buble arrow0

Morgenwelt 103: Social Media Armee

Gibt es in Ihrem Unternehmen inzwischen Social Media Guidelines oder vielleicht sogar ein Handbuch zu dem Thema? Nein? Dann sollte sich ihr Chef einmal ein Vorbild an der US Army nehmen. Das amerikanische Militär hat erkannt, wie wichtig das Thema ist und auch, dass die Soldaten in Sachen Social Media sensibilisiert werden müssen. Mehr dazu und wie Sie künftig bei Facebook verkauft werden, lesen Sie in der heutigen Morgenwelt.

Handbuch: Die US-Army hat die Neuauflage ihres Social Media-Handbuchs veröffentlicht. In dem Buch wird Soldaten und deren Angehörigen erklärt, wie sie das Social Web sicher für nutzen, wie sie zum Beispiel Privatsphäre-Einstellungen ändern oder auch die GPS-Funktion ihres Smartphones deaktivieren. Damit zeigt die amerikanische Armee, dass selbst sie inzwischen weiter ist, als manches Unternehmen (via Mashable).

Sponsored: Facebook verkauft seine Nutzer, besser gesagt, die Nutzer-Posts. Es kann in nächster Zeit durchaus passieren, dass Sie, wenn Sie zum Beispiel eine Levi’s Jeans kaufen, unfreiwillig zum Markenbotschafter werden. Das Soziale Netzwerk verkauft nämlich einfach ihre Statusnachricht, in der Sie mitteilen, dass Sie eine neue Levi’s gekauft haben. Bisher dabei sind neben dem Jeans-Hersteller auch Starbucks, Coca Cola und Unicef. Mehr dazu bei Kress und Facebookmarketing.

Vertrauen:  Das Edelman Trust Barometer 2011 ist erschienen. Eines der wichtigsten Ergebnisse ist in der Zunahme der Bedeutung von Transparenz und Vertrauen zu sehen. Unternehmen können ihre Reputation am besten verteidigen, wenn ihre Kunden ihnen vertrauen.  Das Vertrauen erhalten Firmen, die gute Produkte, transparente Geschäftspraktiken und einen guten Umgang mit den eigenen Mitarbeitern vorweisen können.  Entscheidend ist letztlich, wie ein Unternehmen sich im Arbeitsalltag verhält und was es kommuniziert.  Social Media ermöglicht es, die Kundenkommunikation zu verbessern und schafft eine große Nähe zu den Stakeholdern, die vertrauensbildend genutzt werden kann. Lesenswert dazu: Fuellhaas.

Online: Fast 100 Prozent der jungen Erwachsenen (18-24 Jahre) sind inzwischen online, zu diesem Ergebnis kommt die Forschungsgruppe Wahlen. Doch nicht nur in dieser Altersgruppe ist die Verbreitung hoch, betrachtet man die Gesamtbevölkerung, sind bereits über 70 Prozent online. Doch während die Jungen im Netz sehr aktiv sind, hält sich die Generation 60+ noch etwas zurück. Ein anderes interessantes Ergebnis: Die meisten Internetnutzer wählen grün.

Alarm: Wer eine „Fanseite“ auf Facebook hat, ist darauf angewiesen, öfter mal vorbeizuschauen, um nicht eine Frage oder möglicherweise auch Kritik der Fans zu verpassen. Wer nicht alle Stunde seiner Seite einen Besuch abstatten will, dem hilft Hyper Alerts. Sobald ein neuer Kommentar oder Post auf der Seite auftaucht, informiert der Dienst per Mail. Zwischenzeitlich war das Feature „As soon as possible“ aufgrund des großen Ansturms deaktiviert – inzwischen geht es wieder.

Budget: 75 Prozent der Marketing-Verantwortlichen planen für dieses Jahr mehr Budget für ihre Social Media-Aktivitäten, zu diesem Ergebnis kommt eine Alterian-Umfrage. 23 Prozent wollen ihr Etat sogar erhöhen. Nur vier Prozent meinen, dass sie dieses Jahr weniger brauchen (via facebookbiz).

Facebook für immer: Es ist gar nicht so leicht, dem Social Network zu entkommen. Diese Erfahrung hat Frauke Lüpke-Narberhaus gemacht, die nach ihrem digitalen Selbstmord wieder zurück zu Facebook gegangen ist. So ganz ohne Netzwerk scheint es nicht mehr zu gehen. Im Spiegel erfahren Sie mehr zum Hintergrund.

Bloggergate: Wenn sich Blogger streiten, verlieren manchmal alle. Der digitale Rufmord gefährdet sehr schnell die Reputation einzelner.

Corporate Blogs: Immer mehr Banken und Versicherungen entdecken Social Media für sich. Selbst kleine Player machen vor, wie man wirklich geschickt Social Media einsetzen kann. So zeigt die Volksbank Bühl jetzt auch im Corporate Blog, dass sie sich der Herausforderung der Online-Kommunikation stellen kann.

Wikipedia:  Soll man selbst in der Wikipedia aktiv werden oder eher zurückhaltend Einfluß auf Wikipedia-Artikel nehmen. Darauf habe ich Kerstin Hoffmann in einem Interview einige Antworten gegeben: „Hilfe, mein Wikipedia-Eintrag ist falsch!

Twitter-Statistik: Die Zahl der aktiven deutschsprachigen Twitteraccounts ist in einem Jahr um 142 Prozent auf jetzt 460.000 gestiegen. Darüber berichten die Webevangelisten.

Messbarkeit: Social Media Measurement wird immer wichtiger. Tom Krischak zeigt 100 Wege Social Media auf, die Online-Kommunikation zu messen.

Facebook: Die Zahl der Fans ist allenfalls ein Indiz für den Erfolg eine Facebook-Unternehmenspräsenz. Immer mehr Unternehmen beobachten inzwischen, die Interaktion ihrer Kunden mit der Facebook Fanpage. Darauf kommt es letztlich an. Inwieweit nehmen Ihre Kunden Sie im News-Stream überhaupt noch wahr? Wie viel Interaktion gibt es auf Ihrer Facebook Seite? Wie man auf Facebook, seine Mitglieder zu mehr Interaktion bringen, darauf geht Meedia ein. Lernen Sie die neue Social Media Währung Edge Rank kennen.

Bildquelle: Shutterstock