Kommunikation in der Krise sein sollte.

Lassen Sie uns im pr-blogger darüber diskutieren, wohin sich die Krisen-PR entwickelt und welche Punkte in einer differenzierteren Betrachtung auf die Agenda gehören.