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Der Social Media Club München zu „Corporate Transparency“

Klenk

„Freiwillige Transparenz kann für Unternehmen ein Erfolgsfaktor sein. Allerdings ist sie nicht das Ziel, sondern lediglich Mittel zum Zweck.“ Dr. Volker Klenk, Gründer und Inhaber der Kommunikationsberatung Klenk & Hoursch, skizzierte beim Septembertreffen des Social Media Club München vor gut 180 Zuhörern Wege, wie sich Unternehmen dem Thema „Corporate Transparency“ nähern können und warum sie es sollten. Sein Fazit aus der Praxis: „Man kann Unternehmen keine Transparenz-Strategie überstülpen. Jede Firma muss für sich entscheiden, was sie transparent machen will“. Transparenz sei lediglich eine Option, kein Muss.

Allerdings, so Klenk, verstärke sich der Druck auf Unternehmen und Marken durch so genannte „Transparenztreiber“. Darunter versteht der Kommunikationsberater die Politik, Finanzmärkte und Aktionäre, Non-Governmental Organizations (NGOs), Medien, aber auch zunehmend Blogger und das soziale Web. 

Greenpeace, so Klenk, habe früher stark auf das Fernsehen gesetzt, heute produziere die Organisation bevorzugt professionelle Spots und Clips für das Web zur viralen Verbreitung. Die amerikanische Vereinigung Scorecard bespielsweise stelle Bürgern Informationen über die Unternehmen zur Verfügung, die die Umwelt in der jeweiligen Umgebung am meisten verschmutzen.

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Und WeGreen habe eine iPhone-App entwickelt, mit der Produkte am Point-of–Sale mit einer Nachhaltigkeitsampel bewertet werden können. Diese weist aus, ob ein Unternehmen seine Mitarbeiter fair behandelt, sich um die Umwelt kümmert und etwas für die Gesellschaft tut. Spätestens dann, wenn Konsumenten im Laden Produkte nach Nachhaltigkeitsgesichtspunkten auswählen, also strategischen Konsum betreiben, sollten Unternehmen sich intensiv mit dem Thema Transparenz beschäftigen.

Volker Klenk: „Die Informationslücke der Verbraucher zu Produkten und Marken wird kleiner, gleichzeitig stellt das Internet immer mehr über deren Nachhaltigkeit einfach zur Verfügung.“ Als Positivbeispiele für transparente Unternehmen nannte er Firmen wie BASF oder die Helios-Kliniken und Coca-Cola. Der Brausehersteller beispielsweise zeigt in Großbritannien allen interessierten Konsumten, wo seine Limonade abgefüllt wurde.

LAN_7573Sympathische Einblicke in die Social Media-Praxis eines Großkonzerns gewährte die zweite Referentin des Abends: Inés Gutiérrez ist bei MAN SE für Corporate Publishing und Social Media zuständig. Welchen Weg man zurücklegen muss, um einen Nutzfahrzeughersteller von den Chancen des Social Web zu überzeugen, erzählt Inés Gutiérrez im Interview.  Die ersten Jahre, so Gutiérrez, habe sie nur Quatsch verhindert. Erst seit einem Jahr wird im Konzern aktiv im Arbeitskreis eCommunications eine Social Media Strategie diskutiert.

Bei der reinen Dikussion bleibt es aber nicht. Zur aktuellen IAA-Nutzfahrzeuge hat MAN einen Blog und eine iPhone-App gestartet, der Konzern ist auf Twitter vertreten und für die Trucker gibt es eine eigeneFacebook-Page. Außerdem startet die Personalabteilung in Kürze für den Nachwuchs einen Account auf Facebook.

Was Inés Gutiérrez sonst noch für die Social Media-Praxis empfiehlt: Einen guten Kontakt zur Rechtsabteilung, Grundwissen über das Online-Verhalten seiner Stakeholder und ein Vorgehen der kleinen Schritte, um die Welt der Unternehmenskommunikation (One-Voice-Policy) an die unendlichen Weiten und Einzelmeinungen des Social Web heranzuführen. Für ihren unterhaltsamen Beitrag erntete die MAN-Kollegin nicht nur viel Applaus, sondern auch freundliches Twitterlob.

Ein herzliches Dankeschön schickt der Social Media Club nicht nur an alle Gäste des Abends, sondern auch an o2 (FacebookTwitter), die das Event unterstützten. 6a00d8341c2d6d53ef0134871c0f24970c Der in München ansässige Telekommunikationskonzern sorgt für das kalte Buffet sowie die Softdrinks. Besonders gut aufgenommen und mit Speis und Trank versorgt hat uns unser neuer Location-Sponsor  MOCCAR Pompidou (Grete-Mosheim-Str. 15, 80636 München). 6a00d8341c2d6d53ef0133f4055bb7970b-120pi Er hat nicht nur einen Welcome-Drink spendiert, sondern einem Gast (dessen Oberbekleidung mit Balsamico getränkt war) mit einem frischen Hemd aus der Patsche geholfen. Das ist wahre Gastfreundschaft. Das Team des Social Media Club München bedankt sich und freut sich auf die nächste Veranstaltung.

Autor: Christian Faltin (Twitter: @cfaltin)

Fotos: Raimund Verspohl

Alle Fotos des Abends finden Sie übrigens auch auf Facebook

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So nehmen Sie am nächsten Social Media Club München teil:

  • Registrieren Sie sich in der Xing-Gruppe des Social Media Club München (falls Sie noch kein Mitglied sind).
  • Die nächste Veranstaltung des Social Media Clubs München findet am Montag, den 25. Oktober statt.

Bei den SMCMUC- Veranstaltungen wird kein Eintritt erhoben. Die Kapazität ist begrenzt. Melden Sie sich daher frühzeitig per Xing an. Wir bitten Sie, sich mit maximal zwei Personen pro Unternehmen anzumelden.

Der Social Media Club (SMC): Hinter dem Namen „Social Media Club“ steht eine lockere Organisation lokaler Teams, die regelmäßige Treffen von Social-Media-Interessierten veranstalten. Gegründet wurde das Non-Profit-Netzwerk 2006 von Chris Heuer und Kristie Wells in den USA. Im Social Media Club werden Best Practices vorgestellt, die zeigen, wie Social Media tatsächlich funktioniert.

Die Social Media Club Veranstaltungen bringen Menschen zusammen, die sich für die Entwicklung der Medien- und Internet-Branche interessieren und den Nutzen für jedermann zugänglich machen wollen: Kommunikatoren, Agenturen, Konzernmitarbeiter, Journalisten, Verlagsmitarbeiter, Künstler, Blogger, Twitterer, Lehrer, Schüler, Studenten und KMUs. Die Xing-Community des Social Media Club München hat mittlerweile über 1100 Mitglieder. Sie erreichen uns auch unter www.twitter.com/smcmuc.

  • Having to read this through Google translate but great site and great information. Thanks

  • der sound ist ja dermaßen grottig, dass selbst der inhalt da nicht drüber weghilft, und auch nicht der cult of the amateur.

  • Hallo Zusammen,
    Also ich muss sagen, der Sound hätte wirklich besser sein können, leider. Ich war aber vorort und es war eine sehr gute und gelungene Veranstaltung, mit vielen Inputs!! Weiterempfehlenswert!