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Gefalle ich Dir? Der Siegeszug des Like-Buttons

Falls Ihnen eine News, eine Meinung, ein Blogartikel gefällt, müssen Sie nur noch auf einen neuen Facebook-Button klicken und schon erfährt die Welt davon. Facebook ist hierzulande inzwischen mit 15 Millionen Nutzern im März 2010 das mit Abstand meistbesuchte soziale Netzwerk. Es dürfte nicht mehr allzulange dauern, bis das Social Network sogar die 500 Millionen-Mitglieder-Grenze überschreitet. Aber auf "Fans" verzichtet Facebook seit rund einer Woche. Stattdessen können die Nutzer "Gefällt mir" oder "Like" anklicken. Für viele Nutzer dürfte das wesentlich leichter zu sagen sein als ein Fan einer Facebook Fanpage (Linkliste mit rund 80 Beispielen) zu werden. 

Facebook will die Vision des Open Graph Verbindungen zwischen Menschen und Dingen unabhängig von der Plattform ermöglichen. Das wird durch die Einführung neuer "Social Plugins" vorangetrieben. Aber was bringt das für den Onliner und wie kann man die neuen Möglichkeiten geschickt zum Online Reputation Management nutzen?

Der Facebook-Wandel vollzieht sich diesmal vor allem auf den externen Websiten, die durch die Integration verschiedener Plugins neue soziale Funktionen erhalten: So gibt es einen universellen Like-Button für Inhalte im Web – es wird Facebook-Mitglieder damit einfach gemacht, interessante Webseiten mit ihren Freunden zu teilen. Ein Klick auf den Like-Button, und eine entsprechende Nachricht erscheint im Stream des Facebook-Nutzers. Eine Facebook-eigene Dynamik wird damit auf das ganze Web ausgedehnt. Wichtig ist dabei auch die Simplizität – ein Klick reicht, um etwas zu teilen.Viel nachdenken muss mir hierbei nicht mehr. Dass dies auch negative Folgen haben kann, zeigen Beispiele von Like-Buttons, die, anstatt auf den vermeintlich empfohlenen Artikel zu verweisen, eine ganz andere Website im Newsstream des Users platzieren. 

Für die Online-Reputation ergibt sich daraus eine Gefahr: Wer will schon unbewusst eine Website mit seinen Freunden und Kollegen teilen, die versucht, Schadsoftware zu installieren, auf rechtsradikale oder pornografische Inhalte verweist? Idealerweise sollten Sie nur den Link-Angeboten Ihrer bekannten Kontakte vertrauen und immer die Inhalte überprüfen, damit Sie auch wirklich nur diejenigen weiterempfehlen, die positiv auf Ihr Reputationskapital einzahlen. Aus diesem Grunde sollten Sie nicht alles "liken", sondern genau prüfen, wie  sich das in der Wahrnehmung dritter auswirkt. Sie teilen damit immerhin der Welt mit, was Ihnen gefällt und was Ihre Interessen sind. Auf diese Weise entsteht ein umfassendes Online-Profil von jedem aktiven Facebook "Liker". Darüber sollte sich jeder Nutzer im klaren sein, bevor er in dieser Hinsicht aktiv ist. Unsichtbar sind derlei Aktivitäten nicht mehr, zumal die Bewertungen mit dem eigenen Personal Brand verbunden sind.

Ein zweiter großer Coup von Facebook ist die Integration der Social Plugins in das Profil des Facebook-Mitglieds – wird z.B. bei einem Film in der Internet Movie Database (IMDB) der Like-Button getätigt, wird dieser in das User-Profil unter "Lieblingsfilme" hinzugetragen. Ob diese Praktik jedem gefällt ist fraglich, aber die Veränderung und Anpassung des Profils ist in jedem Falle eine interessante Neuerung. Ähnlich verhält es sich auch mit anderen Medieninhalten – eine Band auf Pandora oder Last.fm könnte ebenso per Klick zum Profil hinzugefügt werden.

Weiter besteht durch die Einbindung eines "Activity Feeds" die Möglichkeit, Onlinern die Interaktionen befreundeter Facebook-Nutzer auf externen Webseiten darzustellen. So werden Webseiten-spezifisch personalisierte Empfehlungen und Meldungen angezeigt, wie zum Beispiel die Information, welche Freunde den gerade geöffneten Inhalt denn schon miteinander geteilt oder empfohlen haben.

Für das Reputation Management ergeben sich daraus interessante Möglichkeiten: So ist das Teilen von Inhalten wesentlich simpler geworden, sodass man eine redaktionelle Aufbereitung spannender Inhalte für seine Kontakte vornehmen und dadurch idealerweise an Reputation gewinnen kann. Aber auch eigene Inhalte können so viel schneller an Relevanz innerhalb verschiedener Netzwerke gewinnen. Facebook-Kontakte hinterlassen generell Spuren auf den Webseiten und Artikeln, die sie mögen und empfehlen. Das bringt die Inhalte näher zum neuen Besucher einer Webseite und steigert deren Relevanz für andere.

Ein weiterer Schritt für Facebook zur "Web-Herrschaft" scheint getan. Das Netzwerk öffnet sich und geht damit einen Schritt weiter in der Entwicklung – es verleibt sich die Inhalte anderer Webseiten ein und wird gleichzeitig omnipräsent. Die Social Plugins machen das Surfen sozialer. Was etliche Browser-Toolbars und Kommentardienste aufgrund mangelnder Reichweite bisher nicht geschafft haben, wurde von Facebook jetzt richtig gemacht. 

Der „Gefällt mir"-Button bietet vielfältige Möglichkeiten, Content neu zu aggregieren und eigene Alternativen zu Google News aufzubauen. Schließlich zeigen Seiten wie  wie Likebutton.me und Itstrending, welches Potential in der neuen Facebook Strategie liegt. Sogar Trends lassen sich über den Likebutton entdecken.

Aus Unternehmenssicht kommt es darauf an, die eigenen Inhalte für Facebook Liker verfügbar und teilbar zu machen. Das steigert den Traffic auf den eigenen Seiten und wirkt sich auf Sichtbarkeit im Netz aus. Daher sollten Sie an den geeigneten Stellen die Facebook Plugins integrieren. Wer als Marke von den neuen Facebook-Entwicklungen profitieren will, sollte in seinem Blog und in dem Social Media Newsroom den Like-Button integrieren, damit die eigenen News auch auf Facebook zum Laufen gebracht werden. In kürzester Zeit hat sich das Social Plugin weltweit durchgesetzt und damit auf Anhieb Social Bookmarking Services hinter sich gelassen. Diese sind dennoch dadurch nicht überflüssig geworden. Aber viele Onliner werden es leichter finden, auf einen einfachen Button zu klicken, als sich mehrere Tags auszudenken. Kein Wunder also, dass der Like-Button schon auf rund 50.000 Websites eingebunden worden ist.

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>> Netzwertig.com – die drei Evolutionsstufen sozialer Netzwerke
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>> Thomas Hutter: Facebook: Die Social Plugins in die eigene Seite integrieren 
>> Spiegel.de: Wie man Nutzer zu Spamschleudern macht

Klaus Eck

  • http://www.bundestrendscout.de Phillip

    Ich glaube die sehr einfache Integration hat hier viel geholfen.

  • http://www.blogtrainer.de Karl-Heinz Wenzlaff

    Klaus, wo bleibt DEIN Like-Button? Bist doch sonst immer einer der ersten ;-)
    Auf meinem Blog ist er seit vorgestern erfolgreich im Einsatz.
    Gruß nach München,
    Karl-Heinz

  • http://resellervoip.eu Robert Poehler

    Es erstaunt mich immer wieder mit man mit sinnlosen Anwendungen die, die Welt nicht braucht und die nur sinnlos Traffic verursachen eines der wertvollsten Unternehmen der Welt erschaffen kann. Irgendwie muss sich ein bodenständiger Handwerker dabei doch leicht ver..scht vorkommen.