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Im Stoerfeuer der Spammer

Spam durchsetzt unsere Mailboxen seit Jahren. Doch allzu schnell verdraengen wir, wie sich das Verhaeltnis von Information und Spam mit der Zeit verschlechtert hat. Auch die eigene Wahrnehmung hat sich bei mir veraendert. Bis auf die eindeutigen Porno- und Viagra-Angebote ist nicht immer klar, was eigentlich alles unter dem Begriff Spam fällt. Jede nicht erwünschte Information halte ich letztlich für Spam.

Jetzt hat der Microsoft-Mitarbeiter Raymond Chen in seinem Weblog visualisiert, wie sich sein persönliches Spam- und Virenaufkommen von Mitte 1997 bis heute entwickelt hat. Die Spams erdrücken zunehmend andere Informationen.

Das belegt auch die vor einigen Monaten herausgegebene 18. W3B-Erhebung des Hamburger Martkforschungsinstituts Fittkau & Maaß. Laut der Studie fühlen sich über 40 Prozent der Onliner durch Spams in hohem Maße gestört. 78,4 Prozent der Surfer erhalten jede Woche fünf oder mehr unerwünschte E-Mails. Das kann fatale Folgen für das E-Mail-Marketing haben:

„Erste Auswirkungen werden bereits meßbar: Bei der Nutzung von E-Mail-Newslettern zeichnet sich seit einem Jahr erstmals ein Abwärtstrend ab. Der Erfolg von »Permission Based Marketing« wird somit bedroht. Eine weitere negative Auswirkung der Spam-Flut: Nutzer, die Angst vor Spam haben, schrecken davor zurück, ihre Kontaktdaten im Internet preiszugeben. Und dies kann nicht nur für Newsletter-Erfolg fatale Folgen haben, sondern auch für jede Art von Online-Shopping – denn bei jeder Online-Transaktion ist die Eingabe personenbezogener Daten zwingend erforderlich.“ (Fittkau & Maaß)

Falls die Spam-Quote wie bisher weiter wächst, könnte sie in den USA sogar innerhalb eines Jahres auf über 90 Prozent ansteigen. Deshalb fragte Frank Patalong vor einiger Zeit im Spiegel, ob nicht inzwischen „ein guter Zeitpunkt gekommen sei, wieder in Fax-Technik zu investieren?“ Alternativ bietet sich glücklicherweise eine etwas innovativere Vorgehensweise via RSS an.

>> via cyDome: Bernd Reder: Spam visualisiert: Wie sich die Seuche seit 1997 verbreitet hat