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Wie Saturn zum Content-Marketing steht

Um Kunden zu erreichen, müssen Marken heute auf vielen Kanälen vertreten sein. Eine Werbeanzeige oder eine Kundenzeitschrift reichen nicht mehr aus. Vor einem Jahr hat Saturn deshalb das Magazin Turn On gelauncht – als Online- und POS-Version. Im Interview zieht Thorsten Eder, Head of Digital Marketing und CRM für Saturn, ein Resümee zum ersten Jahr. Außerdem verrät er, wie es seinem Team gelingt, Kunden an allen relevanten Touchpoints zu erreichen.

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Turn On ist vor einem Jahr gestartet – wie zufrieden sind Sie mit Ihren bisherigen Ergebnissen?

Wir sind sehr zufrieden. Die verschiedenen Formate von Turn On – das Printmagazin, unsere Webseite www.turn-on.de und unser Youtube-Kanal – werden gut angenommen. Bereits 2,5 Mio. Besucher haben unser Online-Angebot besucht. Das kann sich sehen lassen und liegt sicher auch daran, dass wir immer wieder besondere Highlights bieten. Als zum Beispiel Samsung sein neuestes Smartphone-Flaggschiff, das Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge, Ende Februar in Barcelona vorgestellt hat, waren wir live vor Ort mit dabei. Unsere beiden Turn On-Moderatoren Alex und Jens berichteten per Twitter, außerdem haben wir parallel über unsere Saturn und Turn On-Kanäle vorbereiteten Content veröffentlicht. Mit 50.000 Youtube-Videoaufrufen in weniger als 36 Stunden und 200.000 Twitter-Impressionen waren wir eine der Top-Quellen für den Event.

Wie viel Prozent Ihrer Kunden kennen das Magazin?

Prozentzahlen hierzu erheben wir bisher nicht. Aber unsere Auswertungen zeigen, dass wir es schnell geschafft haben, eine umfangreiche und treue Fanbase zu gewinnen – und das sind bei Weitem nicht nur bestehende Saturn-Kunden.

Sie setzen mit Turn On bewusst auf Content-Marketing. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Welche Rückmeldungen haben Sie von den Kunden bekommen?

Technik ist ein eher komplexes Thema, daher möchten wir unsere Kunden umfassend dabei begleiten. Sie wünschen sich Inspiration und daher stellen wir vor, was es an Neuheiten gibt. Und sie möchten Informationen darüber, was man mit einem neuen Gadget alles machen kann und was die Vorteile gegenüber anderen Produkten sind. Das ist die perfekte Basis für Content Marketing – mit Turn On können wir unseren Kunden die umfangreichen Zusatzinformationen liefern, nach denen sie vor und nach dem Kauf eines Produktes suchen. Von Tests über Videos bis hin zu Ratgebern.

Dieses Angebot kommt gut an – unsere Onlineredaktion erhält viele Leserbriefe und Anfragen, die zeigen, dass wir mit unseren Inhalten das Interesse der Kunden treffen.

Bei Turn On steht die Technik im Vordergrund, die Autoren der Artikel spielen eher eine Nebenrolle. Warum verzichten Sie bewusst auf Personalisierung?

Für uns war es zunächst wichtig, Turn on über seine Inhalte zu platzieren. Dafür haben wir ein festes Autorenteam engagiert, das wir übrigens auch unten auf der Seite beim Punkt „Team“ vorstellen.

Zusätzlich stellen wir unsere Autoren bei den Artikelformaten „Meinung“ und „Kolumne“ in den Mittelpunkt. Mit unseren Erfahrungen aus dem ersten Jahr werden wir unsere Plattform nun weiterentwickeln und planen dabei auch, die Personalisierung zu verstärken.

Wie würden Sie Turn On im Vergleich zu anderen Magazinen der Branche einordnen?

Beim Start von turn-on.de haben wir uns natürlich auch andere Technikplattformen angeschaut. Mit Turn On gehen wir aber einen sehr eigenen Weg. Inzwischen kennen wir unsere Leser und Zuschauer sehr gut, sodass wir unsere Inhalte konsequent danach ausrichten können, was ihnen einen wirklichen Mehrwert bietet.

Hinzu kommt, dass unser Content Marketing weit über Turn On hinausgeht. Gerade erst haben wir Turn On zum Beispiel enger mit unserem Techtalk auf saturn.de verzahnt. Die Themen aus den kurzen Videos mit „Tech-Nick“ können so redaktionell tiefer begleitet werden. Am POS sind wir durch das Printmagazin und digitale Inhalte präsent. Außerdem werden die Saturn-Kanäle wie Facebook zum Teil mit unserem, aber auch mit eigenem Content gefüllt. Und bei Instagram sind Kollegen aus einem unserer Saturn-Märkte sehr stark bei der Ideenfindung involviert und dabei kommen tolle Bilder heraus. So erreichen wir unsere Kunden an allen relevanten Touchpoints.

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Was sind Ihre größten Herausforderungen bei Turn On?

Herausforderungen für uns ergeben sich durch die Art und Weise, wie Content heute aufgenommen wird. Das bedeutet, dass wir schon in der Aufbereitung darauf achten müssen, „snackable“ zu sein. Also kleine Häppchen zu servieren, ohne dabei die Detailtiefe zu verlieren, die manche Themen einfach brauchen. Auch ist es wichtig, neue Darstellungsformen zu berücksichtigen, die für uns interessant sein könnten, zum Beispiel Facebook Instant Articles. Wir wollen genau mit dem richtigen Format zur richtigen Zeit am passenden Ort sein, um weiterhin hohe Interaktionen und auch entsprechende Reichweiten zu generieren.

Zu Beginn mussten Onliner bis zum Ende der Seite scrollen, um die Verbindung zu Saturn zu finden, jetzt ist sie direkt im Header integriert. Wie kommt es zu dieser Anpassung?

Während der ersten Zeit haben wir uns zunächst darauf konzentriert, die Inhalte und die Strukturen zu optimieren und zu testen, wie das Angebot bei unseren Kunden und Technikfans ankommt. Anschließend haben wir Turn On sehr klar als das Saturn-Magazin für Technikfans positioniert. Die Marke Saturn wird künftig übrigens noch prominenter in Erscheinung treten.

Warum muss man eingeloggt sein, um einen Kommentar hinterlassen zu können?

Aktuell haben wir die Kommentarfunktion in der Tat noch mit einem Log-in verbunden, zukünftig wird sich das aber ändern.

Turn On ist als Online und POS-Version erhältlich. Spiegeln Sie die Inhalte eins zu eins? Wenn nein, was sind die Unterschiede?

Alle Inhalte von Turn On sind über die unterschiedlichen Kanäle hinweg eng verknüpft, aber nicht unbedingt deckungsgleich. So stellen wir im Printmagazin, das unter anderem in unseren Saturn-Märkten mitgenommen werden kann, aus Platzgründen nur eine Auswahl der Themen dar, die auf der Webseite oder auf Youtube zu finden sind. Einige Themen finden auch nur im Magazin statt. Gleichzeitig haben wir bereits in unseren neuen Saturn Connect-Märkten in Trier und Köln Tablets an ausgewählten Sortimentsbereichen abgebracht, auf denen Online-Content von turn-on.de am POS abgerufen werden kann.

Was würden Sie sich für Turn On in den kommenden Jahren wünschen?

Das ist einfach: Ich wünsche mir, dass es uns weiterhin mit immer neuen Ideen und spannenden Impulsen gelingt, den Technikalltag unserer Kunden mit unseren Inhalten zu bereichern und sie für Technik zu begeistern – analog wie digital.

 

Bildquelle: saturn.de

  • Anderer Max

    „Prozentzahlen hierzu erheben wir bisher nicht.“
    wohl eher
    „Prozentzahlen lassen wir nur den Anzeigenkunden zukommen.“