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News-Frankfurt: Blogger als Zitatenschatz

Die Zeitung „News“ hat eine Lehre aus der Zitaten-Kontroverse gezogen. Sie will künftig laut Frankfurter Rundschau“Erst fragen, dann klauen„. Damit reagiert die Tabloid-Zeitung auf die teils herbe Kritik der Blogger, die das Zitieren als Content-Klau empfinden. Künftig sollen die Blogger via E-Mail um ihr Einverständnis vor einem Abdruck gebeten werden. Allerdings wird ihnen nur ein gewisser Zeitraum zum Erheben eines Einspruchs gewährt. Zurzeit ist das Newsblog online nicht erreichbar.

Ob ein Verstoß gegen das Zitatrecht in diesem Falle vorliegt, ist meiner Ansicht nach ohnehin fraglich. Angesichts der Reaktionen der Blogger sollte ein Medienanbieter dennoch auf die Kritik reagieren und sein Entgegenkommen signalisieren. Schließlich gibt es diese Empfindlichkeiten bei der (unbezahlten) Mehrfachverwertung der Inhalte. Dem sollten Contentanbieter zumindest Rechnung tragen, indem sie die zitierten Blogger darüber informieren. Das ist allerdings nur eine Stilfrage. Einen Rechtsanspruch darauf sehe ich nicht und halte es mit Mario Scheuermann, der auf die unklare Rechtslage verweist.

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