Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 80 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten. Follow on LinkedIn

Alle Web 2.0-User werden „Person des Jahres“

1 Minuten Lesedauer

Das US-Magazin "Time" zeichnet alle User des Web 2.0 als "Person des Jahres 2006" aus, weil sie sich als neue Bürger um die digitale Demokratie verdient gemacht hätten. So heißt es in der Überschrift der Zeitschrift: "Person of the Year: You
Yes, you. You control the Information Age. Welcome to your world
."

Timeyoucover
Das Cover der aktuellen "Time"-Ausgabe vom 25. Dezember 2006 zeigt konsequenterweise eine Computertastatur und einen Bildschirm mit einer spiegelnden Oberfläche, in der sich jeder Betrachter selbst entdecken kann. Der Time-Chefredakteur Richard Stengel erklärt die Wahl der User zur Mann oder Frau des Jahres wie folgt: "Wenn man ein Individuum auswählt, muss man das immer begründen. Wenn man aber Millionen von Menschen auswählt, muss man das gegenüber niemandem rechtfertigen." (Spiegel Online)

Letztlich hat sich die Time-Redaktion bei ihrer Wahl für die Aktiven der weltweiten Web 2.0-Community entschieden, die ihre Inhalte in Blogs, auf MySpace, YouTube oder auf der Wikipedia hinterlassen und damit die bisherige Welt entscheidend beeinflussen. Selbst wenn das nicht die Welt selbst verändert, wirkt es sich auf die Art und Weise aus, wie wir diese wahrnehmen. Dabei kommt es nicht nur auf Einzelne an, sondern auch darauf, wie sich die Macht der Vielen entfaltet:

"Sure, it’s a mistake to romanticize all this any more than is strictly necessary. Web 2.0 harnesses the stupidity of crowds as well as its wisdom. Some of the comments on YouTube make you weep for the future of humanity just for the spelling alone, never mind the obscenity and the naked hatred.

But that’s what makes all this interesting. Web 2.0 is a massive social experiment, and like any experiment worth trying, it could fail. There’s no road map for how an organism that’s not a bacterium lives and works together on this planet in numbers in excess of 6 billion. But 2006 gave us some ideas. This is an opportunity to build a new kind of international understanding, not politician to politician, great man to great man, but citizen to citizen, person to person. It’s a chance for people to look at a computer screen and really, genuinely wonder who’s out there looking back at them. Go on. Tell us you’re not just a little bit curious." (LEV GROSSMAN, Time)

>> Spiegel Online: "Time" kürt Otto-Normalsurfer zur Person des Jahres

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 80 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten. Follow on LinkedIn

7 Replies to “Alle Web 2.0-User werden „Person des Jahres“”

  1. Der Spiegel hat den Sinn irgendwie noch nicht ganz begriffen: es ist gerade nicht Otto-Normalsurfer, der eine E-Mail-Adresse besitzt, Informationen über seltsame Googleabfragen wie „Wo kann ich billig Fernseher kaufen?“ bezieht und manchmal billige Fernseher bestellt mit einem unguten Gefühl wegen der Kontodaten. Time meint die Nutzer eines Mediums, das bei aktiver Nutzung eine soziale Komponente enthält.

  2. Will ich nicht, brauch ich nicht.

    Muss ich das haben, dass nun die ganze Welt auf mich zeigt, und MICH zur Person des Jahres macht? Darf ich nun endlich stolz sein, nur weil ich in einer Liste mit allen amerikanischen Präsidenten und auch Hitler (1938), Stalin (1939) und Ayatollah Kho…

  3. Blogger bzw. Netzbewohner sind Person des Jahres, denn die etwas abfällig als „Online-Gambling“ bezeichneten Aktivitäten auf MySpace, Youtube, Flickr und das Bloggen sind eine hochsoziale Aktivität.
    Dabei haben die Blogger und Netzbewohner wunderbare Antworten auf die Langeweile massenmedialer Standardformate gefunden und dabei ein Höchstmaß an Kreativität bewiesen, und manche Vertreter der etablierten Medien, deren Geldbeutel oder Job dadurch tangiert sein könnte, reagieren etwas dünnhäutig.

  4. ..es ist kler, dass wir blogger uns als höchstsoziale Wesen Wesen mit Kreativität, Witzund überhaupt als quasi Wegbereiter einer neuen Modern bezeichnen. Vernetzt, international und gut, frei von allen Zwängen des google „billig Fernseher kaufen“..ist es denn so, oder werden wir nciht wieder als Konsument genutzt?

  5. Zumindest haben wir Blogger den Köder geschluckt und fleißig auf den Medienbeitrag verlinkt, insofern sind wir in der Tagt die neuen Kunden, die sich allerdings durchaus aktiv einbringen und dadurch eine etwas andere Rolle spielen…

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