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Digitale Identität oder warum ich ein rotes Hemd trage

Kurz bevor ich mich für einen zweiwöchigen Urlaub nicht nur von meinen Mitarbeitern und Kunden verabschiede, sondern auch vom Internet und meiner digitalen Identität – mein Urlaub ist immer und grundsätzlich offline – hatte ich mit Thomas Euler ein langes und sehr anregendes Gespräch für seinen „The Path Podcast“.

Viele Leserinnen und Leser werden wissen, dass ich mit Thomas sehr lange, von 2007 bis 2016, zusammengearbeitet habe. Er war mein erster Mitarbeiter in meiner damaligen Firma Eck Kommunikation, hat alle Veränderungen des Unternehmens bis zur heutigen Content Marketing-Agentur d.Tales mitgestaltet und mit ihm habe ich bisher wohl auch am längsten zusammengearbeitet. Beste Voraussetzungen also für solch ein Gespräch, das doch wirklich fast zwei Stunden lang geworden ist. Im Folgenden möchte ich Sie etwas neugierig machen und natürlich zum Hören des Podcasts einladen.

Digitale Identität oder warum ich immer ein rotes Hemd trage

Identität hat mich als Begriff und Phänomen schon sehr früh fasziniert und interessiert und beschäftigt mich nicht nur in ihrer digitalen Form bis heute. Um Identität geht es im ersten Teil unseres Gesprächs, in dem ich Ihnen nicht nur das Thema meiner Diplomarbeit verrate, sondern auch, warum ich schon seit vielen Jahren bevorzugt rote Hemden trage. Narzisstische Kränkungen durch Nichtwahrnehmung sind ebenso Thema wie meine Erfahrung, warum Twitterer nach einem Event immer am selben Tisch landen. Auch über mein persönliches Reputationsmanagement und Personal Branding erzähle ich Ihnen im Podcast.

Klaus Eck

Erste Schritte ins Internet und was erwartet uns zukünftig?

Für das Internet habe ich mich schon sehr früh interessiert, ich erinnere mich an die Faszination, die bereits die Vorformen wie Mailboxen und das Fidonet Ende der 8oer Jahre auf mich ausübten. Und schon während meines Studiums war mir klar, dass ich einmal beruflich etwas mit diesem Internet machen wollte. Wie langsam dieses erste Internet damals war, kann sich heute wohl kaum noch jemand vorstellen. Ich denke mit einem Schmunzeln an eine Jurytätigkeit in Paris, wo wir zum Anschauen von zehn Webseiten etwa eine Stunde benötigten – das französische Internet war damals noch langsamer als das deutsche.

Bis heute faszinieren mich am Internet die unendlichen Möglichkeiten der Wissensaufnahme. Ich bin jemand, der schon immer gerne sehr viel gelesen hat – nicht nur im Urlaub – und damals habe ich geahnt und vor allem gehofft, dass das Internet viele Chancen eröffnet. Doch das Internet der Zukunft wird sehr viel weniger textbasiert sein, schon heute spielen Bilder und Bewegtbilder eine immer größere Rolle – Visual Storytelling wird meiner Ansicht nach das Internet künftig prägen. Und Informationen werden sehr viel stärker persönlich zugeschnitten sein. Wir werden keine RSS-Feeds oder Newsletter mehr abonnieren, sondern auf Grund unseres Online-Verhaltens die Informationen erhalten, die sich an unseren wirklichen Bedürfnissen orientieren. Für manche ist das ein Graus.

Von econcon über Eck Kommunikation zur Contentagentur d.Tales

Der zweite Teil meines Gesprächs mit Thomas Euler handelt vor allem von mir als Unternehmer. Ich habe schon sehr früh gemerkt, dass ich wirklich selbstbestimmt nur als Selbstständiger bzw. im eigenen Unternehmen arbeiten kann und will. Bereits im Jahr 2000 begann ich deshalb nach Anstellungen als Lektor, Redakteur und Information Manager selbstständig als Kommunikationsberater zu arbeiten. Heute bin ich zwar als Geschäftsführer wieder angestellt, aber im eigenen Unternehmen d.Tales, an dem seit einigen Monaten die Schlütersche Verlagsgesellschaft 51 Prozent der Anteile hält.

Wie es dazu kam, können Sie ausführlich im Podcast nachhören und das Ganze ist sicher auch deshalb so spannend, weil Thomas Euler diese Prozesse des Umbaus meines Unternehmens ganz hautnah miterlebt und als zeitweiliger Geschäftsführer der neben der Content-Marketing-Agentur d.Tales gegründeten Unternehmensberatungsgesellschaft Eck Consulting mitgestaltet hat. Ich spreche sehr deutlich über Fehler und Misserfolge, aber auch über die Unterstützung, die ich in schwierigen unternehmerischen Zeiten vor allem von meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfuhr.

Ausblicke in die Zukunft von d.Tales

Die Gründung von d.Tales als Content-Marketing-Agentur zeigt, wie viel Potenzial ich diesem Thema zutraue. Wir haben einen großen Vorteil im Gegensatz zur klassischen Agentur, und in meinen Augen ist das wirklich ein Vorteil, denn nichts würde mich mehr langweilen, als Abläufe nur wiederholend zu begleiten, uns immer wieder neu zu erfinden.

Gemeinsam mit unseren Kunden an spannenden Konzepten für Content-Marketing-Strategien zu arbeiten, diese in den Unternehmen zu implementieren, den Protagonisten bei ihren jeweiligen Rollen zu helfen und die Prozesse beratend zu begleiten – was gibt es Interessanteres und Kreativeres? In diesem Sinne hoffe ich, Ihnen den Podcast etwas schmackhaft gemacht zu haben und würde mich natürlich über Ihr Feedback sehr freuen, das ich nach meinem Urlaub mit Spannung erwarte. Ihnen einen schönen Sommer!