PR-Blogger http://pr-blogger.de Tue, 21 May 2013 17:42:23 +0000 en hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.0.4 5 Tipps zum visuellen Storytelling http://pr-blogger.de/2013/05/21/5-tipps-zum-visuellen-storytelling/ http://pr-blogger.de/2013/05/21/5-tipps-zum-visuellen-storytelling/#comments Tue, 21 May 2013 14:27:40 +0000 Pia Kleine Wieskamp http://pr-blogger.de/?p=19804 Storytelling ist und wird zukünftig noch mehr ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation. Im Rahmen unser Foto-Blogparade zur re:publica hat uns Petra Sammer, Chief Creative Officer bei Ketchum Pleon, Auskunft über die Definition und den Einsatz von Storytelling gegeben.

Rund um die Aktion unserer Foto-Blogparade zur Visualisierung der Webkonferenz re:publica 2013 das Ereignis re:publica 2013, erstellte Kommunikationsexpertin Petra Sammer einen sehr kreativen Beitrag: “Kreatives Storytelling rund um die re:publica. Sie zeigt in ihrer Slide-Präsentation ein gutes Beispiel und eine sehr kreative Umsetzung der Visualisierung des Events, indem sie ihre persönlichen Eindrücke des Bloggertreffens in Zeichnungen zusammengefasst und diese per iPhone abfotografiert. Das inspirierte uns, Frau Sammer nach ihrem Verständnis von Storytelling zu interviewen.

Guten Tag Frau Sammer, Sie haben speziell zur re:publica das Medium Storytelling eingesetzt, um Ihre persönlichen Erlebnisse und Ansichten zu veröffentlichen. Wie kamen Sie auf diese Idee?

Von meinen letzten Besuchen der re:publica wusste ich, dass rund um die Konferenz viel kommuniziert wird − online und offline. Da die re:publica einst als Bloggertreffen startete und auch heute noch hier ein starker Fokus liegt, war mich klar, dass eine ziemliche Wortgewalt vor Ort sein wird. Schon seit längerem beschäftige ich mich mit dem Phänomen der “Bilderflut”, Visual Tsunami, wie ich das nenne und wollte daher einmal ausprobieren, ob man mit Bildern, vor allem einfachen Graphiken, durch diese geballte Kraft der Worte, Blogs und Postings durchdringen kann und Aufmerksamkeit erregen kann. Der Beweis ist erbracht, Bilder dringen einfach besser durch in der Informationsflut. Dabei half natürlich auch eine Portion Mut und auch Humor, der von vielen retweetet und kommentiert wurde.

Frau Sammer, uns interessiert Ihre Definition von Storytelling ?

Eine Story, wie ich und Ketchum Pleon sie verstehen, zeichnet sich durch 5 Bausteine aus:

  • 1. Meaningful Purpose. Ein tiefgründiger Grund für die Geschichte. Das kann für meine Graphiken durchaus gelten, denn ich habe hier ein kleines Experiment gewagt und wollte eine These beweisen.
  • 2. Ein Protagonist oder Held. Hier fällt es mir schon schwer, einen Vergleich zu meinen Graphiken zu ziehen, denn ein klarer Held, mit dem man sich identifizieren kann, ist hier nicht vorhanden.
  • 3. Jede gute Geschichte startet mit einem Konflikt und der Held der Geschichte durchlebt damit eine Transformation. Auch hier fällt es mir schwer, in meinen Graphiken einen Konflikt zu sehen. Manche der Zeichnungen bauen humorvoll Spannung auch und überraschend, aber das ist eher ein Kriterium für den vierten Baustein.
  • 4. Emotionen. Jede gute Geschichte weckt Emotionen. Und ja, hier haben manche Graphiken ganz gut funktioniert. Übrigens ist der Baustein “Emotionen” eine große Herausforderung für PRler, wie ich einer bin. Viele in Kollegen in Public Relations kommen aus dem Journalismus, wo es zunächst und vordergründig um die Vermittlung von Nachrichten, Fakten und Daten geht. Wir erarbeiten uns das Feld des Storytellings gerade ganz  neu.
  • Und schließlich Baustein 5: Jede gute Geschichte hat virale Kraft. Schon Geschichten am Lagerfeuer und später Märchen wurde immer und immer wieder erzählt und weitererzählt. Viralität ist also ureigends für Storytelling. Mit Social Media haben wir jetzt natürlich neue und vielfältigere Möglichkeiten, diese virale Kraft auch noch zu befeuern.

Zusammengefasst ergeben das

5 Tipps zum guten Storytelling:

  1. Now the Why: Warum wird die Geschichte erzählt? Das “Warum” einer Marke kann man am besten von Simon Sinek lernen.
  2. Definiere einen Helden, und nur einen. Menschen identifizieren sich nicht mit Zielgruppen, sondern mit einer Figur, mit der sie die Geschichte durchleben. Ein wunderbares Beispiel für EINEN Helden findet sich in der Thanks you Kampagne von ebay.
  3. Gute Geschichten brauchen einen Konflikt. Als Manager und Marketingprofis sind wir gewohnt, Lösungen zu präsentieren. Gute Storyteller können vor allem Konflikte gut präentieren. Das beste Buch, dass man lesen kann, um Storytelling wirklich zu verstehen, ist “Story von Robert McKee
  4. Sei mutig genug, um Emotionen zu wecken. Oft trauen wir uns nicht. Halten es für kindisch oder kitschig. Aber der Schlüssel zu jeder guten Geschichte ist die Emotion, die sie weckt.
  5. Coca Cola hat uns schon längst gezeigt wie es geht: transmedia und liquid Storytelling potenziert im 21. Jahrhundert die virale Kraft jeder guten Geschichte. Gute Geschichtenerzähler müssen daher wissen, wie Social Media funktioniert und was Communities motiviert.

Soviel in aller Kürze also zu meinem Storytellingbegriff und wie wir ihn in unserer Agentur verstehen.

Der Begriff Storytelling ist in der PR und im Marketing in aller Munde. Wann ist Ihrer Meinung nach  sinnvoll, Storytelling einzusetzen?

Storytelling ist und wird zukünftig noch mehr ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation für Unternehmen und Marken.  Storytelling gibt uns vollkommen neue und kreative Möglichkeiten für Öffentlichkeitsarbeit.
Dabei sehen wir einige Paradigmenwechsel, die manche Marken schon mutig vorleben, andere Unternehmen und Marken aber erst lernen müssen oder sich diesen annähern müssen. oder sich diesen annähern müssen.
  • Einer dieser Paradigmenwechsel ist “Tell more stories around a brand than about a brand.” Dieses Zitat von Rebecca Lieb (Altimeter Group) bringt es auf den Punkt, dass Marken aus dem Zentrum von Geschichten herausrücken müssen und die Helden-Rolle anderen z.B. Konsumenten überlassen sollten. Egozentrierte Geschichten werden von Konsumenten als selbstverliebte Werbung ausgeblendet, und auf keinen Fall geliked oder gar geshared.
  • Ein anderer Paradigmenwechsel: der Umgang mit Humor. Sich selbst nicht so ernst zunehmen … das ist neu für Marken und Unternehmen.

Wir reden so viel über die Veränderungen in Kommunikation und Marketing aufgrund der neuen Medien bzw. Social Media, Facebook & Co. Noch viel spannender finde ich die Veränderungen der Kommunikationsstile, wie sich unsere Sprache verändert und wie wir zukünftig miteinander Informationen teilen. Die zunehmende Bedeutung von visueller Kommunikation und visuellen Informationsträgern ist hier ein weiterer Paradigmenwechsel, auf den sich Marken und Unternehmen einstellen müssen und natürlich auch Agenturen.

Zurück zu Ihrer re:publica-Story: War die Anzahl der Zeichnungen begrenzt bzw. geplant?
Die Anzahl der Zeichnungen war spontan. Die ersten vier Graphiken habe ich schon am Morgen gemacht, um vorbereitet zu sein, dann habe ich mich aber spontan von Session zu Session inspirieren lassen. Und auch wenn mich viele gefragt haben, wie denn das Graphikprogramm heißt, das ich verwendet habe … nun das heißt Eding und Lamy. Ich habe alle Graphiken vor Ort gezeichnet und mit dem iPhone abfotografiert. Sehr hands on. Es hat aber den Anschein, dass es Bedarf für so ein Graphikprogramm gibt. Wer also programmieren kann: nur zu.
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Frau Sammer, warum haben Sie gerade Graphiken (Skizzen) verwendet? Steht das in Zusammenhang mit dem diesjährigen Layout (Design) der re:publica?

Inspiriert hat mich konkret der Blog von Katja Berlin und Peter Grünlich (www.graphitti-blog.de). Die Graphiken gibt es auch als Buch. Und als ich auf dem Blog der re:publica 2013 die blaue Farbe sah, habe ich mir zunächst mal die Stifte in der Farbe besorgt. Erst nachdem ich schon einige Grahiken veröffentlich hatte, wurde ich auf Jessica Hagy aufmerksam, die ja ganz bezaubernde Infographiken macht.

Und was wollten Sie mit Ihrer re:publica-Story erreichen?

Mit meiner Aktion auf der re:publica wollte ich zwei Dinge erreichen: Beweisen, dass Bilder stärker sind als Worte.  Zudem wollte ich etwas Unterhaltsames präsentieren, um auch auf die Präsenz von Ketchum Pleon auf der re:publica aufmerksam zu machen. Zehn unserer besten Social Media Experten aus ganz Deutschland kamen nach Berlin. Ihre Eindrücke und Learnings präsentieren sie in den kommenden Tagen und Wochen auf dem neugeschaffenen Digital Blog von Ketchum Pleon und die Graphiken haben auch Aufmerksamkeit auf unseren SlideShare Channel gezogen. Und schließlich hat es sehr viel Spaß gemacht. Soviel, dass ich dies auf der nächsten Konferenz, dem Digital Marketing & Media Summit beibehalten werden.

Frau Sammer, wir bedanken uns für das Interview und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.

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Die Jury der Fotoparade zur re:publica stellt sich vor http://pr-blogger.de/2013/05/16/die-jury-der-fotoparade-zur-republica-stellt-sich-vor/ http://pr-blogger.de/2013/05/16/die-jury-der-fotoparade-zur-republica-stellt-sich-vor/#comments Thu, 16 May 2013 12:08:54 +0000 Pia Kleine Wieskamp http://pr-blogger.de/?p=19770 Vom 30. April bis zum 12. Mai 2013 fand die erste Fotoparade Deutschlands statt. Thema der Blogparade ist die visuelle Dokumentation der re:publica.

Unserem Aufruf, die persönlichen Eindrücke von der Berliner Internetkonferenz in Bildgeschichten zu verpacken, folgte eine große Anzahl an Kreativen.

Die eingereichten Storys und Beiträge werden in dem Pinterest-Album Fotoparade zur re:publica 2013 zusammengefasst. Und die Sieger werden in einem weiteren Blogbeitrag sowie auf Facebook, Google+, Twitter und Pinterest bekanntgegeben.

Wir bedanken uns bereits nun fürs Mitmachen und alle eingereichten Fotostorys.Denn die #rpStory13 hat Spaß gemacht!

Unsere Preise und die Jury

Bei der Vielzahl an eingereichten Beirägen hat unserer Jury die Qual der Auswahl, denn die besten Fotogeschichten des Tages erhalten jeweils Buch Follow me! von Galileo Press. Eventuell planen wir ja auch, einen re:publica-Kalender herauszugeben?

Die Auswahl der besten Fotos wird eine Jury treffen, die wir nun vorstellen:

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Die Münchener Fotografin Simone Naumann ist als leidenschaftliche Fotografin, Networkerin und Social Media-Fan. Simone ist zudem Schöpferin von Components unterwegs. Daheim ist Simone in München, in der Eventfotografie, in den Straßen der Stadt (Humans of Munich), auf ihrem i-Pad, nahe am Menschen (Porträt), in der Produktfotografie (Licht und Design) und überall dort, wo es guten Kaffee gibt.

Daniel Albrecht ist Chefredakteur der Fotozeitschrift DigitalPHOTO und es gibt keinen Tag, an dem er nicht eine Kamera in der Hand hätte. Ob in der Redaktion oder zu Hause, für den passionierten Journalisten spielt sich das Leben irgendwo zwischen 1/180 s, Blende 4,5 und ISO 320 ab. Dummerweise bleibt vor lauter Foto-Beruf kaum Zeit fürs Foto-Hobby.

Oliver Manz

Oliver Manz veranstaltet seit 1999 den Multimediatreff, der Konferenzen und Workshops zu aktuellen Trends in den Bereichen Fotografie, Web, Mobile und Social Media umfasst. Besonders Fotografen spricht er mit der Photopraktika – ein Kongress rund um Fotografie und Bildbearbeitung — an, die im September 2013 zum zweiten Mal stattfinden wird. Zudem arbeitet Oliver als Marketing Manager im Bereich Lernsoftware beim Fachverlag Galileo Press.

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Bernd Pitz ist als Marktingleiter bei CALVENDO, der Self-Publishing-Plattform für Kreative, tätig. CALVENDOs Motto “share creativity” ist auch das dieser Fotoparade. CALVENDO ist weltweit der erste Verlag, der es talentierten Kreativschaffenden ermöglicht, individuelle Wandkalender und Flipart (z. B. Posterbücher) mit ihren eigenen Fotos, Grafiken und Texten nicht nur zu veröffentlichen, sondern auch international über den Buchhandel etc. zu verkaufen.

Zudem werden die zwei Fotoparadenveranstalter, PR-Blogger Klaus Eck sowie die Initiatorin Pia Kleine Wieskamp, in der Jury sitzen.

Zurück zur Fotoparade

Simone Naumann fasst sie folgendermaßen zusammen:

Mit Smartphone, Tablet oder Kamera Unterwegs, im Office, wo auch immer ihr die re:publica verfolgt. Pia Kleine Wieskamp, Klaus Eck und Doris Schuppe laden zu einer Blogparade mit dem Thema “Visuelles Storytelling” ein. Egal wo ihr seid, whereever you are, mit einer persönlichen Fotostory landet ihr mitten in Berlin auf der re-publica 2013 !

 

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Einladung zum Berliner Job Breakfast während der re:publica http://pr-blogger.de/2013/05/03/einladung-zum-berliner-job-breakfast-wahrend-der-republica/ http://pr-blogger.de/2013/05/03/einladung-zum-berliner-job-breakfast-wahrend-der-republica/#comments Fri, 03 May 2013 09:09:17 +0000 Klaus Eck http://pr-blogger.de/?p=19747 Sind Sie in diesem Jahr auf der re:publica dabei und haben Interesse an einem Job als Social Media Redakteur (m/w) im Rhein-Main-Gebiet? Dann würde ich mich sehr freuen, wenn Sie sich sofort bei uns mit Ihrem Social Media Profil bewerben.

Falls Sie auf das gesuchte Jobprofil (s.u.) passen, würde ich Sie zu unserem Berliner Job Breakfast am 8. Mai 13 um 9 Uhr in ein Berliner Café gemeinsam mit anderen Bewerbern einladen. Wir suchen einen Social Media Redakteur, der möglichst im Juni anfangen kann.

Es genügen die Links auf Ihre Online-Aktivitäten. Sie können mich bis Dienstag per Twitter, Facebook, Xing oder E-Mail (bewerbung(at)eck-kommunikation(punkt)de.) oder bei Fragen auch per Telefon kontaktieren und sich auf unverbindliche Weise schnell bewerben. In der Vergangenheit habe ich mit Twitter-Bewerbungen gute Erfahrungen gemacht. Deshalb freue ich mich, wenn Sie sich auf diese unkonventionelle Art und Weise bei uns bewerben. Weitere Bewerbungsunterlagen sind bei dieser Aktion, die nur bis zum 7. Mai läuft, nicht erforderlich.

Beim gemeinsamen Frühstück erhalten Sie die Gelegenheit, Ihre Fragen zum Social Media Job zu stellen. Wir möchten Sie kennenlernen und Ihnen den Job schmackhaft machen.

Als Social Media Aktiver sollten Sie über einige journalistische Kompetenzen verfügen, selbst aktiv in Social Media Texte, Bilder und/oder Videos veröffentlichen. Wir suchen einen Content-Verantwortlichen, der Lust darauf hat, vermeintlich trockene Themen wie Finanzen und Versicherungen ansprechend aufzubereiten.

Ihre Aufgaben

  • Betreuung des Social Media Auftritts eines führenden, deutschen Finanzunternehmens
  • Identifizieren von Themen und Trends, um daraus hochwertige, multimediale Inhalte für die diversen Online- & Social Media-Angebote des Unternehmens zu erstellen
  • Selbstständiges Erstellen von multimedialen Inhalten
  • Community Management
  • Redaktionsplanung

Ihre Skills im Überblick:

  • Hohe Social Media Affinität, insbesondere im Umgang mit Blogs, Facebook und Google+
  • Sie können komplexe Themen verständlich aufbereiten
  • Online-Kommunikation ist Ihnen nicht unbekannt

Unser Angebot

Als Mitarbeiter/in von Eck Kommunikation arbeiten Sie für eine der führenden Beratungen für Digitales. In der Funktion als Social Media Redakteur (m/w) für unseren Kunden arbeiten Sie vor Ort beim Kunden und übernehmen das tägliche redaktionelle Doing. Im Rhein-Main-Gebiet arbeiten Sie in einem engagierten und innovativen Social Media Team.

Bitte verwenden Sie bei Ihrer Bewerbung den Tag #jobbreakfast.

Bildquelle: Bigstockphoto

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Erfolgsfaktoren einer Google+ Kampagne http://pr-blogger.de/2013/05/02/erfolgsfaktoren-einer-google-kampagne/ http://pr-blogger.de/2013/05/02/erfolgsfaktoren-einer-google-kampagne/#comments Thu, 02 May 2013 08:00:00 +0000 Stefanie Soehnchen http://pr-blogger.de/?p=19720 Google+ hat zwar mehr als 500 Millionen Nutzer, doch im Vergleich zu Facebook sind die Google Plusser nicht besonders aktiv. Statt sich an einer Diskussion über eine Google+ Geisterstadt zu beteiligen, sollten Unternehmen überlegen, ob und wie sich diese Plattform nutzen lässt. Manche Unternehmen können sogar von der Inaktivität ihrer Wettbewerber profitieren. Das hat die R+V Versicherung erkannt und sich dort mit einer besonders flauschigen Idee positioniert – deren Kampagne verlief so gut, dass sie jetzt als internationales Best Practice von Google verwendet wird.

Neben dem Google Video gibt es auch noch eine schriftliche Case Study über die Bären-Kampagne der R+V Versicherung. Über den Inhalt der Kampagne der R+V haben wir bereits im PR-Blogger berichtet. Neben einer guten inhaltlichen Idee spielen auch andere Faktoren eine Rolle, um eine attraktive Social Media Kampagne zu gestalten.

Hier sind einige Aspekte, die aus unserer Sicht zum Erfolg der Kampagne der R+V auf Google+ beigetragen haben:

  • Simplizität – Die Idee war grundsätzlich leicht zu verstehen und die Teilnahme war ebenfalls ohne großen Aufwand möglich
  • Personalisierung – Durch die Beschriftung der Bären, das Fotografieren und Taggen der Nutzer fand eine Übertragung von Online-Aktivitäten in die Offline-Welt statt. Die Nutzer wurden aktiv eingebunden und bekamen außerdem einen Beweis, dass sie auch wirklich einen Bären persönlich spenden.
  • Motivation – Der Gedanke, Kindern etwas Gutes tun zu können, bewegt nicht nur die R+V sondern spornt auch die Menschen im Social Web zum Mitmachen an.
  • Kanal-Verständnis – Die Durchführung der Kampagne stützte sich fast komplett auf Google+ interne Mechanismen, was von der Community und vom Netzwerk selbst mit Interaktion und Reichweite belohnt wurde.
  • Community Management – Aktiv eine so rapide wachsende Community zu betreuen, Dialoge zu führen, Fragen zu beantworten, war mit einer der Hauptfaktoren, warum sich die Kampagne so positiv entwickeln konnte. Allerdings ist das auch die größte Herausforderung und ein Aspekt, der bei einer nächsten Aktion noch ausgebaut werden kann.
  • Kosten – Die Teilnahme war für die Nutzer absolut kostenlos
  • Zeitpunkt – Die Vorweihnachtszeit gab einen Anlass. Allerdings wünschte sich die Community mehrfach, dass solche Aktionen auch zu anderen Zeiten stattfinden.
  • Flausch-Faktor – Teddys sind was Tolles.

Dank dieser Faktoren und dem Social Media Team konnten die Fanzahlen um 1033,3 Prozent in zehn Tagen gesteigert werden. Darüber hinaus wirkt sich die Google+ Kampagne positiv auf deren Suchergebnisse aus. Mit jedem Update seines Suchalgorithmusses scheint Google noch stärker auf seine Plattform Google+ zu setzen. Bei der Suche von “Versicherung google+” wirken sich die R+V Aktivitäten schon jetzt positiv auf die Online-Reputation aus:

Was sind Faktoren, die Sie besonders an Social Media Kampagnen schätzen? Haben Sie welche zu ergänzen? Und kennen Sie andere Google+ Kampagnen, die Sie empfehlen können?

Disclaimer: Die R+V Versicherung ist Kunde von Eck Kommunikation.

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Visuelles Storytelling: Blogparade zur re:publica 2013 http://pr-blogger.de/2013/04/30/visuelles-storytelling-blogparade-zur-republica-2013/ http://pr-blogger.de/2013/04/30/visuelles-storytelling-blogparade-zur-republica-2013/#comments Tue, 30 Apr 2013 12:03:36 +0000 Pia Kleine Wieskamp http://pr-blogger.de/?p=19518 Wenn Sie in Deutschland ein großartiges Networking-Event erleben, sich über neue Trends in der Online-Kommunikation austauschen und viele Influencer treffen wollen, empfiehlt sich die Berliner Webkonferenz re:publica. In der Zeit vom 6. bis 8. Mai 2013 werden auf dem Social Media Branchenevent rund 5.000 Besucher erwartet. Insgesamt gibt es auf dem Event 450 SprecherInnen zu 263 Vorträgen, Diskussionen und Workshops rund um das Motto In/Side/Out.

Einladung zur Blogparade

Einen kleinen Beitrag zur visuellen Dokumentation der re:publica wollen wir mit einer Blogparade leisten, die auf Fotos und visuelles Storytelling setzt: Gute Fotogeschichten funktionieren wie “Kino im Kopf”. Es sollte dem Betrachter immer einfach und schnell gezeigt werden, wovon die Geschichte handelt, wo sie spielt, welche Charaktere teilnehmen, wo die der Konflikt liegt und wie die Handlung zum Schluss aufgelöst wird. Wir wollen dieses Prinzip für eine kleine re:publica Blogparade nutzen. Daher laden wir − Doris Schuppe, Klaus Eck und Pia Kleine Wieskamp − Sie ab heute dazu ein, jeweils eine kleine Fotogeschichte zu erstellen und damit an unserer Blogparade teilzunehmen.

Erzählen Sie uns in der Zeit vom 30. April bis zum 12. Mai 2013 einmalig oder so oft Sie mögen in jeweils drei Fotos Ihre persönliche Fotostory rund um die re:publica:

Wie bereiten Sie sich auf das Netzwerkevent vor? Mit welchen Outfits werden Sie daran teilnehmen? Was sind Ihre Lieblings-Gadgets für die re:publica? Wie sieht Ihr Hotel aus? Mit wem werden Sie sich treffen? Welche Vorträge (Screenshots) werden Sie besuchen? Was haben Sie gegessen und getrunken? An unserer Fotoparade können im Gegensatz zur Blogparade nicht nur Blogger teilnehmen, sondern auch Nutzer von Facebook, Google+, Twitter, Instagram und Pinterest. So habe ich beispielsweise eine kleine Geschichte vorbereitet, die zeigt, wie ich meinen Koffer für die Reise nach Berlin zur re:publica packe.

Gewinnen mit der re:publica Fotoparade

Einzelne Fotos können sowohl in einem Album auf Facebook oder Google+, in einem Blogartikel, auf Instagram oder Pinterest in einer Fotocollage zu einer zusammenhängenden Handlung zusammengefasst werden. Dabei können eine oder auch verschiedene Geschichten erzählt werden. Die besten Fotogeschichten des Tages erhalten jeweils ein Buch aus dem Programm von Galileo Press. Die Auswahl der besten Fotos wird eine Jury treffen, die wir in der kommenden Woche vorstellen.

Facebook- bzw. Pinterest-Album: Die drei zusammenhängenden Fotos einer Fotostory können in einem Facebook-Album (Beispiel) oder einem Board auf Pinterest zusammengefasst und der Link als Kommentar zu diesem Blogartikel mitgeteilt werden. Mit Überschriften, beschreibenden Texten, Hashtags und mehr kann jede Story belebt werden. Je Fotostory sollten Sie ein getrenntes Album erstellen.

Blogartikel: Ein Möglichkeit besteht darin, die  aufgenommenen Fotos in einem Blogartikel einzufügen. Auch hier werden Elemente des Storytellings, beispielsweise das Einfügen von Bildtiteln, verwendet.

Smartphone-Apps: Mit Instagram-Apps wie Fotorahmen Instaframe , Polyframe, Photocollage und Co. lassen sich drei Bilder zu einer Collage zusammengefügen. Als besonderer Clou können Sie Ihre Aufnahmen mittels  diverser Filter verändert und durch Text sowie Fotorahmen aufpolieren. Sie können Ihre Fotos twittern und/ oder auf Instagram stellen. Aber vergessen Sie den Hashtag #rpStory13 nicht.

Wie kommt Text ins Bild? Hierzu gibt es Apps wie InstaQuote bzw. Text for Instagram.  Mithilfe dieser Apps werden Texte für Fotos erstellt. Zudem bieten sie  eine große Auswahl an Schriftarten, Farben und weitere Möglichkeiten der Bildbearbeitung an.

Fotografieren, taggen, bloggen, mitmachen

Diese Aktion lebt von und mit Ihren mit #rpStory13 getaggten Beiträgen. Wir möchten Sie dazu animieren über die Fotostory zu schreiben, die Aktion in Beiträgen via Facebook, Twitter, Blogs usw. zu verbreiten, eigene Fotos aufzunehmen, sich vielleicht in kleinen Projektgruppen zu verabreden und Konzepte zu realisieren.

Treffen: Wir treffen uns auf der re:publica täglich vom 6. bis 8. Mai 2013 um 12:30 Uhr neben dem Haupteingang!

Hastags: Dazu jeweils auf Ihrem Social Media Kanal den Hashtag #rpStory13 hinzufügen.

Wir möchten darauf hinweisen, dass alle eingegangenen Fotos mit den Hashtags #rp13Story in Alben gesammelt und auf Facebook, im PR-Blogger, bei Pinterest und Co. zusammengetragen werden, um ein Gesamtbild zu erstellen. Mit der Verwendung des Hashtags erlauben Sie uns Ihre Fotos zur Dokumentation dieses Projekts zu verwenden.

Generell ist eine Blogparade eine Veranstaltung, an welcher verschiedene Blogger teilnehmen können. In der Regel wird dazu ein Blogartikel veröffentlicht, der das betreffende Thema aufgreift und im eigenen Blog veröffentlicht. Nach dem Ablauf der Aktion werden alle eingereichten Artikel im Blog des Iniatiors aufgelistet. Aber natürlich kann jeder andere das ebenfalls tun. Auf diese Weise verweisen alle Blogs auf ein gemeinsam erstelltes Wissensdossier.

Zusammenfassung zum Ablauf der rpStory13-Fotoparade

  • Thema: Erzählen Sie uns in drei Fotos Ihre persönliche Fotostory rund um die re:publica.
  • Dauer der Blogparade: 30. April – 12. Mai.2013
  • Hashtag (Twitter/Google+): #rpStory13
  • Stichwort: rep13-Fotoparade
  • Teilnehmerkreis: Teilnehmen können alle Social Media Aktiven
  • Teilnehmer: Verlinken Sie Ihren Beitrag mit unserem Aufrufpost und geben Sie zur Sicherheit im Kommentar die URL des Artikels an.
  • Ablauf: Wir sammeln die Beiträge, veröffentlichen die Fotostorys auf Facebook und Pinterest, listen die Blogbeiträge verlinkt hier am Ende des Aufrufpost auf und schreiben nach Ablauf der Blogparade ein Fazit mit erneuter Verlinkung Ihrer Beiträge.
  • Fragen können Sie gerne an pkleine@piakleinewieskamp.de stellen.

Wir freuen uns über zahlreiche Beiträge zur Visualisierung der re:publica 2013 und  laden alle interessierten Blogs ein, diese Geschichte zu teilen und dann bei der Fotoaktion aktiv teilzunehmen.

Bildquellen: Pia Kleine Wieskamp

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Corporate Blogs als Kommunikationszentrale http://pr-blogger.de/2013/04/24/corporate-blogs-als-kommunikationszentrale/ http://pr-blogger.de/2013/04/24/corporate-blogs-als-kommunikationszentrale/#comments Wed, 24 Apr 2013 10:59:02 +0000 Klaus Eck http://pr-blogger.de/?p=19491 Bloggen fällt schwer. Denn es kostet Zeit, findet in der Öffentlichkeit statt und wird dort kommentiert. Das kann einem Autoren durchaus Angst machen und hält viele Menschen vom Bloggen eher ab. Ich finde selbst zahlreiche Ausreden, um nicht schon wieder einen PR-Blogger-Beitrag zu verfassen – obwohl ich gerne viel schreibe. Eine Ausrede findet sich immer, keine Frage. Aber dieses Problem dürften die meisten Corporate Blogger mit mir gemein haben, die wie ich neben ihren Blogaktivitäten in der Regel auch noch für andere Aufgaben zuständig sind.

Und warum schreibe ich irgendwann trotz allem im PR-Blogger? Ganz einfach. Bevor ich an diesem digitalen Ort einen Blogartikel publiziere, recherchiere ich und fasse anschließend meine Gedanken in einem Beitrag zusammen. In der Regel benötige ich dafür zwei bis vier Stunden, manchmal auch etwas länger.  Auf diese Weise vertiefe ich gezielt mein Wissen für meine Unternehmensberatungspraxis und lasse andere (Kunden, Influencer etc.) lesend daran teilhaben.

Ich blogge seit Anfang 1999 und habe damit insgesamt sehr viele positive Erfahrungen gemacht, vor allem mit dem Feedback auf die einzelnen Blogartikel. Wer regelmäßig zu ausgewählten Themen etwas Spannendes veröffentlicht, kann darüber seine persönliche Reputation entwickeln und seinen Ideen Öffentlichkeit geben. Oder falls dem nicht so ist, sich blamieren… Wer schon einmal öffentlich mit seiner Person in der Kritik stand, kann sich vorstellen, warum nicht jeder persönliche Beiträge bloggen mag.

Kulturelle Vorbehalte gegenüber dem Bloggen

Darüber hinaus müssen Unternehmen beim Start eines Corporate Blogs mit großen internen Widerständen rechnen. Es gibt noch immer viele kulturelle Vorbehalte gegenüber dem Bloggen. Dabei steht die Frage im Vordergrund, warum jemand bloggt und damit die Öffentlichkeit sucht? Blogger sind in der Tat Narzissten oder Geeks; denn sie sind so verrückt, stellen sich öffentlich hin und treten für ihre Sache, ihr Thema, (0ft) leidenschaftlich ein. Das wirkt befremdlich, ist es aber nicht unbedingt. In unserem Alltag sind wir längst von Narzissten umgegeben. Doch mit Kritik tun sich die meisten Menschen schwer, die keine redaktionellen Erfahrungen gesammelt haben und erstmals aufgrund ihres Blogartikels kritisiert werden. Das verletzt die meisten Blogger zunächst ungemein, weil sie es nicht gelernt haben, damit umzugehen.

Schließlich ist nicht jedermann zum Blogger geboren und beherrscht sein Storytelling auf Anhieb. Letztlich will das Schreiben gelernt sein, erfordert es viel Übung, um damit auch wirklich erfolgreich zu sein. Doch anders als E-Mail oder Telefon findet das Corporate Blogging vor aller Augen statt. Im digitalen Trainingscenter namens Corporate Blog sieht jeder die Stärken und Schwächen eines Autorenbeitrags. Diese Transparenz ist ungewohnt und zu Anfang verstörend, befriedigt aber durchaus, wenn das Feedback sich häuft und positiv ausfällt.

Keine Blogfreiheit

Nicht jeder muss und sollte bloggen. Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn, jeden Mitarbeiter in einem Corporate Blog veröffentlichen zu lassen. Eine kleine Auswahl an Autoren schafft eine gewisse Orientierung, einen Wiedererkennungswert, und ist daher eher wünschenswert. Textbeliebigkeit ist hingegen der Tod eines Online-Magazins. Content ist nie purer Selbstzweck, auch nicht in einem Blog. Die Leser eines Blogs erwarten zurecht, dass es dort viele lesenswerte Content-Stücke gibt, die jeweils das Versprechen der Unternehmensmarke einlösen. Ansonsten wenden sie sich schnell ab und kehren als Leser nicht wieder. Aus diesem Grunde ist es wichtig, mit Redaktionsplänen zu arbeiten und eine klare Content Strategie zu entwickeln, die für potentielle Leser nachvollziehbar ist.

Websites versus Blog

Im Unterschied zu einer klassischen Unternehmenswebsite wird ein Corporate Blog sehr häufig aktualisiert: im Idealfalle zwei bis dreimal in der Woche. Während viele Homepages eher statisch angelegt sind und sprachlich eher unpersönlich, wenn nicht sogar marktschreierisch wirken, macht die direkte persönliche Ansprache ein Unternehmensblog aus. Manche Organisationen setzen bereits bei ihren kompletten Unternehmensseiten auf Blogtechnologie und legen einzelne Magazinteile als Blog aus, sodass nur diese Inhalte wie in einem Blog kommentierbar sind.

Was ist eigentlich überhaupt so besonders an Unternehmensblogs, in denen einzelne Mitarbeiter einen Einblick in ihren Arbeitsalltag geben und erläutern, wofür eine Organisation steht. Im schlimmsten, gar nicht so seltenen Fall finden sich nur langweilige Inhalte in einem Corporate Blog. Wenn es keine passende Content Strategie im Unternehmen gibt, werden Sie dem toten digitalen Wesen niemals Leben einhauchen können. Jedes Online-Magazin lebt erst einmal von guten, inspirierenden Inhalten. Fehlen diese jedoch, lohnt sich ein Blogbetrieb nicht unbedingt. Nicht einmal die SEO-Effekte werden es auf Dauer aufrechterhalten.

Content ist King

Zu Anfang ist ein Corporate Blog gar nichts, nur eine leere Hülle mit einem (hoffentlich) hübschen Webanstrich. Erst nach den ersten Blogartikeln stellt sich heraus, ob das Blogkonzept aufgeht. Bei den ersten Schritten kommt es darauf an, den Lesern einen Vorgeschmack auf die künftigen Inhalte zu geben und diese neugierig zu machen. Mit jedem einzelnen Beitrag zahlen Sie auf Ihre Online-Reputation ein. Es lohnt sich, jede Blogreaktion zu beobachten und diese beim Schreiben künftiger Artikel zu berücksichtigen. Schließlich ist das Ihr Blogkredit. Je besser dieser ausfällt, desto mehr Resonanz erhalten Sie bei Ihren Lesern und können davon zehren. Ich verlinke und twittere nur Blogartikel, die mir persönlich gefallen. Das dürfte vielen anderen Social Media Aktiven ebenso gehen.

Corporate Blogging ist aufwändig und verschlingt personelle wie finanzielle Ressourcen. Es gibt viele Blogexperimente im Unternehmenskontext, bei der sich eines immer sehr schnell zeigt: Wer keine für seine Leser relevanten und unterhaltsamen Ideen anzubieten hat, wird sich auf Dauer mit diesem Social Media Instrument schwertun. Blogging ist erst dann erfolgreich, wenn es Ihre Stakeholder erreicht und zum Teilen der Inhalte veranlasst. Unique Content ist sicherlich spannender als die 20-ste Variante eines anderen Blogartikels. Aktualität ist ebenso wichtig. Niemand mag Blogruinen, die in die Irre führen, weil sie nichts mehr anzubieten haben.

Ein ehrlicher Blick in die eigenen Blog-Analytics macht schnell deutlich, ob und welche Inhalte erfolgreich sind. Sollten Sie Facebook und Twitter im Blog eingebunden haben, sieht man auch als außenstehender Betrachter, wie gut Ihre Inhalte geteilt werden. Je mehr Shares sie erhalten, desto besser. Darüber hinaus ist die Zahl der Blog-Kommentare ein kleines Indiz für den Blogerfolg.

Corporate Blogs als Kommunikationszentrale

Als Unternehmen können Sie über ein Blog sehr gut Ihren (Marken-) Content steuern und sichtbar machen. Im Unterschied zu anderen Kanälen bietet ein Corporate Blog die schnelle und einfache Möglichkeit, auf alle eigenen Online-Aktivitäten zu verweisen und diese zusammenzuführen.

Auf folgende Inhalte können Sie in Ihrem Corporate Blog beispielsweise verweisen:

  • eigene und fremde Vorträge auf Slideshare oder Prezi
  • Medien- oder Blog-Clippings, in denen Ihr Unternehmen zitiert wird
  • eine Medienübersicht über spannende Themen aus Ihrer Branche
  • Events: Videos und Bilder
  • eigene Facebook- oder Google+-Kampagnen
  • eigene Twitter-Aktionen
  • eigene Youtube-Videos
  • E-Books
  • Fachartikel auf Scribd

In gewisser Weise machen Sie auf diese Weise Content Marketing für Ihr komplettes digitales Corporate Publishing. Im Unterschied zu einer Website oder einer Printpublikation sind die Online-Akteure jeweils sichtbar und ansprechbar über ihre jeweiligen Online-Profile, die im Idealfalle im Autorenbereich zu sehen sind. Ein Corporate Blog sollte dafür sorgen, die Organisation transparenter zu machen und ihre digitalen Assets mit Leben erfüllen. Es macht ein Unternehmen transparent und glaubwürdig, wenn es sich darauf wirklich einlässt.

Die Kommunikateure (Blogger) sind via Corporate Blogging in der Lage, gezielt Influencer Relations zu betreiben und darüber ihre Themen auf die öffentliche Agenda zu setzen. Doch dazu bedarf es einer guten Content Strategie, in der die Unternehmensziele verankert sein sollten. Von Online-PR würde ich hierbei dennoch nicht mehr sprechen, weil es nicht allein die Aufgabe der PR-Abteilung ist, ihre Stakeholder zu erreichen. Ein Corporate Blog sollte immer für das ganze Unternehmen stehen und ein Kanal sein, über den alle Abteilungen direkt kommunizieren können. Wenn nur ein Social Media Manager oder Online-PR Verantwortlicher für diese Form der Kommunikation verantwortlich ist, klingt es nach Wegdelegieren und verkennt die Bedeutung eines Corporate Blogs. Organisatorisch ist es dennoch natürlich in diesen Abteilungen aufgehangen, deren Blog-Aufgabe aber nicht nur in der PR, sondern auch in Employer Branding und Branding bestehen kann.

Die Botschaften im Corporate Blog sollte für das Unternehmen zentral sein und sind letztlich sogar Chefsache. Wer diesen Markenauftritt seinen Praktikanten und Azubis überlässt, verzichtet auf die großartigen Chancen, die sich aus der digitalen Kommunikationszentrale ergeben. Schließlich können Sie immer wieder auf ihre jeweiligen Blogartikel verweisen, einen Beitrag zu einer öffentlichen Debatte liefern und dadurch zum spannenden Ansprechpartner für die Medien und andere Blogger werden. Online ist ein Blogartikel manchmal die erste Wahrnehmung Ihrer Marke. Es ist der erste Eindruck, den Kunden und Influencer von Ihnen haben. Wollen Sie es sich nicht mit diesen Stakeholdern online verscherzen, sollten Sie viel Wert auf eine Content Strategie legen und Ihren digitalen Markenauftritt planen.

Wer jedoch nur über sich und seine Erfolge schreibt, bleibt auf einer einsamen Bloginsel. Damit dürften viele (eher unbekannte) Marken nicht erfolgreich sein. Natürlich ist es hin und wieder spannend, Geschichten aus dem Unternehmen zu lesen. Doch es geht auch um die Einordnung ins große Ganze. Daher ist es lohnenswert, über sein digitales Umfeld und die Branche zu schreiben. Was passiert in Automobilbranche? Welche neuen Tourismus-Trends gibt es? etc.

Aus diesem Grunden empfiehlt es sich, viel spielerischer mit einem Corporate Blog umzugehen. Es gibt kurzlebige Inhalte, die auf ein Event verweisen, dafür aber eine gewisse Kunden- und Leserbindung erzeugen. Im PR-Blogger verweise ich in jedem Sommer auf den (Offline-)PR-Blogger Geburtstag oder im Januar auf das Bloggertreffen rund um den DLD und lade über mein Blog die Gäste ein. Ein Corporate Blog hat generell den großen Vorteil, dass Sie in Ihren Artikeln genügend Raum für Erklärungen haben und nicht auf wenige Zeichen limitiert werden. Das verführt mitunter zu ausufernden Beiträgen, kann aber auch spannend sein, weil sie sich umfassend erklären können.

Wie nutzen Sie Ihr Corporate Blog? Und vor allem: Welche Corporate Blogs lesen Sie regelmäßig oder zumindest hin und wieder?

>> Impulse: Unternehmensblogs – Zwischen Selbstdarstellung und Recruiting

Bildquelle: BIGSTOCK

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Personalisierte Nachrichten-Apps auf dem Vormarsch http://pr-blogger.de/2013/04/16/personalisierte-nachrichten-apps-auf-dem-vormarsch/ http://pr-blogger.de/2013/04/16/personalisierte-nachrichten-apps-auf-dem-vormarsch/#comments Tue, 16 Apr 2013 08:00:00 +0000 Stefanie Soehnchen http://pr-blogger.de/?p=18622

In einer Zeit der Informationsflut gilt es zu filtern: nach Relevanz, persönlichen Vorlieben und Interessen sowie nach Effizienz. Während die meisten Zeitungen und Zeitschriften inzwischen Apps für Handys und Tablet-PCs anbieten, gibt es längst Anwendungen, die ein interaktives, relevanzorientiertes Sortieren von Nachrichten möglich machen.

News Republic, Tweeted Times, Paper.li und Flipboard – das sind nur ein paar Namen auf der langen Liste von Personalisierten Nachrichten Anwendungen (PNA). Im Detail funktionieren sie alle etwas unterschiedlich, haben aber eines gemeinsam:

Sie stellen aus den vorhandenen Netzinhalten Artikel und Informationen zusammen und sind dabei über Hashtags, Booksmarks, RSS-Feeds und andere Social Media Inhalte ganz individuell an den Interessen des jeweiligen Nutzers ausgerichtet. Darüber hinaus werden die Informationen optisch aufbereitet.

Das hat zum einen den Vorteil, dass Informationen durch unterschiedliche Medienformate in Richtung interaktives Infotainment gestaltet werden können. Allerdings machen es Anwendungen wie Paper.li oder Flipboard auch denkbar einfach, spezialisierte Inhalte mit dem eigenen Netzwerk zu teilen, was auf die eigene Reputation einzahlen und zum fachlichen Dialog anregen kann.

Flipboard bedient sich dabei der Inhalte, Bookmarks und sozialer Netzwerke des Benutzers – je nachdem, was er auswählt, sucht oder zusammenstellt. Hier können Artikel kuratiert werden, die von Freunden geteilt und empfohlen wurden.

Innerhalb eines blätterbaren Kachel-Layouts kann sich der Nutzer zu beliebigen Stichworten Inhalten aus allen gängigen Kanälen – inklusive seines persönlichen Netzwerks zusammenstellen. So erhält er eine einzigartige Zeitung, die er über YouTube, Flickr oder Podcasts interaktiv gestalten kann.

Ähnlich funktioniert die Tweeted Times, die Artikel wiederum auf der Basis des Nutzerverhaltens bei Twitter generiert.

Paper.li ist eine bequeme Art ohne ständig neu zu suchen eine Art Nachrichtenüberblick zu einem bestimmten Thema zu bekommen. Ähnlich wie bei Flipboard stellt sich der Nutzer unterschiedliche Quellen zur Informationssammlung zusammen.

Allerdings kann er hier bestimmen, wie häufig es eine neue Ausgabe geben soll und ob diese automatisch an seine verschiedenen Social Media Netzwerke weitergegeben werden soll. Auf diese Weise kann das individuelle Paper.li als eine Art Newsletter funktionieren und auf die Reputation des “Autors” einzahlen.

Die App Zite durchsucht das Netz nach Artikeln und wertet dann aus, wie diese geteilt und weiterverschickt werden. Durch zusätzliche Informationen wie Art des Artikels und Schlüssel-Merkmale bewertet die App, welche Artikel zu den Interessen des Benutzers passen und schickt diese dann direkt auf das Endgerät.

Je länger man Zite nutzt, desto wertiger können die Informationen werden. Dazu müssen die Nutzer nur konsequent die vorliegenden Informationen bewerten. Allerdings werden deutsche Quellen hierbei bislang leider nicht berücksichtigt. Zite ist nur so gut, wie die Informationen, die wir zuvor eingespeist haben.

Wie hilfreich sind die personalisierten  Nachrichten-Apps?

Durch so spezifische auf die eigenen Interessen und Themen abgestimmte und ständig aktuelle Informationssammlung kann beispielsweise das Social Media Management für Unternehmen leichter gemacht werden.

Wer sich täglich ein fachliches Paper.li aus vertrauenswürdigen Quellen zusammenstellen lässt oder regelmäßig seine Flipboard-Kacheln verfolgt, kann leicht Inhalte für Tweets oder die eigene Facebook-Fanpage generieren.

Außerdem bieten diese Anwendungen eine einfache Möglichkeit, den Diskurs innerhalb eines bestimmten Themengebiets ohne viel Aufwand zu beobachten, um eventuell mit dem Netzwerk oder den gewählten Quellen in den Dialog treten zu können.

Social Media Manager können ihr informationelles Management durch seine Hilfsmittel erheblich verbessern. Sie erhalten dadurch einen sehr schnellen und intelligenten Zugang zu wertigen Informationsquellen und müssen viel weniger recherchieren.

Privat bieten diese Anwendungen neben der Möglichkeit ständig aktuelle, interessante und vor allem relevante Inhalte zu bekommen auch die Chance, das eigene Netzwerk oder den eigenen Themenschwerpunkt effektiv im Auge zu behalten.

Darüber hinaus binden sie innerhalb eines immer interaktiveren, intuitiven Designs auch multimedia Inhalte ein – was einen facettenreichen Einblick in Themenwelten und einen abwechslungsreicheren Umgang mit Nachrichten ermöglicht.

Nutzen Sie bereits Personalisierte Nachrichten Apps? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

Bildquelle: Image courtesy of Oostrom / FreeDigitalPhotos.net

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Enterprise 2.0 muss Begehrlichkeiten wecken http://pr-blogger.de/2013/04/04/enterprise-2-0-muss-begehrlichkeiten-wecken/ http://pr-blogger.de/2013/04/04/enterprise-2-0-muss-begehrlichkeiten-wecken/#comments Thu, 04 Apr 2013 08:53:43 +0000 Sebastian Thielke http://pr-blogger.de/?p=18798 Wenn Sie in der internen Kommunikation auf Social Media setzen wollen, sollten Sie vor allem die damit verbundenen kulturellen Veränderungen im Blick behalten. In meinem Blogartikel zum rein technischen Fokus auf die Enterprise 2.0-Entwicklungsprozesse “Warum Enterprise 2.0 nicht nur auf Technik setzen sollte“ bin ich ausführlich auf die falsche Herangehensweise eingegangen. Die eigentliche Aufgabe in einem offenen und dynamischen Projekt wie Enterprise 2.0 liegt nicht allein in der Technik-bezogenen Umsetzung, sondern in der Unternehmenskultur, der Politik und der Führung. Deshalb sollten Sie Ihre Mitarbeiter immer auf dem laufenden halten und über den Stand Ihrer Enterprise 2.0-Entwicklung informieren. Sprechen Sie darüber!

Kommunikation als Basisinstrument

Betrachtet man diese Bereiche, dann fällt schnell auf, dass hier Konzeption und strategische Planung im ersten Ansatz nicht funktionieren werden bzw. nur eine Argumentationshilfe sein können. In erster Linie muss mit den entsprechenden Instanzen, Stakeholder und Teilnehmern kommuniziert werden. Aber kann ich mit Kultur kommunizieren, wird mir eine Politik im Dialog antworten oder versteht die Führung meine Worte?

Das Atom Mensch

Man kann  alle drei Fragen natürlich mit ja beantworten, denn die kleinste Funktionseinheit in solchen abstrakten Konstruktionen wie Politik, Kultur und Führung ist immer noch der Mensch. Es ist hier einfacher sich die einzelnen Konstrukte als ineinander passende Kuppeln vorzustellen. Das Bild, welchem ich mich bediene, stammt vom Soziologen Niklas Luhmann und seiner Systemtheorie. Dabei werden solche Konstrukte wie Politik, Führung und Kultur als eigenständige Systeme angesehen, die die Möglichkeit haben, sich untereinander auszutauschen bzw. miteinander zu interagieren.  Zurück zum Bild: Kultur ist die Kuppel die Politik und Führung überspannt, die Politik überspannt die Führung und die Führung ist somit das kleinste der Systeme.

Für jedes System gibt es Ansprechpartner

Es ist natürlich sehr theoretisch, dass ein System wie die Kultur erzählen kann bzw. Teil der Kommunikation ist. Betrachtet man jedoch die Teilnehmer der Kultur, die einzelnen Mitarbeiter, die Interessengruppen oder die politischen Gruppierungen, dann wird die Kommunikation greifbarer.  Jede Anspruchsgruppe und jeder Ansprechpartner braucht eine spezielle Ansprache. Dabei stehen natürlich auch die unterschiedlichen Instrumente zur Verfügung, die die Kommunikation bietet: Gespräche, Veranstaltungen, publizistische Medien sowie unternehmensweite und anerkannte Kommunikationskonventionen.

Was wir sagen wollen und was wir transportieren

Wo ist der Sinn darin, dass die Kommunikation mit Kultur, Politik und Führung im Unternehmen betrieben wird? In erster Linie um Begehrlichkeiten für die entsprechende Anspruchsgruppe zu schaffen. Wer etwas möchte und verstanden hat, warum er es möchte, der wird es nutzen, kommunizieren und akzeptieren. Damit hat man einen Anreiz geschaffen, der für Enterprise 2.0 systemimmanent ist: Motivation. Schafft man die Begehrlichkeit bei der Führung, wirkt diese positiv auf die Motivation und Nutzung aller weiteren Beteiligter. Es entsteht eine regelrechte Kettenreaktion der Begehrlichkeit. Das Commitment, welches durch die Kommunikation mit der Führung entsteht, ist eine der wichtigsten Treiber für den Erfolg.

Was vom Enterprise 2.0-Prozess kommunizieren wird

Über diese Frage sollte natürlich die Gesamtstrategie entscheiden. Hier sind die Expertisen der internen Kommunikation besonders wichtig. Generell sollte in einer Guideline wie auch in den Policies die Reichweite der Kommunikation festgehalten und somit an die Beteiligten kommuniziert werden.  Die Kommunikationsstrategie muss in jedem Fall an die unterschiedlichen Phasen der Enterprise 2.0-Entwicklung angepasst werden. So braucht die Pilotphase eine eher geringere Reichweite in der Kommunikation als die Rolloutphase oder Professionalisierung. Möglicherweise müssen hier sogar eingrenzende Maßnahmen erwägt werden, um die Abgrenzung des Piloten von restlichen Unternehmen zu schaffen.

Gesprochene Transparenz

Natürlich können und sollen alle anderen Mitarbeiter des Unternehmens nicht komplett abgeschottet werden. Vielmehr ist hier der thematische Umfang der Kommunikation ausschlaggebend. Allgemeine Kommunikation zum Thema und den Möglichkeiten kann zum Beispiel eine Aufmerksamkeit erzeugen, die für weitere Phasen sehr förderlich ist. Die Entfesselung der Kommunikation kommt spätestens zur Erweiterung des Piloten bzw. im Übergang von Pilot zur Ausrollung. Die Kommunikation sollte alle Möglichkeiten ausschöpfen: große Events oder Treffen für die initiale Aufmerksamkeit, Roadshows für Guidelines und Handbücher oder auch offene Demo-Tage, die jeder freiwillig besuchen kann. Der Fortschritt des Projekts, die Teilerfolge oder die unterschiedlichen Hilfsmittel bieten ausgezeichnete Kommunikationsanlässe. Sie zeigen jedem Mitarbeiter im Unternehmen, das es hier keine Geheimnisse gibt und offen sowie transparent über die Enterprise 2.0-Umsetzung gesprochen wird.

Die Ansprache entscheidet

Die Begehrlichkeit ist ein labiles Gut, dass durch die Kommunikation geschaffen wird. Ebenso kann sie aber auch dadurch zerstört werden. Auf gar keinen Fall darf ein Zwang entstehen – in keiner der Anspruchsgruppen. Der Push-Effekt gehört zu den negativsten Einflussfaktoren, die Enterprise 2.0 Ansätze scheitern lassen. Auch wenn es viel Zeit kostet, und das wird es mit absoluter Sicherheit, ist die freiwillige Begehrlichkeit das oberste Ziel. Die zukünftigen Nutzer müssen von sich aus die Erkenntnis gewinnen, dass die Umgestaltung zu einer Enterprise 2.0 sowohl für sie selbst wie auch für das Unternehmen vom enormen Vorteil ist.

Was sind Ihre Erfahrungen mit dem entscheidenden Element der Kommunikation hinsichtlich Begehrlichkeit und Akzeptanz? Kennen Sie Beispiele wo das Ignorieren der Kommunikation zum Misserfolg geführt hat? Gibt es Beispiele von Umsetzung, die Vorbildcharakter haben?

>> Teil 1: Social Media im Unternehmen: Die falsche Angst vor dem Enterprise 2.0

>> Teil 2: Social Media im Unternehmen: 5 strategische Punkte in der Pionierphase

>> Teil 3: Social Media im Unternehmen: Erfolgsfaktor Mensch im Enterprise 2.0 Projekt

>> Teil 4: Warum Enterprise 2.0 nicht nur auf Technik setzen sollte

Bildquelle: BIGSTOCK, Female-Business-leader-standin, Atom-And-Hands und Businessman-testing-a-micropho

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Strukturen & Prozesse – Stadtwerke Münster setzen bei Social Media auf kurze Wege http://pr-blogger.de/2013/04/03/strukturen-prozesse-stadtwerke-munster-setzen-bei-social-media-auf-kurze-wege/ http://pr-blogger.de/2013/04/03/strukturen-prozesse-stadtwerke-munster-setzen-bei-social-media-auf-kurze-wege/#comments Wed, 03 Apr 2013 11:33:54 +0000 Jens Issel http://pr-blogger.de/?p=19102

Inhalte, Freigabeprozesse und die Akzeptanz von Social Media im Unternehmen – was sich in großen Konzernen schwierig gestalten kann, ist für einen lokalen Energieversorger nicht weniger herausfordernd. Ich habe mit Florian Adler im zweiten Teil unseres Interviews (Teil I) darüber gesprochen, wie er das Thema Social Media unternehmensintern organisiert hat und wie hoch die Akzeptanz bei den Stadtwerken Münster dafür ist.




Wie organisiert Ihr das Thema Social Media im Unternehmen?

Das liegt in der Hauptverantwortung bei mir in der Unternehmenskommunikation. Aber es gibt eine festgelegte Vertretungsreihenfolge, so dass schnelle Reaktionen von uns garantiert werden können. Dazu sitzen Kolleginnen und Kollegen in den Marketing und Serviceabteilungen, die Social Media verstehen und die uns immer wieder Themen und Antworten liefern. Letzteres halte ich unbedingt für notwendig. Auch wir können nicht alles wissen. Da muss man über funktionierende Kontakte im Unternehmen recherchieren, um zeitnah reagieren zu können.

Über welche Anzahl von Mitarbeitern sprechen wir da und haben die Stadtwerke Münster feste Strukturen für Social Media festgelegt?

Sechs Kollegen aus den Bereichen Verkehrsmarketing, Energiemarketing und Kundenservice unterstützen uns bei Inhalten und Antworten im Social Web. Die Organisation selbst ist eher einfach gehalten. Abstimmungen erfolgen meist per Telefon oder E-Mail außerdem in Redaktionssitzungen. Wichtig ist, dass wir beim Thema Social Media die richtigen Personen im Unternehmen kennen und diese Personen wissen worum es geht und wie wir arbeiten. Tagsüber möchten wir dadurch in der Regel innerhalb einer Stunde zumindest eine erste Zwischenantwort geben.

Wie habt Ihr das Thema intern populär gemacht?

Ganz klassisch über Mitarbeiterzeitungen und das Einbinden der Kanäle in unser Intranet. So möchten wir unsere Mitarbeiter motivieren, mit ihren persönlichen Accounts auf unseren Seiten aktiv zu werden und für Viralität zu sorgen.

Ideen und Anregungen geben wir regelmäßig in die Fachabteilungen, bei größeren Themen erstellen wir  darauf bezogene Reportings. Und natürlich ist die Geschäftsführung ein wichtiger Unterstützer, ohne die Social Media nicht wirklich funktionieren würde. Generell haben wir eine sehr gute Unterstützung der Führungskräfte in den Abteilungen, über die wir uns freuen.

Das heißt Ihr berichtet regelmäßig an Führungskräfte?

Unbedingt. Wenn Führungskräfte das Potential von Social Media kennen, können sie ihren Mitarbeitern die Zeit einräumen, Feedback der User auch umzusetzen.  Verbesserungspotentiale, aber auch das Lob für unsere Kolleginnen und Kollegen geben wir natürlich gerne weiter. Dazu kommt, dass wir unsere Follower bei einigen Themen auch um Hilfe bitten, das in die Fachabteilungen geben und diese damit sogar effizienter arbeiten können – das kommt natürlich gut an!

Wie ist die proaktive Kommunikation geregelt?

Es gibt einen Redaktionsplan, wo wir schauen, welche Themen in den nächsten Tagen auf der Agenda stehen, der uns aber auch zeigt, was wir für Themen kommuniziert haben und wie erfolgreich die waren. Ansonsten erfolgt die Abstimmung im Rahmen einer Redaktionssitzung oder adhoc per Telefon. Ziel ist es auch hier schlank und schnell unterwegs zu sein.

Merkt Ihr, dass das Thema ernster genommen wird als in den Anfängen?

In diesem Jahr wollen wir Social Media erstmal in die Medienresonanzanalyse einbeziehen. Dort finden sich bisher nur die „herkömmlichen“ Medien wieder. Das zeigt durchaus auch, dass unsere Aktivitäten als geschäftsrelevant angesehen werden und längst den Status einer “Spielerei“ verlassen haben.

Nicht zuletzt deshalb können wir mittlerweile auch Themen wie die Einführung von Google Transit vorab veröffentlichen, um größere Effekte zu erzielen.

Welchen Tipp könnt Ihr anderen mittelständischen Unternehmen geben, die in Social Media starten wollen? Was sollten Sie in jedem Falle beherzigen und was vermeiden?

Generell gehört zu Beginn Mut und Pioniergeist dazu. Gerade der Mittelstand sollte den Vorteil der internen kurzen Wege nutzen. Zudem erreichen sie ihre Mitarbeiter direkter und schneller. Damit ist es leichter unternehmensweites Verständnis und Unterstützung für das Thema Onlinekommunikation zu schaffen. Hier sehen wir für uns selbst auch noch Potential.

Am Ende läuft Social Media aber über Inhalte. Und da ist der regional verankerte Mittelstand in der Regel näher an den Menschen und relevanten Themen.

Teil 1 des Interviews: Stadtwerke Münster – Erfolgreich mit lokalen Inhalten und Innovationen


Bildquelle: Bigstock – Netzwerk

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Stadtwerke Münster setzt erfolgreich auf lokale Social Media-Inhalte http://pr-blogger.de/2013/04/02/stadtwerke-munster-setzt-erfolgreich-auf-lokale-social-media-inhalte/ http://pr-blogger.de/2013/04/02/stadtwerke-munster-setzt-erfolgreich-auf-lokale-social-media-inhalte/#comments Tue, 02 Apr 2013 09:39:32 +0000 Jens Issel http://pr-blogger.de/?p=19031 Ein lokales Unternehmen und dazu schwierig zu vermarktende Produkte wie Energie und Nahverkehr – kann man damit im Social Web erfolgreich sein? Seit Januar 2012 betreut Florian Adler hauptverantwortlich das Thema bei dem lokalen Energieversorger Stadtwerke Münster. Ich habe mit ihm darüber gesprochen, ob sich Social Media für lokale Unternehmen lohnt.



Fast fünfzehn Monate ist es jetzt her, dass ich selbst von den Stadtwerken Münster zu Eck Kommunikation nach München gewechselt bin. Fast drei Jahre seit die Stadtwerke Münster sich auf das Thema Social Media- und Online-Kommunikation eingelassen haben. Im Mai 2010 haben wir begonnen die neuen Medien voranzutreiben. Wir haben damals Strategien entwickelt, uns an verschiedenen Kanälen ausprobiert und die Internetseite den neuen Anforderungen angepasst. Seitdem betreut Florian Adler das Thema.

Kannst Du für uns nochmal Kanäle und Kennzahlen eurer Aktivitäten bei den Stadtwerken Münster nennen? Und wie zufrieden seid Ihr mit Euren Kennzahlen?

In Facebook haben wir heute 2.600 Fans bei rund 150.000 potentiellen Usern in Münster. Außerdem sind wir auf Twitter mit rund 1.700 Followern aktiv. YouTube nutzen wir als reine Content-Plattform. Unseren Corporate Blog haben wir inzwischen wieder eingestellt, weil wir nicht genügend Ressourcen hatten, um einen regelmäßigen Blogbetrieb zu gewährleisten. Stattdessen haben wir uns auf Facebook und Twitter konzentriert und bei diesen Online-Aktivitäten unsere Reichweite steigern können. Im Vergleich zu anderen Institutionen in Münster und lokalen Energieversorgern sind wir mit den Ergebnissen zufrieden. Aber wir haben sicherlich noch Luft nach oben. Wir versuchen regelmäßig zu analysieren, mit welchen Themen wir unsere Fans erreichen.

Was ist das Ergebnis solcher Analysen? Welche Themengebiete stehen bei den Stadtwerken Münster im Vordergrund?

Zum einen ist das der Nahverkehr. Ich würde schätzen, dass 75 Prozent unserer Fans das am ehesten interessiert. Sie kommen mit unseren Bussen und Haltestellen täglich in Kontakt. Als lokaler Energie- und Wasserversorger versuchen wir aber auch diese Themen stärker in den Fokus zu rücken. Außerdem berichten wir über unsere Sponsoringaktivitäten sowie Innovationen wie unsere elektronische Kundenkarte. Das versuchen wir immer in Verbindung mit lokalen Themen zu spielen, die die Leute aus Münster interessieren.

Wie vermarktet man online ein Thema wie Energie und Wasser am besten?

Das ist natürlich schwierig, weil das Produkt nicht fassbar und eigentlich selbstverständlich ist. Aber wir versuchen das immer wieder durch Aktionen voranzubringen. Aktuell haben wir ein großes Panorama aus einem unserer Wasserwerk online gestellt, mit einer 360-Grad-Ansicht. Die User können hier aktiv werden. Grundsätzlich ist das keine Neuerung, aber für uns eine neue Darstellungsform. Vielleicht unser erster kleiner Schritt hin zur Augmented Reality. (lacht)

Wie sind Eure Themen inhaltlich aufbereitet?

Wir bemühen uns, interessante Hintergrundinformationen mit lokalem Bezug  zu liefern, Informationen, die zeigen, dass wir hier vor Ort sind, vor allem mit Bildern. Natürlich haben wir weniger Fans und auch eine geringere potentielle Reichweite als überregionale Unternehmen, aber insbesondere die Interaktion ist bei uns im Verhältnis häufig höher, weil sich unsere Fans einfach mehr mit uns als lokalem Unternehmen identifizieren. Außerdem werden wir unserem Motto „Einfach. Näher. Dran.“ damit gerecht. Wir können hier in die Stadt fahren, ein Bild schießen und damit  auch aktuell auf den Kunden eingehen. Vor Ort bekommt man viele Sachen einfach schneller mit und kann darauf reagieren. Das ist unser Trumpf.

Gibt es weitere Unterschiede für regionale Unternehmen?

Unsere Offline-Vernetzung mit öffentlichen Institutionen wie der Universität, der Stadt und auch dem Münster-Marketing ist ein Vorteil. Hier kommen wir in den Austausch über Themen, Erfahrungen und lernen aus Best-Practice-Fällen vor Ort. Da kann man viel gewinnen. Außerdem die Vernetzung mit lokalen Organisationen wie Münster4Life. Diese Vernetzung setzt sich Online fort. Verkehrsumleitungen werden beispielsweise regelmäßig auch von der Uni retweetet. Dazu kommen regionale Ereignisse wie die Spiele von Preußen Münster. Darüber können wir kommunizieren. Das verbindet.

Wo ist bei Euch der Unterschied zwischen Facebook und Twitter in der Kommunikation?

Facebook ist bei uns darauf ausgerichtet Themen aktiv zu setzen und zu bebildern. Darauf reagieren die User und gehen in den Dialog. Auf Twitter wird der Dialog häufig durch die User selbst begonnen. Hier ist der reaktive Anteil höher, die Kommunikation schneller.

Was war Euer erfolgreichster Inhalt im letzten Jahr?

Wir haben als erste deutsche Stadt Google-Transit eingeführt. Eine Fahrplanauskunft, die in Google Maps integriert ist. Wir haben das exklusiv vorab auf Facebook und Twitter veröffentlicht, auch mit der Bitte uns Rückmeldung zu geben, was man noch verbessern könnte. Das war sehr erfolgreich und wurde von vielen lokalen Internetseiten und Blogs aufgegriffen, auch weil wir hier bundesweit Vorreiter waren.

Sind es vor allem technische Themen die funktionieren, weil die User hier affiner sind?

Technik ist das eine. Allerdings würde ich es eher unter Innovationen zusammenfassen. Für die elektronische Kundenkarte, das e(lektronische) Ticket, Google-Transit und die Echtzeitanzeige über QR-Codes an Haltestellen interessieren sich Facebooknutzer offenbar besonders. Aber auch weniger innovative Themen mit lokalem Charakter funktionieren gut, weil sie Emotionen wecken und hier ein unmittelbarer Bezug besteht.

Wie sieht es mit gezielten Onlinekampagnen bei euch aus?

Wir begleiten vor allem die Offline-Kampagnen. Derzeit beispielsweise das eTicket. Da sind die Online-User natürlich affin und dann gibt es bei uns über einige Wochen Informationen mit immer neuen Hintergründen, die dann auch wieder zur Interaktion anregen. Ansonsten setzen wir auf kontinuierlichen Dialog. Weniger auf Kampagnen.

Umgekehrt haben wir aber versucht die Social-Media-Kanäle offline zu vermarkten. Es gab Artikel in der Lokalpresse, wir haben damals mit dir ein Busheck mit unserem Twitterkanal gestalten lassen, haben Plakate und Postkarten mit entsprechenden Kanälen genutzt. Das war für den Anfang ganz gut. Heute setzen wir eher auf alltägliche Dinge wie Icons auf Schreibblöcken, Flyern und Werbemitteln. Einfach weil es mittlerweile ein regulärer Kommunikationskanal geworden ist.

Welche Erfahrung habt Ihr mit Facebookanzeigen gemacht? Welchen Umfang nimmt das ein?

Da heben wir vor allem spezielle Themen, wie das eTicket von Zeit zu Zeit hervor. Aber gerade was die zielgruppengenaue Werbung betrifft ist das ganz nützlich. Wir expandieren mit unserem Geschäftsgebiet als Energieversorger mittlerweile in einzelne Orte und Städte im Münsterland. Hier können wir ganz genaues Targeting nutzen und haben geringere Streuverluste.

Unsere Versuche mit Werbeanzeigen auf Facebook zeigen dabei durchaus erste Erfolge – hier werden wir uns weiter ausprobieren,

Lohnt sich Social Media deiner Meinung nach für regionale Unternehmen?

Gerade für regionale Unternehmen lohnt es sich als Imageinstrument, weil diese viel mehr auf die Interessen Ihrer Kunden eingehen können. Solche lokalen Bezüge erreichen Adidas, Apple, Microsoft & Co. eher selten. Zwar haben wir niedrigere Fanzahlen, aber die Interaktionsraten liegen im Verhältnis bei uns meist höher. Lokal liegen Online- und Offlineerlebnis viel enger beieinander.

In Teil II spricht Florian Adler mit mir darüber, welchen Stellenwert die Sozialen Netzwerke heute im Unternehmen haben, wie wichtig das Commitment der Führungskräfte ist und wie das Ganze bei den Stadtwerken heute organisiert ist.


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