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Morgenwelt 87: Frischer Wind für Twitter

Morgenwelt87_Twitter_new_bird Twitter frischt seine Onlinepräsenz auf und integriert unter anderem Videos und Fotos direkt auf die Seite. Was Sie noch alles mit dem "neuen" Twitter machen können, wie ein Informatiker versucht, dem Internet das Vergessen zu lehren und wie Sie (auch mit dem neuen Twitter) ganz schnell Ihren Ruf ruinieren können, lesen Sie in der heutigen Morgenwelt.

Frischer Wind: Der Microblogging-Dienst frischt seine Onlinepräsenz auf und integriert endlich Features, die andere Online-Clients bereits bieten. So können sich die Nutzer künftig externe Inhalte, wie zum Beispiel YouTube-Videos oder TwitPics direkt im Tweet anschauen – müssen nicht mehr die Seite verlassen. Auch die Details zu einem Twitterati werden nun auf der gleichen Seite angezeigt. Twitter versucht damit das, was viele externe Clients bereits schaffen, nämlich andere Medienformate in ihre eigene Seite einzubetten. Vielleicht gelingt es ja damit, die Leute wieder an die eigene Webseite zu binden und die Zahl derer, die Twitter über andere Dienste nutzen, zu verringern. Mehr zum neuen Twitter unter anderem bei blogaboutjob, techcrunch, t3n oder netzwertig.

Studie: Fernsehen und Radio bleiben die Massenmedien Nummer 1,
sagt zumindest die aktuelle Studie "Massenkommunikation" von ARD und
ZDF. Aber auch hier muss festgestellt werden: Das Internet ist auf dem
Vormarsch. Gegenüber dem Jahr 2005 hat sich die tägliche Internetzung
fast verdoppelt, rund 83 Minuten verbringt jeder Deutsche im Schnitt im Netz. Besonders interessant ist auch der Kommentar von
hr-Intendant Dr. Helmut Reitze: "Wer den Anschluss an die
jungen Generationen nicht verlieren will, muss auf allen relevanten
Plattformen wie dem Internet präsent sein." Genau wie die Onlinestudie kommt auch diese zum Schluss, dass das WWW vor allem zur Kommunikation genutzt wird. Mehr zur Studie erfahren Sie beim Presseservice der ARD.

Trends: Blumenkübel, Paul, Sarrazin oder auch das Rauchverbot – Themen, die die Twitter-Szene dieses Frühjahr und diesen Sommer beschäftigte. Manche Themen hielten länger, manche waren nur kurze "Sternschnuppenthemen". Was die Twitterati alles "aufregte" hat "137b zeitweise" festgehalten.


Morgenwelt87_FacebookTrends2 Belauscht:
Wie wird auf Facebook über mich geredet? Wird überhaupt über mich, meine Firme oder mein Produkt geredet? Welche Links oder Videos werden im Zusammenhang zu meinem Produkt gepostet? Alles Fragen, die von "Facebook Trends" beantwortet werden. Zusätzlich können Sie sich auch Assoziationen anzeigen lassen, die die Facebook-Welt mit einem bestimmten Begriff verbindet.

Wertvoll: Oft kommt die Frage auf, wie viel ein Twitter-Follower oder ein Facebook-Fan denn so wert sei. Eine interessante Frage, wenn es um die Reichweitenmessung der Social Media-Tools geht. Aber gerade bei Twitter lässt sich die Frage auch nicht so einfach beantworten. Nicht jeder, der eine Vielzahl an Followern hat, muss gleich ein Influencer sein. Der Frage, wie viel ein Twitter Follower und Facebook Fan wert ist, geht das Grey Blog nach und liefert dazu interessante Studien und Zahlen.

Monitoring: Mit welchen Tools überwachen Sie Ihre Marke? Es gibt inzwischen unzählige Werkzeuge und Seiten mit denen Sie effektives Monitoring betreiben können. Die Karriebibel "hätte da vielleicht was für Sie". Genauer gesagt: 195 Tools zusammengefasst auf einer Seite. Leider unkommentiert, aber trotzdem nützlich.

Morgenwelt87_TwitterfailFail: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert", heißt es so schön. Wie schnell so etwas gehen kann – und vor allem, wie schnell man sich selbst den Ruf ruinieren kann, zeigt "Public Affairs" am Beispiel von zwei Tweets. Mit dem einen verlor die australische Schwimmerin Stephanie Rice ihren Dienst-Jaguar und mit dem anderen ein Journalist seinen Job. Vielleicht hätten die beiden den alten Bundeswehr-Funker-Spruch "Denken – drücken – sprechen" besser berücksichtigen sollen.

Vergessen: Das Internet kann doch vergessen, wenn es nach dem Informatiker Michael Backes geht. Er meint, er hätte die Lösung für alle unerwünschten Partyfotos oder Blogposts gefunden. "Man muss verhindern, dass Daten automatisch gespeichert werden", zitiert ihn SpiegelOnline. Der User muss dafür ein Plug-In installieren und kann dann Daten mit Ablaufdatum erstellen. Umsetzen will Backes das ganze mit einem so genannten Captcha – also der bekannten Zahlen- oder Buchstaben-Kombinationen, die nur vom menschlichen Auge gelesen werden. Das Lesen der Daten ist dann nur mit dem Captcha möglich. Wird das Ablaufdatum erreicht, verschwindet das Captcha und der Zugang bleibt verschlossen. Problem an der Sache: Wie wird verhindert, dass die Daten vor Ablauf kopiert und anderweitig verbreitet werden? Daran muss der der Professor wohl noch arbeiten …

Jochen Hencke (@schneeengel)

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Bildquelle: Shutterstock, Twitter

  • http://ebook-blog.org/ ebook leser

    Also ich kann für mich bei und durch Twitter keinen Nutzen erkennen. Zwar habe ich mal einen Post von mir getwittert und dann? Ich brauche das nicht.

  • http://www.dsl--flatrate.de/dsl_provider.html dsl

    gibt es dafür nicht spezielle videotwitter???