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Morgenwelt 115: Eine Hochzeit und ein Todesfall

Die vergangene Woche hatte es in sich. Ein Großereignis und ein Militäreinsatz gingen um die Welt. Auf der einen Seite gaben sich William und Kate das Ja-Wort, auf der anderen Seite wurde der Topterrorist Osama bin Laden durch einen gezielten Kopfschuss getötet. Beide Themen wurden ordentlich begleitet in Social Media, der geheime US-Einsatz in Pakistan sogar zufällig durch einen Twitter-User live getwittert. Wie der Terrorist und das frisch vermählte Brautpaar die Web-Szene bestimmten, wie sozial künftig Getränkeautomaten werden sollen und wie hoch der ROI Ihrer Mutter ist, lesen Sie in der heutigen Morgenwelt.

Wedding: Das Empire feierte eine neue Traumhochzeit und die Welt schaute zu. Nicht nur an den TV-Geräten waren Milliarden Menschen, auch über Twitter, Facebook und Co wurde das Event begleitet, kommentiert und diskutiert. Einen super Service leistete dabei das Königshaus selbst, dass sowieso in Sachen Social Media sehr weit vorne ist. So wurde die Hochzeit fast selbstverständlich mit einer eigenen WebsiteYouTubeFlickrTwitter und natürlich auch Facebook begleitet – und das mit teilweise exklusiven Infos, Fotos und Videos. Ein Beispiel: Sobald die Braut das Auto vor der Kirche verließ und im Fernsehen noch darüber spekuliert wurde, von wem denn nun das Brautkleid genäht wurde, welchen Anteil die künftige Prinzessin dafür geliefert hatte und und und, gab es auf Facebook schon den passenden Link, hinter dem detailliert erklärt wurde, wie das Kleid zustande kam. Wer ein Best-Practise sucht, wie ein Event mit Social Media begleitet werden kann, der wird beim britischen Königshaus fündig. Und wie sich die Hochzeit in die Welt verbreitete, zeigt die folgende Infografik vonWebtrends (gefunden bei Mashable). Noch mehr Zahlen finden Sie bei allfacebook.de.

Quelle: pepsico.com

Quelle: pepsico.com

Getränke: Der US-Getränkehersteller Pepsi will die Social Media-Welt mit der „realen“ Welt stärker verbinden und hat dafür neue Getränkeautomaten entwickelt. An den neuen Automaten können beispielsweise Getränke nicht nur gekauft, sondern auch direkt als „Geschenk“ an Freunde weitergeleitet werden. Per Handy wird der Beschenkte dann informiert und kann sich seine Pepsi am nächsten Automaten abholen. Zusätzlich kann direkt vor Ort ein Video aufgenommen werden und es mitgeschickt werden. Das diese Aktionen natürlich sofort vor Ort per Facebook und Co mit der Welt geteilt werden können, versteht sich fast von selbst. Mehr dazu bei t3n und natürlich auch bei Pepsi selbst.

Sprecher: Steffen Seibert, aktueller Regierungssprecher, twittert schon seit einiger Zeit. Macht er das nun gut? Ist es praktisch, dass er nicht direkt unter seinem eigenen Namen twittert, sondern als „@RegSprecher“ – oder ist es eher hinderlich? Darüber machen sich der Haltungsturner, als auch Bernhard Jodeleit ihre Gedanken und treffen im Zusammenspiel genau den Punkt.

Tod: In wie weit die gezielte Tötung eines Menschen völkerrechtlich und auch ethisch vertretbar ist, darüber sollen andere, möglicherweise auch Gerichte entscheiden. Was uns an der Meldung vom Tod Osama bin Ladens allerdings beeindruckt hat: Wie schnell sich diese Nachricht – vor allem auch durch Hilfe von Twitter – verbreitet hat. Es zeigt wieder einmal, dass der Microblogging-Dienst – gerade bei Eilmeldungen – funktioniert. Bis zu 12,4 Millionen Tweets in der Stunde beschäftigten sich mit dem Topterroristen, als klar wurde, dass bin Laden bei einem US-Einsatz in Pakistan getötet wurde. Welche beeindruckenden Zahlen noch hinter der Meldung stecken, hat Mashable zusammengefasst.

Mama: Am Sonntag ist Muttertag. Zeit für Flowtown einmal den ROI der eigenen Mutter auszurechnen. Was ist der wahre Wert Ihrer Mutter? Finden Sie es selbst heraus.

Fragen: Manch einem gehen sie schon auf den Keks, andere können scheinbar gar nicht davon genug bekommen. Die Rede ist von der neuen Frage-Funktion bei Facebook. Während die einen erklären, wie die Fragen denn wirksam ausgeblendet werden, macht sich Thomas Hutter lieber Gedanken darüber,wie dieses Tool vernünftig für eine Facebookseite eingesetzt werden könnte. Er erklärt damit nicht nur sehr schön die Einsatz- und Interaktionsmöglichkeiten des neuen Tools, er liefert auch gleich „denkbare Fragekategorien“. Hutter kommt zu dem Schluss, dass „Questions“ gerade in den Bereichen Marktforschung, aber auch „bei Fragen zu Produkten und Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Kundendienst“ ein sehr kostengünstiges Umfrage-Tool sein kann.

Bildquelle (Titelbild): The British Monarchy, Photo by Hugo Burnand