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Morgenwelt 76: Karriereseiten auf dem Abstellgleis?

Knapp jeder zweite Personaler überprüft Bewerberprofile
inzwischen im Social Web, bevor es zum Bewerbungsgespräch kommt. 57 % der
Bewerber sind sich dessen bewusst und testen ihre Onlinepräsenz „auf jeden Fall“
vor einer Bewerbung. So zu lesen vergangene Woche in der Karrierebibel.
Die Jobsuche wandert immer stärker ins
Social Web. So wird momentan auch diskutiert, ob Karrierewebseiten längst
ausgedient haben und durch Facebook-Seiten ersetzt werden können? Mehr zu Employer und
Personal Branding, Location Based Services und Tipps zum Schreiben eines Blogs
finden Sie in der heutigen Morgenwelt.  


Career

Personal Branding: Ob Computerhersteller, Weinkellerei oder Agentur – Unternehmen sollten auch im Netz unverwechselbar sein. Zum Thema Personal Branding veröffentlicht Brian Solis in seinem Blog einen interessanten Ausschnitt aus seinem Werk "Engage!". Er beschreibt 8 Schritte, die zum Aufbau einer erfolgreichen Marken-Persona führen. Unter anderem spielen Ziele, Firmenkultur sowie die Grundwerte eine wichtige Rolle in der internen und externen Kommunikation einer Organisation. 

Employer Branding: Hat die Karrierewebseite ausgedient? Sollen Unternehmen allein
auf eine Facebook-Seite setzen, um potentielle Arbeitnehmer zu akquirieren, wie
es laut Absolventa
amerikanische Unternehmen zukünftig planen oder ist Facebook vielmehr ein
ergänzender Personalmarketing-Kanal, um Traffic für die Karrierewebseite zu
genieren und damit auf weiterführende Informationen zu verweisen? Mit dem Für
und Wider beschäftigt Henner Knabenreich in seinem Blog Personalmarketing2null.

Bewerben 2.0: Frank Hamm macht vor, was in Zukunft auf die Unternehmen zukommt. Warum sollte man sich nicht als Social Media Manager selbst in seinem Blog und auf Facebook aktiv anbieten? Diese neue Form der Selbstvermarktung erfordert viel Mut und Selbstbewusstsein, kann aber durchaus für einige Menschen eine interessante, innovative Alternative zur herkömmlichen Bewerbung oder Jobanzeige darstellen.

Überzeugung zum Bloggen: Die Deutschen sind nicht bekannt dafür, die aktivsten Blogger zu sein. Jüngst stellte eine Studie heraus, dass gerade knapp über 3% der weltweiten Blogbeiträge aus Deutchland stammen. Argumente wie "das Internet ist doch schon voll" werden nicht selten geäußerte. 10 überzeugende Gründe, einen Blog zu beginnen liefert Stefan Wabner. An die Tasten, fertig, los!

Location I: Ob sich Location Based Services in Zukunft durchsetzen werden, darüber diskutiert die Social Media Welt aktuell noch. Umso wichtiger ist es für Start-ups, den USP ihrer Applikationen deutlich herauszustellen. Mit loca.li ist ein neuer, ortsbasierter Anbieter aus Wiesbaden auf dem Markt, der funktionell zwischen Friendticker und Qype angesiedelt ist. Nutzer können in der loca.li-Datenbank Plätze und bestimmte Stichwörter ablegen bzw. suchen, Orte kommentieren sowie mit Bildern versehen. Auf Netzwertig steht eine ausführliche Beschreibung über das Start-up. 

Location II: Demselben Thema kann sich auch Twitter nicht entziehen und kündigt diese Woche Places an. Damit lassen sich zukünftig Tweets mit der Location versehen, von der diese abgegeben wurden, zum Beispiel alle WM-Stadien in Südafrika. Twitter kooperiert dabei mit den Anbietern Foursquare und Gowalla, die Integration in Anwendungen für Smartphones wie Blackberrys, iPhones und Android-Geräte ist geplant. Aktuell läuft der Rollout von Places in 65 Ländern. 

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Social Media Marketing: Volkswagen goes Web 2.0. Zur Einführung des Kleinwagens Polo GTI verzichtet der Wolfsburger Automobilhersteller komplett auf klassische Werbung und setzt allein auf Facebook. Das Motto der Social Media Kampagne lautet "Fast Lane – Driven by Fun" und soll laut Marketingchef Luca de Meo Volkswagen als kundennah und offen für den Dialog darstellen.


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Bildquelle: Shutterstock

Anika Geisel

  • http://www.source-werbeartikel.com/blog/ Benjamin Stephan

    Der Trend bei der Bewerberauswahl ist wirklich festzustellen. Viele Personaler schauen als allererstes auf die Social Media-Profile. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Jobsuche ins Netz verlagert wird.