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Morgenwelt 130: Google Plus für alle

Google+ und Facebook eröffnen die nächste Runde in ihrem Wettbewerb um Fans, Mitglieder und Leser. Beide Social Media Angebote bieten neue wichtige Features. Über die Einführung neuer Marktforschungstools wie den TRI*M Digital Reputation Manager von TNS oder dem Rankings und Analysen in Echtzeit liefernden Social Business Index, Facebook-Abonnements und aufschlussreiche Infografiken lesen Sie in der heutigen Morgenwelt.

Google+: Ab sofort kann jeder Onliner sich selbst bei Google+ anmelden und benötigt keine Einladung mehr dazu. Nach nur drei Monaten im Feldversuch ist der Google+ nun zumindest beta: Bereits 26 Millionen Mitglieder teilen Inhalte in diesem Netzwerk. Seit gestern können in den sogenannten Hangouts Videotelefonate nicht mehr nur von einem stationären Rechner aus geführt werden, sondern jederzeit und überall über Smartphones. Allerdings benötigt man dafür entsprechende Kamerafunktionen. Ein weiteres Feature ist Hangouts On Air, mit dem Videos öffentlich ins Netz übertragen werden können. Außerdem arbeitet Google noch an weiteren (zum Teil bereits testbaren) Innovationen, die Videochats interessanter und unterhaltsamer machen sollen, wie Screen Sharing, Whiteboards und Doc Sharing. Auf diese Weise wird Google+ immer mehr zu einem Businesswerkzeug, dass die Collaboration erleichtert. Zu guter Letzt bietet Google+ auch eine Themen- und Personensuche an, die Google+ für die Recherche nutzbarer macht.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Google+-Projekts. Mich finden Sie mit den neuesten Updates auch auf Google+.

Einen ersten Überblick über die Population von Google+ liefert die folgende Infografik “Bevölkerungsstatistik – Wer nutzt Google+?” (von identyme.com via karrierebibel.de)

Facebook I: als persönliche Zeitung

An die Stelle der früheren Browser-Wars (Microsoft vs. Netscape etc.) scheint die Auseinandersetzung von Facebook vs. Google getreten zu sein. Von den daraus resultierenden Innovationen profitieren wir Onliner: Nach den G+ Updates von gestern folgen die Facebook Neuerungen: Jeder kann künftig seine persönliche Zeitung auf Facebook zusammenstellen bzw. die News seiner Kontakte entsprechend nutzen.  Dazu muss man sich nur jeweils überlegen, welche Informationen man selbst am liebsten beziehen möchte und entsprechende Filter setzen, die Facebook anbietet. Top Story zeigt dem Facebook Mitglied im Idealfalle die wichtigsten Inhalte seiner “Freunde”. Zudem gibt es einen Real-Time News Feed, in dem wir sehen können, wie unser Netzwerk agiert.


Neues Marktforschungstool: Das weltweit größte Unternehmen im Bereich Custom Research, TNS, hat den TRI*M Digital Reputation Manager eingeführt. Mit seiner Hilfe sollen Reputationstreiber im Internet leichter erkannt und folglich die Kommunikationsstrategie zur Stärkung der Unternehmensmarke gezielter ausgerichtet werden können. Somit soll die Unternehmensreputation proaktiv on-, aber auch offline beeinflusst werden.

Social Business Index (SBI): Der ab sofort zur Verfügung stehende neue Informationsdienst liefert in Echtzeit laufende Rankings, Analysen und Vergleichstests der Umsetzung und Leistungen von Social Businesses. Damit bietet er wesentlich relevantere Informationen als die klassischen Top 100-Listen und gewährleistet so eine neuartige Grundlage zur Ermittlung der Wettbewerbsfähigkeit (via zdnet.com).

Facebook II: Seit letzter Woche hat Facebook seinen Service um Abonnements erweitert. Der „Subscribe-Button“ macht es möglich, Updates von Personen im eigenen Newsfeed zu erhalten, mit denen man eigentlich nicht auf Facebook verbandelt ist – wie Journalisten, Blogger oder Künstler. Außerdem kann er als Filter fungieren: in der unüberschaubaren Fülle des Newsfeeds kann man mit seiner Hilfe bestimmen, wie viele und welche Art von Postings der Freunde man tatsächlich erhalten möchte. Genauere Hinweise auf dem Corporate Blog von Facebook. Ich freue mich, wenn Sie die (nicht privaten) News meines Facebook Profils (Klaus Eck) abonnieren.

Digitale Identität: Caroline Mohr und Michael Praetorius haben den Egotausch gewagt: Zehn Tage lang haben sie ihre Facebook-Accounts, also ihre digitale Identitäten, gewechselt: Die zentrale Frage: Was passiert, wenn sich mein digitales Ich in einem sozialen Netzwerk vollkommen verändert? Wie Praetorius plötzlich zum Take That-Fan und Oktoberfest-Hasser wird und Mohr Social Games-Trophäen einheimst und Facebook-Umfragen zu Ilse Aigner postet, kann im unterhaltsamen Blog zum Egotausch nachgelesen werden.

Infografik I: Wie stark bei Social Media-Nutzung differenziert werden sollte, zeigen anschaulich die “Einflussfaktoren auf die Online-Reputation einer Marke” (via new-communication.de).

Infografik II: Das “Social Media Prisma” wurde zum wiederholten Male aktualisiert und erweitert. Version 3.0 gibt weiterhin präzise Informationen über alle relevanten Konversationskanäle und bildet die noch immer anhaltende Dynamik im Social Media Segment ab (via ethority.de).

Bildquellen: Shutterstock, zdnet.com, new-communication.de, ethority.de