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Morgenwelt 148: Storytelling in Social Media wirkt

Wer würde sich nicht die Zeit nehmen, eine gute Geschichte zu hören? In Zeiten, in denen Informationen nur so an uns vorbei rasen, bieten Geschichten so etwas wie bedeutungsvolle Oasen. Unternehmen, die Storytelling gekonnt in ihrer Unternehmenskommunikation einsetzen, können sich also die Aufmerksamkeit ihrer Stakeholder sichern. Diese und weitere Social Media Geschichten gibt es in der heutigen Morgenwelt.

Märchenhaft: “I love Coca Cola” – von den fast 40 Millionen Fans der Coca Cola Facebookpage schreiben das Dutzende täglich auf die Wall. Doch wie erreicht man ein derartiges Brand Commitment? User Empowerment und Crowdsourcing lauten hier die prickelnden Schlüsselworte. Jonatan Mildenhall, Vice President Global Creative Coca Cola, erklärt in zwei animierten Videos, dass es das erklärte Ziel ist, an jedem Touchpoint mit Stakeholdern “eine emotionale Geschichte zu erzählen”. Eine monatliche Fanwachstumrate von 3 Prozent gibt diesem Konzept recht.

Ausgezählt: Schon zum zweiten Mal liefert der Blog “The Social Skinny” 100 Eckdaten rund um Social Media. Und was da zu finden ist, war zu erahnen, überrascht aber dennoch. Hätten Sie beispielsweise gewusst, dass 2.8 Milliarden Menschen (die Hälfte aller Internetnutzer) Social Media Profile haben? Oder, dass 41 Prozent der User Social Media bei der Jobsuche verwendet haben? Selbst wenn Ihnen diese Zahlen nicht neu sind, lohnt sich ein Durchstöbern der 98 anderen Fakten auf der Liste.

Aufgelistet: Die Analytiker von Searchmetrics haben sich angesehen, was zu guten Suchmaschinen-Rankings von Inhalten führt. Obwohl Backlinks immer noch eine große Rolle spielen, stellte sich vor allem voraus, dass “Social Signals” aus Facebook, Twitter und Google+ den Google-Rank beeinflussen.

Versichert: Auch deutsche Versicherungsgesellschaften nutzen inzwischen Social Media immer stärker um Nahe an ihren Stakeholdern dran zu sein. In der Studie “Social Media in der Versicherungsbranche” von BearingPoint führte die R+V Versicherung das Feld in punkto Social Media Engagement und Einsatz an, gefolgt von der Gothaer und der Allianz Versicherung. Besonders aufgefallen war bei diesen dreien die effektive Präsenz auf multiplen Kanälen und der rege Austausch zwischen Unternehmen und Nutzern.

Abgelaufen: Trends sind nicht nur vergänglich, sie wirken auch ein bisschen eigenartig, wenn sie aus ihrem jeweiligen zeitlichen Kontext gerissen werden. Deshalb kann ein Hipster von heute, über die Checker von gestern nur lächeln. Und die Trendsetter von Übermorgen denken sich wahrscheinlich amüsiert ihren Teil, wenn sie die faltigen Zeitzeugen erzählen hören:

Vermieden: Es gibt angenehme Kontakte in Social Networks und es gibt eher nervige. “Freunde”, die andauernd persönliche Fragen stellen, eigene Inhalte verkaufen wollen, alles besser wissen oder keinen Spaß verstehen sind auf der Liste der “7 Arten von Nutzern, die gemieden werden sollten”. Hilfreich ist diese Liste vielleicht auch zwecks kritischer Selbstreflexion.

Eingestellt: Man sollte meinen, dass innovative Firmen wie Twitter im so genannten “War for Talents” keine Probleme haben sollten. Doch selbst wenn: Mit humorvollen Recruitingvideos (siehe Beispiel unten) bekommen sie jedenfalls reihenweise “Wo kann ich mich bewerben?”-Anfragen.

Verschwendet?: Viele Firmen sperren nach wie vor den Zugang zu Social Media am Arbeitsplatz – Angst vor Zeitverschwendung ist hier der Hauptgrund. Und tatsächlich surfen Mitarbeiter täglich etwa eine Stunde in sozialen Netzwerken wie die folgende Infographik zeigt. Dazu sei gesagt: Dank der wachsenden Smartphone-Nutzung lassen sich Verbote heute einfach umgehen.

Bildquelle: Shutterstock

  • http://www.facebook.com/john.sebastian.komander.sijox John-Sebastian Komander von Si

    2,8 Milliarden Profile, oder? ;)

    • http://www.facebook.com/profile.php?id=668632082 Stefanie Söhnchen

      Stimmt – sorry – Milliarden. Danke für den Hinweis… wird geändert. :)

  • http://www.121watt.de/social-media-seminar/ Alexander Holl

    Hallo danke für die Informationen. Ganz wichtig bei den Daten von Searchmetrics. Es sit nicht so das die Präsenz bei Facebook, Google+ oder Twitter Rankings beeinfußt. Es gibt zwar eine hohe Korrelation zwischen den guten Positionen bei Google und Aktivitäten bei Facebook & Co. Es bleibt aber correlation nicht causation