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Blogger kontrollieren die Medien

Medienkontrolle via Blogging koennte ein neuer Trend werden. Das musste CBS jetzt gerade erst erfahren. – Nicht nur Weblogs haben manchmal ein Glaubwürdigkeitsproblem. – In der vergangenen Woche führte ein CBS-News-Beitrag zu George W. Bush’s militärischer Vergangenheit zu einer Kontroverse über deren Wahrheitsgehalt. Mit Hilfe einiger Online-Recherchen zwangen Blogger den Sender CBS sehr schnell zu einer Stellungsnahme.

„It took less than one full day for the blogosphere to vet the purported memos from Lt. Colonel Killian, George W. Bush’s superior in the Texas Air National Guard, far more thoroughly than CBS News was able to accomplish in weeks. Power Line posted its first analysis of the typographical anomalies at 7:51 AM, September 9th, and updated it throughout the day, based on emails from readers who contributed their own experience and expertise on subjects as varied as the arcana of electric typewriter spacing and typefaces, and military practice in writing dates.

The internet “combines freely” the “ideas of many people” and incorporates the self-correcting mechanism of unlimited public disputation.“
(The American Thinker)

Allein durch die geballte Macht der Blogosphere könnten sich viele Medien in Zukunft gezwungen sehen, auf bestimmte Meldungen zu verzichten, wenn keine Zeit für die Recherche vorhanden ist. Dabei geht es nicht immer um die Kraft der Argumente. Manchmal genügt es schon, mit Polemik die Wahrheit in Frage zu stellen. Dafür stellt der amerikanische Wahlkampf ohnehin ein gutes Beispiel dar. Oftmals genügen bereits Unterstellungen, um den jeweiligen Präsidentschaftskandidaten in seiner Glaubwürdigkeit zu unterminieren. Auf den Wahrheitsgehalt kommt es anscheinend dabei längst nicht mehr an.

>> The American Thinker: The blogosphere never sleeps
>> CBS News: Bush Documents Debate Rages On
>> GrandForksHerald.com: New century finds a new journalism