Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Twitter-Tools 12: Brizzly bringt den Überblick

1 Minuten Lesedauer

Brizzly Wenn Sie mehr als 500 Personen auf Twitter folgen, verlieren Sie schnell bei Twitterartikeln (Tweets) den Überblick und lesen nicht mehr alles. Deshalb wird es zunehmend wichtiger, die Menge der Informationen zu filtern. Es gibt Twitterer, deren Nachrichten Sie nicht verpassen wollen. Aus diesem Grunde bin ich immer mal wieder auf der Suche nach einer Lösung für den Twitter-Informationsoverkill. 

Brizzly könnte eine erste Hilfe hierbei sein. Zur Zeit ist der webbasierte Twitter-Service allerdings noch im Invitation-only Betastadium. Da es mittlerweile eine ganze Herschar von Twitterclients gibt, stellt sich jedoch die Frage: Was unterscheidet Brizzly von anderen Twitter-Tools? 

Es sind eher Details, die ich für ganz charmant halte. So werden zum Beispiel Direct-Messaging-Twitter-Dialoge in einem kleinen Kasten oben rechts angezeigt, der an Instant Messenger erinnert. Ebenfalls eine gute Idee ist, dass es neben den angezeigten "Trending Topics" einen kleinen Button mit der Beschriftung "Warum?" gibt. Ein Klick auf diesen führt unmittelbar zu einer Erklärung, warum der entsprechende Begriff gerade viel diskutiert wird. Außerdem können bestimmte Personen, denen man folgt, unterdrückt werden. So werden Tweets von dieser nicht mehr in der eigenen Timeline angezeigt, ohne dass ihr die Followerschaft aufgekündigt werden muss. Unter Umständen ganz praktisch, wenn man jemandem nicht offiziell unfollowen will. 

Weitere nennenswerte Features von Brizzly, die allerdings kein Alleinstellungsmerkmal haben, sind: 

  • Verwaltung mehrerer Accounts
  • Verlinkte Videos & Fotos werden direkt im Stream angezeigt
  • Es können bis zu fünf Gruppen angelegt werden, in denen Kontakte organisiert werden können
  • Häufig verwendete Suchen können gespeichert und per Mausklick wieder aufgerufen werden

Der größte Unterschied im Vergleich zu anderen bekannten Twitterclients ist, dass Brizzly die Oberfläche bewusst einfach bzw. reduziert hält. Anstelle von Spalten, wie sie etwa Tweetdeck, Peoplebrowsr oder Hootsuite bietet, gibt es bei Brizzly einen einzigen Stream. Wer zum Beispiel nur die Tweets der Angehörigen einer bestimmten Gruppe lesen will, muss in der Sidebar zunächst auf diese klicken. Dies kann man mögen, weil man es für übersichtlicher hält als eine Vielzahl von Spalten mit Tweets nebeneinander, doch genauso kann man es umständlich finden, weil man nicht auf einen Blick die privaten und geschäftlichen Kontakte sowie seine Monitoring-Suchergebnisse präsentiert bekommt. 

Prezi-64

Ob Sie Brizzly benötigen, hat primär etwas mit Ihren persönlichen Vorlieben und Erwartungen zu tun. Einige Ansätze zumindest, wie etwa die Chatbox für Direct Messages sind bereits ziemlich gelungen und ich könnte mir gut vorstellen, dass andere Clients sie schon bald adaptieren werden. Ob Brizzly selbst sich durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Momentan jedenfalls scheint es mir, als böte es zu wenig Neues, um viele Nutzer zum Wechsel zu bewegen. Jedenfalls nutze ich Brizzly neuerdings parallel zu Twitzap und Hootsuite.

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Klaus Eck

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

5 Replies to “Twitter-Tools 12: Brizzly bringt den Überblick”

  1. Die Darstellung der Direct Message in der Box auf der rechten Seite gefällt mir auch. Die grosse Innovation als Twitter-Client ist Brizzly aber auch nicht und Twitter selber will seine Webseite ja auch aufwerten, zB. mit der „Lists“-Funktion. Ich persönlich benutze gerne TweetDeck, weil es eine Desktop- und eine Mobile-Variante gibt, wo man die Einstellungen synchronisieren kann. Das find ich sehr praktisch.

  2. Am besten ist die Funktion, die Tweets von bestimmten Leuten zu unterdrücken. Macht bei Facebook noch Sinn, führt hier zu absurder Stilblüte: Ich folge Dir auf Twitter, will aber nicht sehen, was Du schreibst :D. Genial. Aber der Fehler liegt schon im System, weil eben am Ende doch alle um Followerzahlen konkurrieren und entsprechend viel followen. Ab 400-500 Leuten verliert man mE längst den Überblick (auch darüber, wer da eigentlich so twittert im eigenen Homestream), es sei denn, man sitzt wirklich zu lange vor eben jener Webseite, was sich wiederum nur die leisten können, die es beruflich machen oder sonst nichts zu tun haben (wobei Facebook und Co. selbst für letzteren spannender sein dürfen).

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