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Morgenwelt 147 – Warum wir eine Veränderung des Urheberrechts brauchen

Social Web und das Urheberrecht – Zwei Themen die untrennbar miteinander verbunden sind. Das Sharing bildet sozusagen die Grundlage der Social Media-Aktivitäten. Aber wer Inhalte teilt greift früher oder später auf fremden Content zurück und verstößt damit womöglich gegen das Urheberrecht. Für die User ein schwer zu durchschauendes Thema. Ein Problem, dem sich neuerdings auch alle Printerest-Nutzer stellen müssen. Dieses Thema und viele weitere finden Sie in der aktuellen Morgenwelt 147.

Urheberrecht und Pinterest – Ein Problem? Die Antwort lautet wohl: Pinterest hat kein Problem, sehr wohl jedoch die Nutzer. Pinterest als Anbieter schließt eine Haftung für die dort geteilten Inhalte aus. Carsten Ulbricht sagt: „Wenn man es genau nimmt, beinhaltet jede Plattform, die – teilweise mit einem Klick – die Möglichkeit bietet, nutzergenerierte Inhalte zu veröffentlichen ein „Urheberrechtsverletzungsfeature“.
Bei Facebookverlinkungen sieht es offenbar ähnlich aus. Laut Spiegel ist die durchschnittliche Facebook-Pinnwand eines 16-Jährigen 10.000 Euro Abmahnkosten wert. Die vermeintliche Lösung jeden Urheber um Erlaubnis zu fragen scheint in beiden Fällen nicht praktikabel.
Das Fazit lautet: Der Gesetzgeber und die Gerichte scheinen nachwievor weit abgehängt. Millionen User handeln auf eigene Faust – häufig womöglich rechtswidrig.

Die User, die die bekanntesten Bildern  auf Pinterest veröffentlicht haben, machten sich vermutlich keine Gedanken um das Urheberrecht. Schön sind die Bilder übrigens trotzdem.

Shitstorms treffen nur große Unternehmen. Den Gegenbeweis hat jetzt die Großbäckerei Müller-Brot GmbH angetreten. Das Unternehmen mit 1.300 Mitarbeitern geriet in der vergangenen Woche wegen Hygienemängeln in die Schlagzeilen. Im selben Atemzug hat sich das Unternehmen offenbar entschlossen unliebsame Facebookposts auf ihrer Pinnwand zu löschen. Zuvor waren erste Versuche gescheitert Erklärungen abzugeben und verschiedene Beiträge zu kommentieren. Strategisch wurden hier zur Unzeit also eher kleine Brötchen gebacken. Auch mittelständische und kleine Unternehmen sollten sich daher über eine Social Media-Strategie Gedanken machen.

Milliardengeschäft Facebook: Wie verdient das soziale Netzwerk Geld? Was geschieht im Hintergrund mit den Daten der Nutzer? Am 13. Februar versucht eine ARD-Doku Einblicke in die Arbeit von Facebook zu gewähren. Unter anderem durch ein exklusives Interview mit Marc Zuckerberg. Weitere Vorabinfos zu dieser Doku erhalten Sie in den nächsten Tagen auch hier bei uns im PR-Blogger.

Wenn Streit, dann mit Freundesfreunden. Zumindest laut einer Studie im Auftrag der
Bayerischen Landeszentrale für neue Medien
ist diese Art von Streit um zwei Ecken in sozialen Netzwerken unter Jugendlichen offenbar am weitesten verbreitet. Dabei brauchen sich diese nicht mal persönlich zu kennen. Bei dem, was vielen Erwachsenen im ersten Moment ungewohnt vorkommen mag, unterscheidet die Studie zwischen Spaß-Streit, Meinungsverschiedenheiten, Streit und Mobbing.

Neuer Photoviewer für Facebook: Seit diesem Mittwoch steht den meisten Facebooknutzern der neue Photoviewer zur verfügung. Alle Kommentare und Likes werden rechts zur Verfügung gestellt.

12,233 Tweets pro Sekunde: Das machte in dieser Woche der SuperBowl möglich und platziert sich mit dem Abpfiff auf Platz zwei der Ereignisse was die Twitteraktivitäten angeht. Madonnas Halbzeitshow landete mit 10,245 Tweets pro Sekunde auf Platz drei der ewigen Rangliste. Nur die Begeisterung für den Japanischen Film „Castle in the Sky“ war größer.

„Seeing is believing“: Nur ein Grund warum das Thema visuelle Kommunikation immer wichtiger wird. Nicht nur in der Kundenkommunikation, sondern auch innerhalb von Meetings. Was bisher die Telefonkonferenz war, dürfte sich immer mehr zur Videokonferenz ausweiten. Ein weiterer Grund ist die Einbindung der Teilnehmer von jedem Ort dieser Welt.

Buchverlage suchen immer häufiger den Weg in das Social Web. Dazu lassen sie unter anderem verstorbene Autoren als Facebookprofil wieder auferstehen. Über „Hermann Hesse antwortet“ postet der Suhrkamp-Verlag Briefe des bereits verstorbenen Autoren und hofft, auf diesem Wege Diskussionen und Kommentare der User anzuregen. Aus den Kommentaren soll ein weiteres Werk entstehen: „Die beliebtesten Briefe, ergänzt durch Bilder und Kommentare der Facebook-Fans“.

EU-Kommission wird ungewollt transparenter: Grund sind die EU-Politiker selbst, die immer häufiger Social Media für den Dialog mit den Bürgern nutzen. Zu ihnen zählt auch die 70-jährige EU-Kommissarin  für Europas Freiheit im Netz, Neelie Kroes. Auf die Frage eines Users, welche Kleidung sie gerade trage gab sie die Antwort: „Was ich trage? Würden Sie es glauben, wenn ich sage, Chanel No.5 und sonst nichts?“
Doch keine Sorge, ernsthafte Themen kommen ebenfalls nicht zu kurz. So wird zum Beispiel fleißig über die Finanzsituation Europas getwittert.Geben ist seeliger denn Nehmen. Diesem Grundsatz aus dem neuen Testament folgen offenbar nicht alle Facebooknutzer. Der durchschnittliche Facebooknutzer bekommt offenbar mehr Content von seinen Freunden als er selbst einspeist. Einer Gruppe von Power-Usern ist es demnach zu verdanken dass das System Facebook funktioniert. Hinzu kommt, dass Frauen mehr Status-Updates veröffentlichen als Männer.  Der durchschnittliche Nutzer fügt sieben neue Freunde pro Monat hinzu. 

Etwas für Modebewusste ist der virtuelle Kleiderschrank. Mit stylitics.com können Outfits auf dem Bildschirm angelegt und die nächsten Tage kleidertechnisch organisiert werden. Auch nützlich: In den Statistiken sieht der Nutzer wie oft und wann welches Outfit getragen wurde. Auf für Firmen sind die Tragegewohnheiten der User nicht uninteressant.

Personalmarketing via Social Media wird immer wichtiger. Das merken offenbar auch die Unternehmen. 102 der 110 in einer Studie der FH Koblenz untersuchten Unternehmen verfügen demnach bereits über eine Facebookkarrierepräsenz. Allerdings haben lediglich 43 Unternehmen ihre Social Media-Kanäle auch in die Karrierewebsite integriert.

Kunden-Support im Netz: Was vielen Unternehmen bisher noch Kopfzerbrechen bereitete wird immer mehr zu Standard. Kundenservice über Social Media etabliert sich zunehmend bei Kunden und Unternehmen.

  • Johanna

    im Teasertext ein r bei Pinterest