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Twitter-Tools 12: Brizzly bringt den Überblick

Brizzly Wenn Sie mehr als 500 Personen auf Twitter folgen, verlieren Sie schnell bei Twitterartikeln (Tweets) den Überblick und lesen nicht mehr alles. Deshalb wird es zunehmend wichtiger, die Menge der Informationen zu filtern. Es gibt Twitterer, deren Nachrichten Sie nicht verpassen wollen. Aus diesem Grunde bin ich immer mal wieder auf der Suche nach einer Lösung für den Twitter-Informationsoverkill. 

Brizzly könnte eine erste Hilfe hierbei sein. Zur Zeit ist der webbasierte Twitter-Service allerdings noch im Invitation-only Betastadium. Da es mittlerweile eine ganze Herschar von Twitterclients gibt, stellt sich jedoch die Frage: Was unterscheidet Brizzly von anderen Twitter-Tools? 

Es sind eher Details, die ich für ganz charmant halte. So werden zum Beispiel Direct-Messaging-Twitter-Dialoge in einem kleinen Kasten oben rechts angezeigt, der an Instant Messenger erinnert. Ebenfalls eine gute Idee ist, dass es neben den angezeigten "Trending Topics" einen kleinen Button mit der Beschriftung "Warum?" gibt. Ein Klick auf diesen führt unmittelbar zu einer Erklärung, warum der entsprechende Begriff gerade viel diskutiert wird. Außerdem können bestimmte Personen, denen man folgt, unterdrückt werden. So werden Tweets von dieser nicht mehr in der eigenen Timeline angezeigt, ohne dass ihr die Followerschaft aufgekündigt werden muss. Unter Umständen ganz praktisch, wenn man jemandem nicht offiziell unfollowen will. 

Weitere nennenswerte Features von Brizzly, die allerdings kein Alleinstellungsmerkmal haben, sind: 

  • Verwaltung mehrerer Accounts
  • Verlinkte Videos & Fotos werden direkt im Stream angezeigt
  • Es können bis zu fünf Gruppen angelegt werden, in denen Kontakte organisiert werden können
  • Häufig verwendete Suchen können gespeichert und per Mausklick wieder aufgerufen werden

Der größte Unterschied im Vergleich zu anderen bekannten Twitterclients ist, dass Brizzly die Oberfläche bewusst einfach bzw. reduziert hält. Anstelle von Spalten, wie sie etwa Tweetdeck, Peoplebrowsr oder Hootsuite bietet, gibt es bei Brizzly einen einzigen Stream. Wer zum Beispiel nur die Tweets der Angehörigen einer bestimmten Gruppe lesen will, muss in der Sidebar zunächst auf diese klicken. Dies kann man mögen, weil man es für übersichtlicher hält als eine Vielzahl von Spalten mit Tweets nebeneinander, doch genauso kann man es umständlich finden, weil man nicht auf einen Blick die privaten und geschäftlichen Kontakte sowie seine Monitoring-Suchergebnisse präsentiert bekommt. 

Prezi-64

Ob Sie Brizzly benötigen, hat primär etwas mit Ihren persönlichen Vorlieben und Erwartungen zu tun. Einige Ansätze zumindest, wie etwa die Chatbox für Direct Messages sind bereits ziemlich gelungen und ich könnte mir gut vorstellen, dass andere Clients sie schon bald adaptieren werden. Ob Brizzly selbst sich durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Momentan jedenfalls scheint es mir, als böte es zu wenig Neues, um viele Nutzer zum Wechsel zu bewegen. Jedenfalls nutze ich Brizzly neuerdings parallel zu Twitzap und Hootsuite.

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Klaus Eck