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Branson, Bier und Brezn – das war die Bits & Pretzels 2016

Drei Tage lang hat die Bits & Pretzels ihren Besuchern sehr viel geboten. Interessante Themen, hochkarätige Speaker, spannende Startup-Ideen und ein internationales Publikum mit Lust auf intensives Networking – vor, nach und während des Events.

Von „Frank“ Underwood über Richard Branson zu den Sportis

Mit Spannung wurde die Auftaktrede von Kevin Spacey erwartet und der US-Star hat sein Publikum nicht enttäuscht. Vor allem Fans der Serie House of Cards waren begeistert, als der Schauspieler ab und zu in die Rolle seines Charakters Francis „Frank“ Underwood schlüpfte.

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©Dan Taylor/Heisenberg Media

Der zweite Tag stand dem ersten aber in nichts nach. Der Virgin-Gründer Richard Branson sprach im Interview nicht nur über die eigenen Erfolge und Projekte, sondern auch darüber, was ihn immer wieder antreibt: die persönliche Unzufriedenheit mit einer Situation.
Erfolgreiche Unternehmer müssen von dem Wunsch getrieben sein, einen Missstand für alle Menschen verbessern zu wollen, und überzeugt sein, dass sie dazu in der Lage sind.
So kam es laut Branson auch zur Gründung der Virgin Airlines: Als er nachts keinen Flug zu den Virgin Islands mehr bekam, chartete er kurzerhand ein Flugzeug und bot anderen wartenden Reisenden an, sie mitzunehmen. Am nächsten Tag rief er bei Boeing an.

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Den prominenten Abschluss bildeten die Sportfreunde Stiller mit einem mitreißenden, einstündigen Liveauftritt. Hier zeigte die Startup-Szene, dass sie auch am Ende des zweiten Tages nicht müde war und noch energisch mitsingen konnte. Den Sportis gefiel nicht nur die Stimmung, sondern auch der bayrische Dresscode, an den sich viele (auch nicht bayrische) Besucher gehalten hatten.

#1 Kriterium für den Startup-Erfolg: Timing

Einer der hörenswertesten Speaker war Nathan Blecharczyk, Co-Founder von Airbnb. Er schilderte auf amüsante Art und Weise die Entstehung von AirBed & Breakfast, das 2007 ins Leben gerufen wurde, um die eigenen Miete bezahlen zu können. In seinem Vortrag ging er auf ihre schwierige Investoren-Suche („No one will ever use it.“) und das schlechte Timing beim Launch (Wirtschaftskrise, September 2009) ein und sprach damit vielen Startups aus dem Herzen.

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Doch Nathan betonte auch, dass Kreativität, Durchhaltevermögen und harte Arbeit sich auszahlen. So nützten die beiden Gründer beispielsweise den US-Wahlkampf, indem sie Frühstücksflocken in Handarbeit „umetikettierten“ und ihre Obama O’s und Captain McCain’s an ausgewählte Journalisten verschickten. Eine einfallsreiche Aktion, die sie bis ins nationale Fernsehen brachte.

Heute hat Airbnb allen Zweiflern gezeigt, dass es sehr viele Menschen gibt, die bereit sind, mit Fremden das Heim zu teilen.

And the (Startup-)Winner is …

Andere von der eigenen Idee zu überzeugen, das war auch das erklärte Ziel von allen Teilnehmern, die beim diesjährigen Pitch Contest an den Start gingen. Ins Finale schafften es die besten Startups aus den sechs Clustern:

Mit einem beeindruckenden Pitch auf der Hauptbühne hat Freya Oehle von Spottster, einer „Shopping zum Wunschpreis“-Plattform, die Jury überzeugen und ihrem Unternehmen einen Platz bei der Extreme Tech Challenge auf Necker Island sichern können.

The Bavarian way of networking

Den gebührenden Abschluss fand das Event auf dem Oktoberfest. Im Schottenhamel waren die Bits & Pretzels-Teilnehmer unter sich und hatten viel Zeit sich auszutauschen. Bei Bier und Hendl in bayrisch-gemütlicher Atmosphäre ging das Networken wie von selbst. Denn bekanntlich sind Sprachbarrieren und Zurückhaltung auf dem Münchner Oktoberfest so schnell überwunden wie sonst nirgends.

Die Gründer Andreas Bruckschlögl, Felix Haas und Bernd Storm

Unser Dank gebührt dem Bits & Pretzels-Team, das eine hervorragende Veranstaltung mit großartigem (Rahmen-)Programm auf die Beine gestellt hat.

In diesem Sinne: Servus, macht’s guad und bis zum nächstn Moi!

 

Bildquellen: Bits & Pretzels, Franziska Stadler/d.Tales