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Warum werden Studenten Fan einer Facebook-Seite?

Alle Welt spricht von Social Media Personalmarketing. Twitter, Facebook und Social Gaming werden als DIE Trends des Recruitings gehyped und es vergeht momentan fast kein Tag, an dem sich nicht ein Unternehmen egal welcher Größe mit einer so genannten Karriere-Page auf Facebook wagt. Und warum das alles? Weil da die Talente schlummern und neue Zielgruppen erschlossen werden können? Weil man dabei sein muss? Weil kein Weg an den neuen Medien vorbei geht? Letzteres ist definitiv richtig. Aber ist es wirklich so, dass insbesondere die Zielgruppe der Studierenden auf Facebook vertreten ist und auch dort von Arbeitgebern erreicht werden möchte? Oder sich zumindest dort über Arbeitgeber informieren will? Fragen über Fragen, deren Beantwortung wahrscheinlich nicht nur mich interessiert. Und da es beim Social Web auch um die “Weisheit der Vielen” geht, möchte ich die Allgemeinheit gerne an ein paar unserer Erkenntnisse teilhaben lassen.

Denn immer an der Meinung der Zielgruppe interessiert, haben Student Monitor (die hinter dem Umfrage-Portal studenten-meinung.de stehen) und ich zu diesem Zweck gemeinsam im März/April 2011 eine Umfrage zum Thema Beruf und Soziale Netzwerke durchgeführt. Student Monitor UG sorgt mit seiner innovativen Online-Plattform Studenten-Meinung.de dafür, dass  Befragungsprojekte genau von der studentischen Zielgruppe beantwortet werden, die für Unternehmen relevant sind.

Teilgenommen haben 201 Studierende deutscher Hochschulen aus den Fachrichtungen Wirtschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Geisteswissenschaften und vielen anderen.

201 Teilnehmer aus verschiedenen Studiengängen

201 Teilnehmer aus verschiedenen Studiengängen

Klare Erkenntnis: Ja, der Großteil bewegt sich tatsächlich auf Facebook. 80 % der Befragten haben ein Profil auf Facebook und 83 % davon nutzen es mehrmals täglich. Der Rest ist entweder bei StudiVZ oder gar nicht in sozialen Netzwerken vertreten. Xing spielt gar keine Rolle.

80 % der Befragten haben ein Facebook-Profil

80 % der Befragten haben ein Facebook-Profil

Dass Facebook dann nicht das Medium der Wahl ist, wenn es darum geht, sich über einen Arbeitgeber zu informieren, dürfte also schnell klar sein, wie die nachfolgende Grafik zeigt. Was aber sind die Favoriten, wenn es darum geht, sich über einen potenziellen Arbeitgeber zu informieren?

Verwunderlich ist es nicht, wenn da an erster Stelle die Unternehmenswebsite erscheint (schließlich ist fast alle Welt online und das Internet dient vor allem als Informationsmedium), dicht gefolgt von persönlichen Kontakten. Auch dominieren hier andere “klassische” Medien. Eigentlich klar, denn bei all dem “Hype” um das Social Web geht nun mal nichts über den persönlichen Kontakt. Apropos Social Web: Facebook spielt derzeit (noch) keine gravierende Rolle bei Studierenden, Xing, Twitter und LinkedIn laufen ohnehin unter ferner liefen (gerade Xing ist hier gefordert, aktiver auf Studierende zuzugehen und sie als neue Zielgruppe zu erschließen. Allerdings sollten auch Studierende die Chance nutzen und sich schon frühzeitig ein Netzwerk von Businesskontakten aufbauen).

80 % der Befragten haben ein Facebook-Profil

Bevorzugte Medien von Studenten, um sich über Arbeitgeber zu informieren

Vor dem Hintergrund der Allgegenwart Facebooks hat uns vor allem der Stellenwert dieses mächtigen Social Networks interessiert. Warum werden Facebook-Nutzer eigentlich “Fan” einer Seite und klicken den “Gefällt mir”-Button? Interessant: Es wird vor allem die Sympathie mit dem Unternehmen bzw. der Marke ausgedrückt. Natürlich spielen auch interessante Neuigkeiten aus dem Unternehmen eine wesentliche Rolle. Warum werden Sie Fan einer Facebook-Seite?

Motive, den Gefällt-mir-Button zu klicken

Motive, den Gefällt-mir-Button zu klicken

Bildquelle: Shutterstock

Alle Welt spricht von Social Media Personalmarketing. Twitter,

Facebook und Social Gaming werden als DIE Trends des Recruitings

gehyped und es vergeht momentan fast kein Tag, an dem sich ein

Unternehmen egal welcher Größe mit einer so genannten Karriere-Page

auf Facebook wagt. Und warum das alles? Weil da die Talente schlummern

und neue Zielgruppen erschlossen werden können? Weil man dabei sein

muss? Weil kein Weg an den neuen Medien vorbei geht?
Letzteres ist definitiv richtig. Aber ist es wirklich so, dass

insbesondere die Zielgruppe der Studierenden auf Facebook vertreten

ist und auch dort von Arbeitgebern erreicht werden möchte? Oder sich

zumindest dort über Arbeitgeber informieren will? Fragen über Fragen,

deren Beantwortung wahrscheinlich nicht nur mich interessiert. Und da

es beim Social Web ja auch um das “Wissen der Masse” geht, möchte ich

die gerne an ein paar meiner Erkenntnisse teilhaben lassen.

Immer an der Meinung der Zielgruppe interessiert, haben Student

Monitor (die hinter studenten-meinung.de stehen) und ich zu diesem

Zweck gemeinsam im März/April eine Umfrage zum Thema Beruf und Soziale

Netzwerke durchgeführt. Student Monitor UG sorgt mit seiner

innovativen Online-Plattform Studenten-Meinung.de dafür, dass

Befragungsprojekte genau von der studentischen Zielgruppe beantwortet

werden, die sich Unternehmen wünschen.

Teilgenommen haben 201 Studierende der Fachrichtungen

Wirtschaftswissenschaften, Naturwissenschaften,

Ingenieurwissenschaften, Geisteswissenschaften und vielen anderen aus

verschiedenen deutschen Hochschulen.

Klare Erkenntnis: Ja, der Großteil bewegt sich tatsächlich auf

Facebook. 80 % der Befragten hat ein Profil auf Facebook und 83 %

davon nutzt es mehrmals täglich. Der Rest ist entweder bei StudiVZ

oder gar nicht in sozialen Netzwerken vertreten. Xing spielt gar keine

Rolle. Dass Facebook dann nicht das Medium der Wahl ist, wenn es darum

geht, sich über einen Arbeitgeber zu informieren, dürfte also schnell

klar sein. Was aber sind die Favoriten, wenn es darum geht, sich über

einen potenziellen Arbeitgeber zu informieren. Verwunderlich ist es

nicht, wenn da an erster Stelle die Unternehmenswebsite erscheint

(schließlich ist fast alle Welt online und das Internet dient vor

allem als Informationsmedium), dicht gefolgt von persönlichen

Kontakten. Auch das ist klar, denn bei all dem Hype um das Social Web

geht nun mal nichts über den persönlichen Kontakt. Apropos Social Web:
Facebook spielt (derzeit) noch keine gravierende Rolle bei

Studierenden (dazu aber hier mehr), Xing, Twitter und Linked in laufen

ohnehin unter ferner liefen (gerade Xing ist hier gefordert, aktiver

auf Studierende zuzugehen und sie als neue Zielgruppe zu erschließen.

Allerdings sollten auch Studierende die Chance nutzen und sich schon

frühzeitig ein Netzwerk von Businesskontakten aufbauen).

  • Michaela Voß

    Hallo Herr Knabenreich, vielleicht habe ich irgendetwas überlesen, aber fehlt nicht ein Teil mit der Begründung, warum schnell klar wird, dass Facebook dann nicht das Medium der Wahl ist?

    • Henner Knabenreich

      Hallo Frau Voß, danke für die Anmerkung. Da fehlte tatsächlich der Hinweis auf die nachfolgende Grafik. Diesen habe ich nun ergänzt. So sollte es besser nachzuvollziehen sein.

      Grüße, Henner Knabenreich

      • Simone Schreiner

        Hallo Herr Knabenreich,

        waren die Antwortkategorien bei der Frage: “Welche Medien nutzt du, um dich über einen Arbeitgeber zu informieren?” vorgegeben, oder konnten die Studenten hier “frei” antworten?

        Mit freundlichem Gruß
        Simone Schreiner

        • http://personalmarketing2null.wordpress.com personalmarketing2null

          Hallo Frau Schreiner,
          sowohl als auch. Es gab sowohl vorgegebene Antwortmöglichkeiten als auch die Möglichkeit, etwas hinzuzufügen. Hier wurde aber bis auf vier Antworten kein Gebrauch von gemacht.
          Viele Grüße,
          Henner Knabenreich

  • Pingback: newcruiting – the HR trend scouts » Fünf Mythen und Erkenntnisse zu Facebook-Karrierepages – und was mir noch so dazu einfällt

  • Pingback: Fünf Mythen und Erkenntnisse zu Facebook-Karrierepages | Crosswater Job Guide

  • Birger Hartung

    Sturm im Wasserglas. Personalwesen hat eigene Gesetze. Daran ändert auch die Form der Kommunikation nicht. Viel interessanter ist die Antwort auf die Frage, warum sich Studenten für ein Unternehmen entscheiden. Und welche Rolle Social Media da spielt.

  • Pingback: App-Flash » Warum werden Studenten Fan einer Facebook-Seite? | pr-blogger.de

  • http://www.student-monitor.de Tom Storch

    Ein kleiner Nachtrag:

    Wir haben jetzt auf Scribd, die gesamte Basisauswertung hochgeladen (siehe
    tinyurl.com/student-monitor-studie
    )
    .

    Viel Spaß beim Informieren,

    Tom Storch

  • Pingback: Lovapeace » Post Topic » Twitter Updates for 2011-05-12

  • Pingback: Warum werden Studenten Fan einer Facebook-Seite? « ADTELLIGENCE Wiki

  • http://www.politnews.ch Alexander

    Ich halte nichts von FB fürs Recruiting. Die Webseite ist auf Freizeit und Unterhaltung ausgelegt. Zudem gibt es viel zuviele Fakes. Wer einem anderem schaden möchte, kann sich dort locker ein Fake-Profil zulegen. Gerade Personalverantwortliche sollten das wissen und FB das Internet nicht überbewerten. Sogar die Sendung XY ist einmal auf ein Fake hereingefallen. Ein Betrüger klaute ein Foto von einer Webseite, verwendete es für einen Personalausweis und nutze das für seine Betrügereien. Die Person, der das Foto gehörte, staunte nicht schlecht, als sie sah, dass man sie im TV sucht. Aber leider wissen ja viele Personalverantwortlich noch nicht was mit Photoshop etc. alles machbar ist.

  • Pingback: Gründe gegen ein Facebook-Engagement von B2B-Unternehmen | conception Blog

  • Christine Meyer

    Hallo. Ich denke nicht, dass man auf Basis dieser Grafiken sagen kann Facebook ist fürs Recruiting das Medium der Wahl oder nicht. Man sollte die Facebook Nutzung, um Arbeitgeber Informationen zu erhalten, mit den Vorjahren vergleichen und schauen, ob es einen Trend gibt. Nur wenn sich seit Jahren nichts verändert hat, würde ich überlegen, ob eine Karriere Fanpage sinnvoll ist. Aber es kann nie schaden auch in Facebook präsent zu sein. 

  • Pingback: Facebook: Mit Sklaven zum Erfolg – oder: Gute Freunde kann man nicht kaufen. Case Study von World Vision Schweiz zu falschen Facebook-Fans | Blog zu Social Media und Facebook Marketing