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PR-Blogger TV 2: Markus Beckedahl zum Digitale Gesellschaft e.V.

Im Rahmen der re:publica wurde, unter den Augen der Medien- und Netzöffentlichkeit, der Digitale Gesellschaft e.V. vorgestellt.  Passend dazu haben wir uns mit Markus Beckedahl, Vereinsmitgründer und Betreiber von netzpolitik.org, unterhalten. Im Interview erzählt er, was die Motivation hinter der Vereinsgründung ist, wie dieser künftig Campaigning machen will und warum er eine Advocacy-Organisation für digitale Bürgerrechte für notwendig hält.

Auch wenn im Netz mittlerweile eine Menge Kritik an der Organisation laut wurde, scheint mir eine zentrale, kampagnenfähige Organisation für netzpolitische Themen sinnvoll. Insbesondere halte ich es für wichtig, dass mit den Kampagnen auch Menschen außerhalb der sogenannten “Internet Community” erreicht werden. Denn letztlich wird sich der Erfolg daran bemessen lassen, ob Gesetzesvorhaben im Sinne der Bürgerrechtsaktivisten beeinflusst werden können. Und dies wird in der Regel nur dann gelingen, wenn ein signifikanter Teil der Bevölkerung erreicht und argumentativ überzeugt werden kann.

Der Ansatz, verstärkt in die Breite zu kommunizieren, u.a. mit Banner- und Plakatkampagnen – so denn genügend Mittel zusammenkommen – ist notwendig, um dieses Ziel zu erreichen.  An anderer Stelle habe ich mich bereits detaillierter mit der Frage befasst, was in meinen Augen die Voraussetzung für effektive Advocacy-Arbeit ist. Ob dies dem Digitale Gesellschaft e.V. gelingt, wird sich zeigen und vor allem davon abhängen, wie viele Unterstützer er mobilisieren können wird.

Auf viele der Fragen und Kritikpunkte, die nach der Bekanntgabe aufkamen, geht der DG e.V. übrigens mittlerweile auf einer detaillierten FAQ-Seite ein.

Thomas Euler

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