buble arrow0

Morgenwelt 73: Digitale Natives wollen mehr

Sind Sie noch in der Lage, zwischen Privatem und Beruflichem zu trennen? Blicken Sie bei Produktbewertungen nicht mehr durch und suchen verlässliche, unabhängige Quellen? Oder fällt es Ihnen schwer Sarkasmus zu erkennen? In der heutigen Ausgabe der Morgenwelt finden Sie interessante Artikel, Studien und Kampagnen, die dabei helfen sollen, den Durchblick zu behalten.

Barrierefreiheit für Digital Natives: Eine Studie belegte jüngst, was viele schon ahnten. Arbeitnehmer wollen immer always on sein – auch während der Arbeitszeit. So hat eine Umfrage "Generation Standby" von Clearswift ergeben, dass einer von fünf Arbeitnehmern einen Job ablehnt, wenn er Facebook nicht am Arbeitsplatz nutzen darf. Dieses Ergebnis erklärt sich durch die wachsende Vermischung von Arbeits- und Freizeit. Anscheinend müssen Unternehmen mehr Offenheit zulassen, wenn sie die High Potentials unter den Digital Natives anziehen wollen. Aus Employer-Branding-Sicht könnten interne Social-Media-IT-Hürden für die Gewinnung neuer Angestellte künftig eine größere Barriere darstellen.


Digitalnatives2
 

Teilen niemals: Viele Menschen teilen ihr Wissen nicht gerne. Dabei wird es immer wichtiger für die Entwicklung der Unternehmenskultur und die interne wie externe Zusammenarbeit, heißt es in der Karrierebibel. Geben ist besser als Nehmen.


Sarkasmus-Erkenner
: Wer das Netz nach Aussagen zu einem Produkt durchforstet, stößt meist auf viele unterschiedliche Aussagen. Für uns Menschen ist es oftmals nicht leicht, die Absichten hinter einen Satz zu erkennen. Insbesondere, wenn Sarkasmus ins Spiel kommt. Für einen Computer war dies schlichtweg unmöglich – bis jetzt. Ein Team der Hebräischen Universität in Israel hat einen Algorithmus entwickelt, der Sarkasmus in Tweets und Amazon-Bewertungen erkennt. Interessant ist diese Technologie insbesondere für das Monitoring im Netz.  

Virals : Otto setzt auf ein virales Video, um sein Image als Arbeitgeber aufzumotzen. Aufhänger der aktuellen Kampagne ist der Trend der personalisierten Videos, bei denen User eigene Bilder einsetzen können. Zudem gibt es einen Wettbewerb, bei dem jeweils ein Tag an der Seite einer Otto-Führungskraft in den Abteilungen Einkauf, Personal und E-Commerce vergeben wird. Allerdings gibt es auch nicht ganz unkritische Stimmen zu der Kampagne. 

Facebook googeln: Booshaka, die Suchmaschine für Facebook Statusmeldungen, ist online. Der Clou dabei: nicht Google oder andere Suchmaschinen werden durchsucht, sondern nur Facebook Status-Updates. Besonders für Produktempfehlungen könnte dieses Tool interessant sein. Wer sich lieber auf Bewertungen von Freunden und Bekannten verlässt, als auf Produktbewertungen von Fremden, könnte hiervon schnell ein Fan werden.

PR vs. Werbung: Eine Untersuchung zum Einfluss von klassischer Werbung und PR ergab, dass die Öffentlichkeitsarbeit die größere Wirkung zeigt. Insbesondere bei High-Involvement Produkten, wie z.B. Autos oder technischen Geräten, empfanden die Befragten PR-Maßnahmen als glaubwürdiger.

Vortrag "Soziale Netzwerke": Zum 14. Erlanger Technikgespräch versammelten sich über 700 Gäste zum Thema "Soziale Netzwerke – wie viele Kontakte braucht der Mensch?". Referenten waren unter anderem Lars Hinrichs, der Gründer von Xing und PR-Blogger Klaus Eck. Einige Eindrücke des Abends können Sie hier gewinnen.

- herwig Danzer

>> Morgenwelt 72: Twitter-Idioten und der Trigema-Affe
>> Morgenwelt 71: Vorsprung durch Technik
>> Morgenwelt 70: Blogs bekannter machen
>> Morgenwelt 69: Viel Neues rund um Twitter
>> Morgenwelt 68: Die Vertrauensfrage

Daniella Dear (Twitter)

Bildmaterial: Digital Natives (Shutterstock); Lars Hinrichs (Möbelmacher)

Enter your Email





Preview | Powered by FeedBlitz