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Instagram setzt auf Direktnachrichten

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150 Millionen nutzen die Fotoplattform Instagram weltweit aktiv. Ab sofort können die Instagrammer ihre Bilder, Videos und Texte per Direktnachricht miteinander teilen. Damit ist die visuelle Kommunikation noch etwas vielfältiger geworden.

Der Instagram-Gründer Kevin Systrom präsentierte Instagram Direct gestern auf einer Presseveranstaltung. Damit reagierte Instagram auf den Erfolg von Snapchat und Whatsapp. Im Fotosharing-Netzwerk Snapchat werden mehr private Bilder geteilt als auf Facebook.  Auf Whatsapp werden täglich 400 Millionen Bilder verschickt. Das weckt bei der Facebook-Tochter Begehrlichkeiten.

Durch die individuelle Ansprache der eigenen Freunde und Kunden ergeben sich neue Möglichkeiten, Instagram einzusetzen. Bevor Sie jemanden eine private Message zuschicken können, benötigen Sie allerdings eine Erlaubnis vom Empfänger. Falls man jemanden ein Bild schicken will, der noch kein Instagram-Follower ist, landet der eigene Beitrag zunächst bei diesem in einer Anfrageliste. Erst nach einer Bestätigung des Senders erhält dieser künftig alle Beiträge direkt. Empfänger können diese Anfragen jedoch einfach ignorieren und löschen. Auf diese Weise gibt es einen gewissen Spam-Schutz. Außerdem dürfen nicht mehr als 15 Nachrichten gleichzeitig privat geteilt werden. Auf diese Weise wirkt Instagram Direct wie ein Messenger, mit dem Einzel- oder Gruppenchats möglich sind.

Persönliche Kommunikation via Instagram Direct

Ob sich Instagram gegenüber anderen Plattformen auch auf dieser Ebene des Austauschs behaupten kann, ist noch nicht abzusehen. Aber es ist zumindest eine spannende Option, die eigenen Inhalte mit einem Kommunikationsinstrument zu sharen. Bisher konnte ich meine Bilder wunderbar über Whatsapp, Facebook, Google+ und neuerdings auch über Twitter privat teilen. Es gibt somit eigentlich genügend Alternativen zu Instagram Direct. Deshalb brachte die gestrige Pressekonferenz nichts sensationell Neues.

Instagram Direct im Business-Einsatz

Unternehmen mit einer Instagram-Präsenz können ab sofort direktes Feedback einholen und darauf persönlicher, individueller reagieren. In Zukunft ist es damit sogar denkbar, direkt einzelne Kunden anzusprechen oder Fragen zu beantworten, die nicht öffentlich geklärt werden sollen. Zumindest sollten Unternehmens- wie Personen-Marken damit rechnen, dass Sie auch über Instagram Direct angefragt werden. Letztlich ist damit ein weiterer Zugang zu einer Marke entstanden, wenn diese bereits auf Instagram aktiv ist. Aber ob sich Instagram Direct wirklich für den Kundendialog eignet, wird erst die Zukunft und das Nutzerverhalten zeigen.

Ich bin ein großer Fan von Instagram und stelle regelmäßig neue Bilder unter Klauseck ein, die für mich als eine Art visuelles digitales Tagebuch dienen und gleichzeitig zeigen, wo ich unterwegs bin und was ich so mache. Künftig lässt sich Instagram nicht  nur als Selbstdarstellungsplattform, in der Selfies erst richtig zur Geltung kommen, sondern auch für die Kommunikation einsetzen. Der Trend geht anscheinend zum Privatbild.

Was halten Sie von der neuen Funktion? Sie können mir gerne auch ein Foto als Message dazu via Instagram Direct schicken.

>> Mashable: Instagram Direct Messaging: What’s In It for Brands
>> The Wallstreet Journal: Instagram führt Messaging-Funktion ein
>> Caschys Blog: Instagram Direct: Instagram führt privates Sharing von Fotos und Videos ein

Bildquelle: Shutterstock